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Trefelik: Für ein gutes Miteinander in der Stadt

Handelsobmann Rainer Trefelik will eine Mengenbeschränkung und Lizenzen mit strengen Qualitätskriterien. Nach dem E-Scooter-Gipfel im Wiener Rathaus müssen endlich Lösungen her.

Rainer Trefelik
© Gerry Frank

„Wir brauchen eine  Lösung für das E-Scooter-Problem in Wien. Die herumliegenden Roller, versperrten Gehsteige, Lieferwege und Geschäftszugänge verärgern Kunden und Unternehmer”, erklärt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien, in Bezug auf den E-Scooter-Gipfel, der vergangenen Freitag im Wiener Rathaus stattgefunden hat. „Eine vernünftige Mengenbeschränkung der E-Scooter und deren Anbieter würden den kreuz und quer rumliegenden Scootern ein Ende machen.” Aktuell sind 1500 E-Scooter pro Anbieter zugelassen, registriert in Summe sind rund 9000 Roller.

„Eine gute und nachhaltige Lösung wäre ein Lizenzierungsmodell.”
Rainer Trefelik, Handelsobmann

Besonders in den inneren Bezirken ist eine Konzentration spürbar, da alle Anbieter an den Hotspots präsent sein wollen „Eine gute und nachhaltige Lösung wäre ein Lizenzierungs-Modell”, ist Trefelik überzeugt. Hier würde eine bestimmte Mengenanzahl an E-Scootern pro Lizenz vorgegeben werden. „Die Lizenz wird nur vergeben, wenn Qualitätskriterien erfüllt werden, die die Sicherheit, den Komfort und die Nachhaltigkeit in der Stadt sicherstellen.”

Brandgefahr aufgrund der Lithium-Ionen-Akkus minimieren

Trefelik führt vier mögliche Lizenz-Kriterien an. Eine Verpflichtung zur Aufstellung in der gesamten Stadt muss gewährleistet sein: Vor allem neuralgische Verkehrspunkte wie Endstationen gilt es zu versorgen, damit die E-Scooter den öffentlichen Verkehr tatsächlich sinnvoll ergänzen können. Zweitens muss eine sorgfältige Lagerung auch nachts und in den Pausen gewährleistet sein, um die Brandgefahr aufgrund der Lithium-Ionen-Akkus zu minimieren. Weiters muss mit Akkus und Rollern nachhaltig umgegangen werden. Als vierten Punkt führt Trefelik an, dass Mitarbeiter der E-Scooter-Firmen sozialrechtlich abgesichert werden müssen. „Mit den Lizenzen würden sowohl die Anzahl der öffentlich verfügbaren E-Scooter als auch die Anzahl der Anbieter geregelt”, so Trefelik.. „Das System stellt ein wirtschaftlich vertretbares Modell sicher und trägt gleichzeitig zu einem sinnvollen Miteinander in der Stadt bei”, ist der Obmann des Wiener Handels überzeugt.

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