th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Friseure, Fußpfleger, Tätowierer, Kosmetiker, Masseure: Arbeiten unter Corona-Auflagen

Am 2. Mai dürfen Gewerbebetriebe, die Dienstleistungen am Kunden anbieten, wieder öffnen. Für die Branchen gelten allerdings spezielle Auflagen.

Friseure, Fußpfleger, Tätowierer, Kosmetiker, Masseure: Arbeiten unter Corona-Auflagen
© Foto Weinwurm

Business as usual wird es wohl nicht, wenn die Fußpfleger, Kosmetiker, Masseure, Nageldesigner, Tätowierer, Piercer und Visagisten nach siebenwöchiger Pause am Samstag wieder öffnen. Unter welchen Auflagen sie arbeiten dürfen wird in einer Verordnung geregelt, die bei Redaktionsschluss (29. April, 12 Uhr) noch ausständig war. Was generell ab Mai gilt - ein Meter Mindestabstand zwischen Kunden, Maskenpflicht für Kunden und Mitarbeiter, höchstens ein Kunde pro zehn Quadratmetern Geschäftsfläche und hohe Hygienevorschriften - wird jedenfalls auch für diese Branchen gelten. „Hohe Hygienestandards sind bereits seit Jahrzehnten in den Ausübungsregeln unserer Berufsgruppen definiert”, sagt Petra Felber, Wiener Innungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure.

„Die Betriebe sind es gewohnt, auf korrekte Desinfektion und äußerste Hygiene zu achten. Dass die Verordnung so lange auf sich warten lässt, verlange den Betrieben aber viel Geduld ab.
Petra Felber

Das kriegen wir auch noch hin

„Die Mitglieder haben schon sehr auf die Vorgaben der Regierung gehofft. Mit der Kombination aus den Corona-bedingten Regierungsvorgaben, unseren Ausübungsregeln und den bekannten Vorgaben der Friseure kann man sich ein Bild der zusätzlichen Maßnahmen für unsere Berufsgruppen machen.” Erich Mähnert, Sprecher der Tätowierer und Piercer sieht der Wiederöffnung trotz noch fehlender Vorschriften einigermaßen gelassen entgegen. Händedesinfektion, Einmal-Handschuhe und -Schürzen, Schutzbrillen und Gesichtsmasken seien in ihren Branchen längst Standard. Die Verunsicherung in der Branche sei die größte Herausforderung in den vergangenen Wochen gewesen, sagt Mähnert.

„Ich habe Tag für Tag zig Telefonate und Mails von Berufskollegen erhalten. Wir haben von Haus aus sehr strenge Hygienevorschriften. Das, was jetzt wegen Corona dazukommt, kriegen wir auch noch hin.”
Erich Mähnert

Von den Kunden gab es viel Zuspruch, sie halten ihm die Treue. „Ich konnte alle schon fixierten Termine auf später verschieben, abgesagt hat niemand.”

Neue Vorschriften für Friseure

Auch für die Friseure geht es am 2. Mai wieder los. „Es wird nicht mehr möglich sein, Kunden so wie früher zu bedienen”, sagt der Wiener Innungsmeister Marcus Eisinger. Auch Friseure müssen ab sofort eine Reihe von Auflagen beachten. Und auch für diese Berufsgruppen stand bei Redaktionsschluss die Verordnung zu den genauen Auflagen, noch aus. Sicher ist: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird für Kunden und Mitarbeiter verpflichtend, letztere müssen bei Behandlungen im Gesicht auch ein Gesichtsschild tragen. Zwischen den Kunden gilt die Ein-Meter-Mindestabstand-Regel. Weil das dort meistens nicht möglich ist, sind die Waschplätze durch Plexiglaswände voneinander zu trennen.

„Was nicht kommt, ist das verpflichtende Tragen von Handschuhen. Dafür gibt es keine Trockenhaarschnitte mehr, die Haare müssen im Salon gewaschen werden.“
Marcus Eisinger

Neu kalkulieren wird notwendig

Die Erleichterung, dass es wieder losgehen kann, ist in der Branche spürbar. „Ich freue mich sehr, dass wir im Mai starten können und habe schon viele telefonische Buchungen von unseren Kunden erhalten”, sagt Remon Paulus, der auf der Wiedner Hauptstraße einen Salon führt. Die Shutdown-Zeit habe er sinnvoll genutzt, neue Schnitte gezeichnet und Seminare geplant. „Ich habe mir sogar Schnitte überlegt, die schutzmaskentauglich sind.” Die Sicherheitsmaßnahmen seien für einen Friseursalon völlig neu, aber es machte ihm sogar Spaß, erklärt Paulus: „Ich habe Spender eingebaut, Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhe gekauft.”

Eisinger ist in Sorge, ob alle Kollegen die Konsequenzen der Auflagen bedacht haben, etwa bei der Terminvergabe. „Genauso viele Kunden wie früher gleichzeitig zu bedienen wird sich nicht überall ausgehen”, sagt er. Manche müssten wohl überlegen, ob sich das Aufsperren dann wirtschaftlich lohnt. Um eine Neukalkulation der Preise werde man nicht herumkommen. Wichtiger als der wirtschaftliche Aspekt sei jedoch die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern. Die Gefahr des Virus sei nicht zu unterschätzen. „Deshalb appelliere ich eindringlich an alle Berufskollegen, die Auflagen auch einzuhalten”, sagt Eisinger.

Das könnte Sie auch interessieren

Alina Federle, Vanessa Mucha-Trnavský und Alice Bogni von „All About You PR” wollen kreative Geschichten kleiner Unternehmen öffentlich machen.

Neu im Bezirk

In Wien entstehen jeden Tag neue Betriebe mit spannenden Geschäftsideen. Hier eine Auswahl der aktuellen Neugründungen mehr

Sandra Halasz hat ihren Salon liebevoll eingerichtet: „Meine Kunden sollen sich wohlfühlen bei mir.”

Neu im Bezirk

In Wien entstehen jeden Tag neue Betriebe mit spannenden Geschäftsideen. Hier eine Auswahl der aktuellen Neugründungen mehr