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Es ist abstrus, dass für E-Books eine doppelt so hohe Mehrwertsteuer eingehoben wird, wie für gedruckte Bücher

Österreich sollte hier dem technologischen Wandel nicht entgegenstehen: Auch auf E-Books muss der reduzierte Steuersatz wie für gedruckte Bücher angewandt werden.

© wkw

Als „abstrus“ bezeichnet Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Wien, die derzeitige steuerliche Behandlung von E-Books und gedruckten Büchern.

"Ein Buch ist ein Buch, egal ob es über einen Reader oder als Printprodukt gelesen wird."
Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Wien

„In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung ist es absolut unverständlich, dass für E-Books eine doppelt so hohe Mehrwertsteuer eingehoben wird, wie für gedruckte Bücher. Ein Buch ist ein Buch, egal ob es über einen Reader oder als Printprodukt gelesen wird“, sagt Heimhilcher.

EU möchte Ungleichbehandlung beseitigen

Georg Glöckler, Obmann der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien sieht daher Handlungsbedarf. „Es ist zu begrüßen, dass die EU diese Ungleichbehandlung beseitigen möchte und dass EU-Mitglieder künftig den reduzierten Mehrwertsteuersatz für gedruckte Bücher auch auf E-Books anwenden dürfen. Ich fordere die österreichische Politik dazu auf, dies zu unterstützen. Die sieht das gegenwärtig leider anders“, sagt Glöckler.
Spartenobmann Heimhilcher appelliert ebenfalls an die politischen Entscheidungsträger: „Österreich sollte hier dem technologischen Wandel nicht entgegenstehen. Damit würden der heimischen Wirtschaft Chancen verbaut.“

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