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Escape Rooms brauchen Bewilligung

Anfang Jänner starben in Polen fünf Jugendliche bei einem Brand in einem Escape Room. Das hatte auch in der hiesigen Branche für Unruhe gesorgt, weshalb die Wiener Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe im Februar alle Escape Room-Betreiber zu einer Informationsveranstaltung einlud.

Die Besucher müssen sich durch Kombinationsgabe und Geschick aus einem geschlossenen Raum befreien - das ist das Konzept eines Escape Rooms. Betreiber brauchen dafür eine Dauerbewilligung,  die beim Magistrat der Stadt Wien  einzuholen ist.
© Aris Venetikidis Die Besucher müssen sich durch Kombinationsgabe und Geschick aus einem geschlossenen Raum befreien - das ist das Konzept eines Escape Rooms. Betreiber brauchen dafür eine Dauerbewilligung, die beim Magistrat der Stadt Wien einzuholen ist.

Dabei wurde klargestellt, dass die Stadt Wien für den Betrieb von Escape Rooms nun eine Dauerbewilligung (Konzession) verlangt. Diese ist mit einer Eignungsfeststellung verbunden: Dabei kontrolliert die Behörde - die Magistratsabteilung (MA) 36 -, ob die Räumlichkeiten baulich geeignet sind, und legt Sicherheitsstandards fest, deren Einhaltung sie in Folge regelmäßig kontrollieren kann.

In Wien gibt es rund zwei Dutzend Anbieter

Escape Rooms sind Freizeiteinrichtungen, in denen die Besucher Aufgaben in vorgegebener Zeit lösen müssen, um sich aus einem geschlossenen Raum zu befreien. In Wien gibt es rund zwei Dutzend Anbieter. Bisher wurden sie behördlich nicht einheitlich behandelt - manche Betreiber haben eine Gewerbeberechtigung, andere haben gar keine behördliche Genehmigung und sind auch keine Kammermitglieder. Diese Escape Rooms werden nicht kontrolliert und unterliegen auch keinen Sicherheitsvorschriften.

Sicherheitsstandards einhalten

Die Fachgruppe empfahl im Rahmen der Info-Veranstaltung allen Betreibern, so rasch wie möglich die behördliche Dauerbewilligung einzuholen. Denn es sei der Interessenvertretung wichtig, dass alle Escape Rooms die gleichen Sicherheitsstandards einhalten, betonte Fachgruppenobfrau Gerti Schmidt. Zusätzlich informierten die Experten der Wirtschaftskammer Wien die Anwesenden detailliert über sonstige rechtliche Fragen und sowie über die technisch-baulichen Erfordernisse für diese Art von Freizeitspielen.

Im Interesse der Kunden

Obwohl die Wiener Escape Room-Betreiber bereits jetzt um größtmögliche Sicherheit ihrer Besucher bemüht seien, sei mit der Dauerbewilligung die Anwendung einheitlicher, behördlich vorgeschriebener und kontrollierter Standards gewährleistet, so Schmidt. Das könne nur im Interesse der Kunden, der Betriebe und der Interessenvertretung sein. „Der richtige Weg, um einheitliche Standards zu garantieren”, ist auch Tourismus-Spartenobmann Markus Grießler

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