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Frauen können Handwerk

Zum 25. Mal wurden heuer die amaZone-Awards an Wiener Betriebe verliehen, die als echte Vorbilder bei der Ausbildung von Frauen in Handwerk und Technik fungieren.

Sarah Spielbüchler, Tischlerlehrling beim amaZone-Gewinner handgedacht GesnbR.
© Brigitte Gradwohl Sarah Spielbüchler, Tischlerlehrling beim amaZone-Gewinner handgedacht GesnbR.

Lebensmitteltechniker bedienen Produktionsanlagen bei Lebensmittelerzeugern, sind für deren Wartung und Instandhaltung und für Qualitätssicherung zuständig. Ein Job, der auch Frauen begeistern kann, wie die Wiener Delikatessenerzeugung Wojnar beweist. Der in Liesing ansässige Betrieb mit 400 Mitarbeitern bildet zurzeit zehn Lehrlinge in fünf Berufen aus. Sechs davon sind angehende Lebensmittel- oder Prozesstechnikerinnen - allesamt junge Frauen. Dass es diese Ausbildung bei Wojnar überhaupt gibt, ist Lehrlingsausbilderin Denise Schicke-Doppler zuzuschreiben. Sie ist gelernte Lebensmitteltechnikerin und hat die Werkmeisterschule für Bio- und Lebensmitteltechnologie absolviert.

„Wenn man nach der Bedeutung von ‚Amazone’ sucht, stolpert man über Begriffe wie Kämpferin oder Kriegerin. Genau das sind wir - all jene Frauen, die sich trauen, in ein von Männern dominiertes Arbeitsumfeld einzutauchen.“
Denise Schicke-Doppler
Delikatessenerzeugung Wojnar: V.l. Suhaila Al Haji, Rebecca Kuzel und Erva Ciftci, Personal- u. Produktionsleiter Markus Gruber, Ayan Öznur, Ausbilderin Denise Schicke-Doppler, Latifa Al Haji, Susanne Gugrel (GF Verein Sprungbrett).
© Brigitte Gradwohl Delikatessenerzeugung Wojnar: V.l. Suhaila Al Haji, Rebecca Kuzel und Erva Ciftci, Personal- u. Produktionsleiter Markus Gruber, Ayan Öznur, Ausbilderin Denise Schicke-Doppler, Latifa Al Haji, Susanne Gugrel (GF Verein Sprungbrett).
Malerbetrieb Andreas Leo Denner: Andreas (2.v.r.) und Günther Denner mit ihrem Lehrling Patricia Gangl (M)., ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann (l.) und Margarete Bican (Geschäftsführerin Verein Sprungbrett, r.)
© Brigitte Gradwohl Malerbetrieb Andreas Leo Denner: Andreas (2.v.r.) und Günther Denner mit ihrem Lehrling Patricia Gangl (M)., ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann (l.) und Margarete Bican (Geschäftsführerin Verein Sprungbrett, r.)

In ihrem Lehrbetrieb war sie der erste weibliche Lehrling in diesem Beruf. „Obwohl es hart war und ich viel Gegenwind bekommen habe, habe ich es nie bereut”, betont sie. Das hat sie 2019 motiviert, bei Wojnar die Lehrausbildung für Lebensmittel- und Prozesstechnik zu starten und dabei besonders Mädchen zu fördern. Das scheint sich herumgesprochen zu haben: Es gebe stets deutlich mehr weibliche als männliche Bewerber für diese Ausbildungen, so Schicke-Doppler. Ihr selbst gefällt das.

amaZone holt Vorbilder auf die Bühne

Wojnar ist einer von vier Gewinnern des diesjährigen amaZone-Awards - eine Auszeichnung für Betriebe, die Frauen und Mädchen in nichtgendertypischen Handwerks- und Technik-Berufen fördern. Die Auszeichnung wurde heuer zum 25. Mal verliehen. Unter den Siegern ist auch der Margaretner Malerbetrieb Denner, wo seit 15 Jahren engagiert weibliche Fachkräfte ausgebildet werden. Im Team habe es damals durchaus Skepsis gegeben, ob Frauen in ein männerdominiertes Baustellen-Handwerk passen, berichtet Malermeister Andreas Denner. „Heute ist es selbstverständlich, dass wir auch weibliche Bauleiterinnen haben”, ist er stolz. Fünf seiner 18 Fachkräfte und drei der aktuell sieben Lehrlinge sind weiblich. Eine der jüngsten ist Patricia Gangl, die das erste Ausbildungsjahr der Doppellehre Maler und Bodenleger absolviert. „Handwerk hat mich immer schon interessiert”, sagt sie. Die familiäre Atmosphäre im Betrieb, die Wertschätzung, die weibliche Mitarbeiter dort erfahren, habe sie bei Denner von Anfang an fasziniert. „Ich mag es, wenn ich mit einer Arbeit fertig bin und sehe, dass das, was ich geleistet habe, gut geworden ist”, schwärmt Gangl. Nach der Lehre will sie die Meisterprüfung für Stuckateure machen. Auch Sarah Spielbüchler hat das Tischlerhandwerk von klein auf fasziniert. Die Lehrstelle bei handgedacht, dem amaZone-Sieger in der Kategorie Kleinstbetrieb, fand sie, weil schon eine gute Freundin dort ihre Ausbildung zur Tischlerin gemacht hatte. Sarah ist in dem jungen Handwerksbetrieb bereits die dritte Frau, die eine Lehre macht. „Frauen stehen Männern in nichts nach. Wir bieten beiden die gleiche Chance”, so Benjamin Sodemann, einer der drei handgedacht-Geschäftsführer.


Amazone Gewinner

  • Kleinstunternehmen: handgedacht GesnbR
  • Kleinunternehmen: Malerbetrieb Andreas Leo Denner
  • Mittel- und Großunternehmen: „Wojnar’s Wiener LeckerbissenDelikatessenerzeugung GmbH
  • öffentliche/öffentlichkeitsnahe Unternehmen: Magistrat der Stadt Wien – Lehrlingsmanagement


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