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Finanzbildungscoaches machen Jugend zukunftsfit

Wirtschaftskammer Wien, WU Wien und KSV1870 wollen mit dem Projekt „Finanzbildungscoaches“ Wissenslücken der nächsten Generationen schließen – Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren – positive Resonanz bestätigt Konzept

Finanzbildung
© Liubov Levytska I stock.adobe.com

Zur Förderung des Finanzbildungsprogramms „FiBi Wien“ der Bildungsdirektion Wien startete das Institut für Wirtschaftspädagogik der Wirtschaftsuniversität Wien gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien und dem KSV1870 mit Beginn des Wintersemesters das Projekt „Finanzbildungscoaches“. Studenten, die kurz vor Abschluss ihres Wirtschaftspädagogik-Studiums stehen und viel Finanzbildungs-Know-how gesammelt haben, fördern bei Schülern in kostenlosen Workshops grundlegende Wirtschafts- und Finanzkompetenzen. Denn Umfragen zeigen immer wieder, dass sich die Jugend auf diesem Gebiet zu wenig gerüstet fühlt. Projektziel ist daher, die Finanzbildung der nächsten Generation zu steigern und Pädagogen an Schulen dabei ganz individuell zu unterstützen. Erste Rückmeldungen zu den Finanzbildungscoaches bestätigen nun, dass die Workshops enorm gut ankommen. Die Schüler finden die angesprochenen Themen sehr interessant und beurteilen sie als relevant für die eigene Zukunft. Häufig wird nach den Workshops der Wunsch geäußert, sich weiterhin mit Finanzbildung zu beschäftigen. Aus einer AHS-Klasse im 10. Bezirk hieß es dezidiert: „Wir würden uns ein Schulfach wünschen, in dem die Finanzbildung mehr Raum hat.“

„Schule muss auf alle Bereiche des Alltags vorbereiten, und Wirtschaft ist ein wichtiger Teil davon“
Walter Ruck

Wirtschaftskammer Wien plädiert für Schulfach Wirtschafts- und Finanzwissen 

Die Wirtschaftskammer Wien fordert schon länger mehr Wirtschafts- und Finanzwissen in den Lehrplänen und setzt sich für ein entsprechendes Pflichtfach ab der 5. Schulstufe ein. „Schule muss auf alle Bereiche des Alltags vorbereiten, und Wirtschaft ist ein wichtiger Teil davon“, betont Präsident Walter Ruck. Finanzwissen gehöre zur Allgemeinbildung, „es ist ein wichtiger Teil der grundlegenden Wirtschaftskompetenz, über die jeder Jugendliche unbedingt verfügen sollte, weil sie zu den Grundlagen eines souveränen und selbstbestimmten Lebens gehört – sowohl beruflich als auch privat.“ In den Lehrplänen werde das derzeit aber viel zu wenig berücksichtigt, so Ruck. „Das Projekt Finanzbildungscoaches ist deshalb so wichtig, weil es die Zielgruppe Jugendliche über die Schulen optimal erreicht.“

Wirtschaftsuniversität Wien: Bildung nicht nur für Studierende, sondern für die Gesellschaft

Als öffentlich finanzierte Universität möchte die Wirtschaftsuniversität Wien über die Bildungsangebote für ihre Studierenden hinaus der Gesellschaft etwas zurückgeben. Die Förderung der Wirtschaftsbildung der gesamten Bevölkerung, aber insbesondere von Kindern und Jugendlichen gehört hier dazu. „Jeder muss wirtschaften, d.h. mit knappen Ressourcen gut überlegt und verantwortungsvoll umgehen. Gerade der kompetente Umgang mit Geld wird vor dem Hintergrund vieler Entscheidungen mit finanziellen Auswirkungen, einer ständig steigenden Zahl von Finanzprodukten und der Digitalisierung immer herausfordernder. Unsere Finanzbildungscoaches unterstützen Lehrpersonen darin, in ihren Klassen verschiedenste Finanzbildungsthemen anschaulich, praxis- und anwendungsorientiert zu vermitteln“, erklärt Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik und „Erfinderin“ der Initiative Finanzbildungscoaches für das Finanzbildungsprogramm der Bildungsdirektion Wien.

KSV1870: Finanzbildung muss bei den Jüngsten beginnen

In Österreich müssen in einem durchschnittlichen Jahr rund 10.000 Privatpersonen Insolvenz anmelden. Wie die Erfahrung zeigt, ist „Persönliches Verschulden“ bei rund einem Drittel aller Fälle der ausschlaggebende Grund. „Im Rahmen von Privatkonkursen sehen wir regelmäßig, dass sich viele Menschen finanziell überschätzen und rasch den Überblick verlieren“, erklärt Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG, und ergänzt: „Aus unserer Sicht sollte bereits bei Kindern und Jugendlichen mit der Finanzbildung begonnen werden, damit junge Menschen frühzeitig ein Gefühl dafür bekommen, was sie sich leisten können und was nicht. Das passiert im Rahmen der schulischen Ausbildung jedoch zu selten.“ Das Engagement im Rahmen der Finanzbildungscoaches ist für den KSV1870 die konsequente Fortführung seiner Strategie, Finanzwissen auf breiter Basis zu vermitteln. „Unsere Experten gehen seit vielen Jahren in Schulen und halten Vorträge, um den Jugendlichen das Thema Finanzen auf spielerische Art und Weise näher zu bringen“, so Vybiral.

Wie man mit Geld richtig umgeht
Zielgruppe der Finanzbildungscoaches sind Schüler und Schülerinnen aller Schulformen ab der 5. Schulstufe. Die Coaches erstellen für jede Klasse ein eigenes Workshop-Konzept. Inhaltlich reicht die Themenbandbreite von der Einnahmen-Ausgaben-Planung über verantwortungsvolles Konsumieren bis zur Finanzierung über Kredit und zum Erkennen finanzieller Risiken und Chancen. Auch für individuelle Themenschwerpunkte und besonders alltagsrelevante Fragen ist Platz – etwa: „Wie eröffne ich ein Bankkonto?“, „Welche Infos findet man auf einem Gehaltszettel?“ oder „Wie funktioniert unser Steuersystem?“

Workshops sind für Schulen kostenlos

20 Wirtschaftspädagogik-Studenten stehen derzeit bereits als Finanzbildungscoaches parat, laufend werden weitere ausgebildet. Sie haben bisher rund ein Dutzend Schulen besucht und mehr als 250 Schüler gecoacht. Die Projektteilnahme ist für die Studenten freiwillig. Die Workshops in den Schulen stellen für sie eine exzellente Möglichkeit dar, sich auf das Berufsleben vorzubereiten und ihre pädagogischen, fachlichen und didaktischen Fähigkeiten in der Praxis zu trainieren. Die Workshops der Finanzbildungscoaches sind für die Schulen kostenlos. Die Lehrkräfte können die Coaches über die Projekt-Homepage anfragen und dabei eigene Themen und Interessensschwerpunkte wählen. Das Projekt ist auf drei Jahre anberaumt, nach dem Sommersemester 2023 ist eine Evaluierung geplant.



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