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Ernst Polsterer-Kattus: Schaumweinsteuer gar nicht prickelnd für die Wirtschaft

Die 2014 unter massiver Kritik wieder eingeführte Steuer sorgt seitdem für Katerstimmung in der Branche. Anlässlich des Tags des österreichischen Sekts am 22. Oktober fordert die Branche erneut, die Steuer abzuschaffen.

Kattus
© Anna Stöcher/Kattus

Die Schaumweinsteuer, oder auch „Sektsteuer” genannt, wurde 2005 abgeschafft. „Völlig zu Recht, denn Berechnungen hatten gezeigt, dass der Verwaltungsaufwand in keiner Relation zu den Mehreinnahmen für den Fiskus stand”, erklärt Ernst Polsterer-Kattus, Sprecher der Sektindustrie der Wirtschaftskammer Wien. 2014 wurde die Steuer unter großem Protest der Branche erneut eingeführt. Heimische Konsumenten trinken jedes Jahr etwa 24 Millionen Flaschen Sekt, das entspricht 18 Millionen Liter. Eine schöne Zahl, aber Feierlaune - z.B. anlässlich des Tags des österreichischen Sekts am 22. Oktober - kommt nicht auf, vielmehr regelrechte Katerstimmung. „Unsere heimischen Produzenten haben durch die Steuer einen enormen Wettbewerbsnachteil. Gleichzeitig hat der Staat nichts davon außer einer Vorzeige-Luxussteuer, die de facto kaum was in die Staatskasse spült”, kritisiert Polsterer-Kattus.

„Der Versuch Schaumweinsteuer ist gescheitert. Sie spült de facto kaum was in die Staatskasse.”
Ernst Polsterer-Kattus, Sprecher der Sektindustrie

Zur Kasse gebeten wird nur der Produzent

Durch die Schaumweinsteuer wird jede 0,75-Liter-Flasche heimischen Sekts um 90 Cent teurer - das entspricht einer Preiserhöhung von rund 25 Prozent, bezogen auf den Durchschnittspreis einer Flasche im Supermarkt. 150 Sektproduzenten in Österreich sind von der Steuer betroffen, zehn davon in Wien. Ausländische Produkte wie Frizzante oder Prosecco sind wegen des geringen Flaschendrucks dagegen nicht steuerpflichtig. Zur Kasse gebeten wird nur der Produzent, dessen Schaumwein entweder einen Kohlensäureüberdruck von mindestens drei Bar (bei 20 Grad Celsius) oder einen Schaumweinkorken mit besonderer Haltvorrichtung vorweist. „Das Vorhaben des Österreichischen Sektkommitees, den Marktanteil von heimischem Sekt von derzeit 30 auf 50 Prozent zu erhöhen, ist mit der Steuer so gut wie zum Scheitern verurteilt.” Von den 18,5 Millionen Euro, die sich der Fiskus von der Schwaumweinsteuer versprochen hatte, bleiben nach den Abzügen gerade einmal 2,5 Millionen Euro über. Und: Nicht nur der Sektabsatz ist seit 2013 um rund 25 Prozent zurückgegangen, auch Arbeitsplätze gingen verloren. „Der Versuch Schaumweinsteuer ist gescheitert, jetzt ist es an der Zeit, diese endlich abzuschaffen”, sagt Polsterer-Kattus.


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