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40 Jahre Flohmarkt am Naschmarkt: Eine Institution feiert Geburtstag

Großes Jubiläumsfest am 16. September mit Musik, Modeschau, Kinderprogramm, Beratung, kulinarischen Köstlichkeiten und Überraschungspreisen

© Florian Wieser
Ein Wiener Original feiert Geburtstag. Seit 1977 zieht der Flohmarkt am Naschmarkt, der größte seiner Art in Österreich, Samstag für Samstag Zehntausende in- und ausländische „Jäger der besonderen Schätze“ an. Am 16. September lädt der Wiener Altwarenhandel daher zum Fest. Von 10 bis 18 Uhr unterhalten unterschiedliche Bands, defiliert Vintage-Mode über den Laufsteg, spielt ein Original Wiener Werkelmann auf, verkaufen prominente Überraschungsgäste Altwaren zugunsten von Rote Nasen Clowndoctors, bewerten Sachverständige Schätze aus dem Publikum, versprechen Glücksrad und Tombola attraktive Preise. Kinder erwartet ein Animationsprogramm. Foodtrucks verwöhnen mit Köstlichkeiten aus aller Welt. Durch den Tag führt Christof Stein von der Kunsthandelsgesellschaft lichterloh, selbst passionierter Flohmarkt-Standler mit launigen Marktschreier-Qualitäten und einem reichhaltigen Fundus an Flohmarkt-Anekdoten.

Von Austrofunk bis Rockabilly
Nach der offiziellen Fest-Eröffnung um 10 Uhr heizen Chilifish ab 10.25 Uhr mit würzigem Austrofunk die Stimmung an. Und zeigen obendrein akrobatisches Geschick. Die vier Groove-Meister konzertieren auf Stelzen und präsentieren mit Saxofon, Ukulele, Didgeridoo und als Human Beatbox lebensfrohe Mundart-Vibes in Eigenkompositionen. Ein zusätzliches Konzert ist um 15.15 Uhr angesetzt. Ab 11.30 Uhr rocken The Ridin’ Dudes mit Rockabilly à la Chuck Berry, Johnny Cash und Elvis Presley die Menge. Frontman Ron Glaser, offiziell amtierender bester Elvis-Interpret Europas, lässt zusätzlich von 14 bis 15 Uhr den Mythos Elvis in einer zeitgemäßen Show aufleben. Modisch in die Vergangenheit entführt ab 12.45 Uhr Ulla-Britt Lütze (Vintage und Rosenroth) mit einer Modeschau. Gassenhauer, Wienerlieder und Operettenhaftes dürfen auf einem Flohmarktfest nicht fehlen. Werkelmann Norbert Schermann, Schüler der Wienerlied-Legende Karl Nagl, setzt seine Maschine Baujahr 1897 unter Dampf und entlockt Lochkarten, an der Kurbel drehend, ein uriges Potpourri.

Schätzmeister, Glücksrad und Tombola

Zusätzlich zum musikalischen Programm schätzen Sachverständige des Altwarenhandels von 12 bis 15 Uhr mitgebrachte Schätze des Publikums, stellen sich prominente Überraschungsgäste von 11 bis 14 Uhr mit dem Verkauf von Altem und Antikem in den Dienst von Rote Nasen Clowndoctors. Auch die Erlöse aus Losverkauf und Glücksrad (11.40 bis 12.40 Uhr und 14.10 bis 15.10 Uhr) gehen an die Roten Nasen. Die Tombola zum Fest-Abschluss verspricht ab 16.30 Uhr eine bunte Vielfalt an Preisen.

Die Geschichte einer Institution
Vielfalt im Angebot und ein damit einhergehender Platzmangel waren es, die den Flohmarkt vor 40 Jahren auf den Naschmarkt brachten. Zuvor war der Flohmarkt seit den frühen 1970er-Jahren Am Hof abgehalten worden. Mit dem Absiedeln des Obst- und Gemüsegroßmarktes nach Inzersdorf wurde auf dem Naschmarkt-Areal Platz frei. Am 2. Juli 1977 eröffnete dort der Flohmarkt. Die Wiener Flohmarkt-Tradition reicht freilich über Jahrhunderte zurück. Ahnherr des heutigen Flohmarktes ist ein Markt, der seit 1404 beim Stephansdom abgehalten wurde. Abgeleitet von Tand, gebrauchtem Gewand, hieß dieser Markt Tandelmarkt. Anders als in anderen Städten war den Wienern der Begriff „Flohmarkt“ nämlich zu unfein. Es gab das Gerücht, dass auf solchen Märkten reiche Menschen versuchten, ihre mit Flöhen behaftete Kleidung loszuwerden.

Vom Platz vor dem Stephansdom übersiedelte der Tandelmarkt außerhalb der Stadtmauern vor das Kärntner Tor – dort wurde 1774 der Vorgänger des heutigen Naschmarktes gegründet –, dann vor die Karmeliterkirche, wieder zurück vor das Kärntner Tor und auf das heutige Areal des Wiener Eislaufvereines. Schließlich schlossen sich 200 Trödlerinnen und Trödler zusammen und erwarben ein Grundstück auf dem Roßauer Glacis, wo eine Tandelmarkthalle entstand. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde diese Halle 1948 abgetragen. Dann dauerte es fast 30 Jahre, bis die Flohmarkt-Idee zur Attraktivierung der Wiener Innenstadt in den 1970ern neu erwachte.


40 Jahre Wiener Flohmarkt am Naschmarkt
Jubiläumsfest am Samstag, 16. September 2017; 10 bis 18 Uhr
Wien 6, Linke Wienzeile gegenüber 44-52 – Parkplatz
Eintritt frei
Ersatztermin bei Schlechtwetter: 23. September 2017

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