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Erweiterung beim Umsatzersatz

Die Bundesregierung hat den erweiterten Umsatzersatz vorgestellt, über den nun auch Handelsbetriebe sowie körpernahe Dienstleister, die von einer Schließung betroffen sind, unterstützt werden.

Umsatzersatz
© Rido/Shutterstock

Neben den Unternehmen, die bereits von der ersten Lockdown-Verordnung betroffen waren, erhalten nun auch Handelsbetriebe und körpernahe Dienstleister einen Umsatzersatz für die Zeit, in der sie nicht aufsperren dürfen. Bei körpernahen Dienstleistungen (wie zum Beispiel beim Friseur) werden 80 Prozent des Umsatzes vom November 2019 ersetzt. Für Handelsunternehmen kommt es entsprechend der Verderblichkeit und Saisonalität der Ware (Wertverlust in der Lockdown-Phase), der Umsatz/Ertrag-Relation und der Wahrscheinlichkeit von Aufholkäufen zu einer Staffelung des Umsatzersatzes von 20 bis maximal 60 Prozent. Der Maximalbetrag des erweiterten Umsatzersatzes liegt - wie beim ursprünglichen Umsatzersatz - bei 800.000 Euro pro Unternehmen. Die Antragstellung ist seit 23. November und bis zum 15. Dezember auf FinanzOnline möglich.

Voraussetzungen bleiben gleich

Für die Beantragung des erweiterten Umsatzersatzes gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim ursprünglichen Umsatzersatz: Das Unternehmen muss direkt von einer behördlichen Schließung gemäß der Notmaßnahmenverordnung im Zeitraum von 17. November bis 6. Dezember betroffen sein. Weitere Voraussetzungen sind der Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich und dass eine operative Tätigkeit in Österreich ausgeübt wird, die zu Einkünften aus selbstständiger Arbeit (§ 22 EStG) oder Gewerbebetrieb (§ 23 EStG) führt. Das Unternehmen muss ein operativ tätiges Unternehmen sein und daher vor dem 1. November 2020 Umsätze erzielt haben. Außerdem ist der Erhalt von Arbeitsplätzen eine Grundvoraussetzung. Unternehmen, die zwischen 17. November 2020 und 6. Dezember 2020 gegenüber Mitarbeitern eine Kündigung aussprechen, sind vom Umsatzersatz ausgeschlossen.

So funktioniert die Berechnung

Zur Berechung des erweiterten Umsatzersatzes wird als Bemessungsgrundlage der November 2019 herangezogen. Der November wird dann durch die Anzahl der Tage des Novembers dividiert (30) und mit der Anzahl der Lockdowntage (bis 6. Dezember 2020 sind es 20) multipliziert. Es werden also zwei Drittel des Novemberumsatzes für die körpernahen Dienstleistungen und den Handel herangezogen und mit dem jeweiligen Umsatzersatz mulipliziert.

Beispiel: Friseur mit 9000 Euro Monatsumsatz im November 2019: 9000*2/3=6000 *0,8= 4800 Euro Umsatzersatz.

Hat das Unternehmen beispielsweise im November 2019 noch nicht existiert, wird die durchschnittliche Umsatzsteuervoranmeldung 2020 als Bemessungsgrundlage verwendet.

Gegenrechnung von Hilfen

Bestimmte Covid-19-Förderungen können den maximal auszahlbaren Höchstbetrag des erweiterten Umsatzersatzes verringern:

  • Covid-19-Kredithaftungen im Ausmaß von 100 Prozent, die noch nicht zurückbezahlt wurden.
  • Covid-19-Zuwendungen von Bundesländern, Gemeinden oder regionalen Wirtschafts- und Tourismusfonds.
  • Bestimmte Covid-19-Zuschüsse aus dem Non-Profit-Organisationen Unterstützungsfonds.


Staffelung im Handel: Wer bekommt wie viel Umsatzersatz?

Der Handel wird mit einer Staffelung zwischen 20 und 60 Prozent entschädigt (Angabe in Klammer ist der entsprechende ÖNACE-Code).

20% Umsatzersatz

  • Handel mit Kraftwagen (G4511, G4519)
  • Einzelhandel (EH) Kraftwagenteile und
    -zubehör (G4532)
  • Handel und Reparatur von Krafträdern (G4540)
  • EH Telekommunikationsgeräte (G4742)
  • EH Unterhaltungselektronik (G4743)
  • EH Elektr. Haushaltsgeräte (G4754)
  • EH Möbel und Einrichtungsgegenstände (G4759)

40% Umsatzersatz

  • EH Datenverarbeitungsgeräte (G4741)
  • EH Textilien (G4751)
  • EH Metallwaren und Baubedarf (G4752)
  • EH Vorhänge, Teppiche und Tapeten (G4753)
  • EH Bücher (G4761)
  • EH Zeitschriften und Bürobedarf (G4762)
  • EH Bespielte Ton- und Bildträger (G4763)
  • EH Fahrräder und Sportartikel (G4764)
  • EH Spielwaren (G4765)
  • EH Körperpflegemittel (G4775)
  • EH Uhren und Schmuck (G4777)
  • Sonst. EH in Verkaufsräumen (G4778)
  • EH Antiquitäten und Gebrauchtwaren (G4779)
  • EH Sonst. Güter an Verkaufsständen (G4789)
  • Sonst. Einzelhandel mit Waren       
    verschiedener Art (G4719)

60% Umsatzersatz:

  • EH Schuhe und Lederwaren (G4772)
  • EH Bekleidung (G4771)
  • EH Blumen, Pflanzen und lebende Tiere (G4776)
  • EH Bekleidung an Verkaufsständen (G4782)

 

Achtung!
Im Antrag auf FinanzOnline ist jene Kategorie auszuwählen, in der mehrheitlich Handelsumsätze erwirtschaftet werden.


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