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EuroPride: Wirtschaftsfaktor und klares Statement gleichermaßen

WienTourismus erwartet, dass die EuroPride heuer eine Million Menschen in die Stadt bringen wird. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - vor allem für Betriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

EuroPride
© wkw/Bock

Die Regenbogenfarben sind im Augenblick überall in der Stadt zu sehen. In der U-Bahn, an Gebäuden, am Schutzweg vor dem Rathaus, am Haus der Wiener Wirtschaft und an vielen anderen öffentlichen Stellen und Geschäften. Wien ist von 1. bis 16. Juni Schauplatz der EuroPride: Die große gemeinsame Pride-Veranstaltung der europäischen LGBTIQ-Community (lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Community) geht jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt über die Bühne und zieht viele Besucher aus der ganzen Welt an. Damit setzt sie nicht nur ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz, sie ist auch ein Wirtschaftsfaktor.

„Mir war es sehr wichtig, dass ich als Wirtschaftstreibender ein Zeichen für die Vielfalt setze, da ich Diversity in meinen Betrieben auch lebe. Egal welche Hautfarbe, welche Nation, ob Hetero oder LGTB, alle Menschen sind gleich. Dadurch freue ich mich sehr, dass heuer die EuroPride in Wien stattfindet.”
Bernd Schlacher, Mottogroup/Gastronomie

Betriebe setzen ein Zeichen

Markus Knopp, Vizepräsident der agpro (austrian gay professionals) meint: „Betriebe zeigen, dass Angehörige der Community willkommen sind. Als Kunden genauso wie als Mitarbeiter. Sie tun dies aus Überzeugung aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus. Für Kunden aus der Community genauso wie für bestehende und zukünftige Mitarbeiter.” Für Astrid Weinwurm-Wilhelm, Vorstandsvorsitzende der qbw (queer business women) hat die EuroPride einen großen wirtschaftlichen Aspekt: „Wien wird dadurch positiv wahrgenommen, als offene, lebendige, liebenswerte Stadt. Wer anlässlich der Euro-Pride nach Wien kommt, hat oft gar keine Zeit für die vielen Angebote, die Museen und vieles mehr. Dafür muss man dann wiederkommen. Der Nutzen, der in anderen Städten wie Stockholm erfasst wurde, den kann man sehr gut auf Wien umlegen.”

„Geschäftlich sind diese beiden Wochen ein bisschen wie Weihnachten. Menschen aus der ganzen Welt kommen zur Pride und viele kaufen bei uns Bücher, die sie in ihrem Land nie bekommen würden. Man darf nicht vergessen, dass der Großteil der Menschen aus der Community immer noch diskriminiert wird. Die Wirtschaft hat viel dazu beigetragen, dass das System angefangen hat, sich zu ändern und ich freue mich über die vielen Fahnen in den Geschäften und an öffentlichen Einrichtungen. Jeder der mitmacht, sollte sich aber ernsthaft mit dem Thema und der eigenen Geschichte auseinandersetzen. Ich habe z.B. Fahnen gesehen, die verkehrt herumhängen. Bei einer Staatsflagge wäre das ein Eklat.”
Veit Schmidt, Buchhandlung Löwenherz

Betriebe hoffen auf lang anhaltende Effekte

Während der EuroPride finden viele kleinere und größere Veranstaltungen statt, von denen sich Betriebe langfristige positive Effekte erhoffen. Reinhard Grubhofer, General Manager von Big Bus Tours sagt: „Für uns ist die EuroPride-Kooperation in erster Linie eine Image-, Marketing-, Promotion-Aktion. Wir haben in diesen zwei Wochen 15 spezielle Stadtrundfahrten mit Live Guides durchgeführt und hoffen, dass wir davon langfristig als internationale Sightseeing Marke auch in anderen Städten profitieren“. Stephanus Berger, Geschäftsführer der Werbeagentur Cidccom meint: „Wir haben nicht wesentlich mehr Aufträge durch die EuroPride, aber sie wichtig für das Bild von Wien in der Außenwirkung. Für die langfristige Standortentwicklung auch für die Expats, die nach Wien kommen sollen. Grundsätzlich gilt: Wenn das Produkt und der Service stimmen, dann erreicht man die Zielgruppe LGBTIQ.”

„Wir organisieren die offizielle Abschlussparty der EuroPride im Praterdome am 15. Juni. Ob es ein Erfolg wird, kann ich erst sagen, wenn sie über die Bühne gegangen ist. Die Location für so einen Event zu bekommen war jedenfalls nur durch die EuroPride möglich. Das Projekt ist für mich Chance und Risiko zugleich. Ich erhoffe mir natürlich auch neue Gäste für meine zukünftigen Events.”
Michael Strommer, Eventmanager

Christian Kölling, General Manager des Hotels 25hours in Wien, das heuer mit dem Spartacus Travel Award als LGBTIQ-freundlichste Hotelbrand ausgezeichnet wurde, meint: „Wir fokussieren uns nicht speziell auf die Europride als Event, denn generell ist die LGBTQ Community sehr wichtig für uns. Aktuell sind noch einige wenige Zimmer frei an einigen Tagen, wobei ich sagen muss das wir nicht generell von Besuchern der EuroPride gefüllt werden.”



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