th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at

Fotograf muss Problemlöser sein

Berufsfotografen müssen ihren Kunden heute Gesamtpakete anbieten, sagt der Wiener Innungsmeister Ulrich Schnarr. Die Innung sieht sich als wichtiger Servicepartner für ihre Mitglieder.

Fotografen
© Kurt Keinrath

Rund 2500 Unternehmer sind in Wien als Berufsfotografen registriert - fast doppelt so viele wie vor fünf Jahren. Ende 2013 wurde das ehemals reglementierte Handwerk zum freien Gewerbe, und damit stieg die Mitgliederzahl rasant. „Wir haben heute einen hohen Anteil an Mitgliedern, die das Gewerbe nebenberuflich ausüben oder als Zusatzleistung zu ihrem eigentlichen Hauptgeschäft anbieten”, sagt der Wiener Innungsmeister Ulrich Schnarr. Zu letzteren zählen etwa Werbe- und PR-Agenturen oder Grafiker.

„Man muss es wagen, neue Wege zu sehen und zu gehen.”
Ulrich Schnarr, Innungsmeister

Dass der Gewerbezugang frei ist, findet Schnarr „grundsätzlich positiv”. Als Berufsfotograf müsse man heute nicht nur kreativ und fachlich top sein, sondern auch ein ebenso guter Kaufmann, Marketingspezialist und Kommunikator. „Fotografen sind Problemlöser, die übergreifend denken müssen”, sagt er. Auch die Vernetzung mit anderen Branchen und über Bundesländergrenzen hinweg hält Schnarr für wichtig: Der Fotograf, der beispielsweise mit Webdesigner und Texter zusammenarbeitet „Man muss seinen Kunden heute Gesamtpakete anbieten, um sein potenzielles Auftragsvolumen zu erhöhen”, meint der Innungsmeister. Denn die Konkurrenz innerhalb der Branche habe sich seit der Freigabe des Gewerbes deutlich verschärft, und damit auch der Preisdruck.

Innung informiert und unterstützt

Am besten davon abkoppeln kann man sich laut Schnarr, wenn man sich seine eigene Nische schafft. Dafür müsse man sich „dem Wagnis stellen, eingefahrene Wege zu verlassen und neue zu sehen und zu gehen.” Wichtig sei auch, sich und seine Arbeit gut zu verkaufen, vor allem online. Potenzielle Kunden recherchieren heute zuerst im Internet, der Webauftritt sei daher entscheidend. Nicht nur zu diesem Thema bietet die Innung ihren Mitgliedern laufend Schulungen an.  „Wir sehen uns als Servicepartner, der die Unternehmer dabei unterstützt, am Ball zu bleiben”, sagt Schnarr. Das Credo der Innungsarbeit laute, wichtige Infos rasch zu den Mitgliedern zu bringen - auch im Rahmen von Schulungen und Veranstaltungen. Schwerpunkt dabei sind Basisthemen, die alle Mitglieder betreffen, und aktuelle Neuerungen wie etwa die Datenschutzgrundverordnung im Vorjahr, die auch die Berufsfotografen intensiv beschäftigt hat. Die Innung setzt dazu stark auf den persönlichen Kontakt - etwa durch regelmäßige Mitglieder-Sprechstunden. Auch das Fachgruppenbudget wird stets in einer für alle Mitglieder offenen Sitzung diskutiert. Seit einigen Jahren gibt es zudem eine Ombudsstelle, die bei Differenzen zwischen Mitgliedern und deren Kunden vermittelnd eingreift. Der Gang zum Gericht kann laut Schnarr damit meist vermieden werden.

Unsere Arbeit schätzen

Diese Serviceorientierung will die Innung künftig noch weiter auszubauen. Auch am Branchenimage möchte Schnarr arbeiten, um die Berufsfotografen und ihre Leistungen, die weit über das rein Technische hinausgehen, deutlich von ambitionierten Hobbyfotografen abzuheben. „Unsere Arbeit soll wieder mehr geschätzt werden”, ist sein Ziel.

 

Menschenbilder 2019

Unter dem Titel „Menschenbilder” zeigen die Wiener Berufsfotografen alljährlich beeindruckende Beispiele ihrer Arbeiten im öffentlichen Raum. Die „Menschenbilder 2019” - 30 großformatige Porträts - werden ab 6. Mai vor dem neuen Haus der Wiener Wirtschaft beim Praterstern zu sehen sein. Im Juni zieht die Ausstellung auf den Campus der Wiener Wirtschaftsuniversität, im September in den Schönbrunner Schlosspark. 


Das könnte Sie auch interessieren

  • Meinung
Walter Ruck

Zukunft startet morgen

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien mehr

  • Meinung
Andrea Steinleitner

Registrierungspflicht kommt

Airbnb & Co müssen sich ab 2020 auf einer digitalen Amtsseite registrieren. Das Engagement der Wirtschaftskammer hat sich gelohnt, freut sich Andrea Steinleitner, Obfrau der Hotellerie. mehr

  • Meinung
Echtshopper

Handel braucht Gerechtigkeit

Ausländische Onlinehändler sollen dieselben Steuern und Abgaben leisten wie heimische Betriebe, fordern die Wiener Modehändler. Auch die Ladenöffnungszeiten müssten überdacht werden. mehr