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Erneuerbare Energie im Fokus

Wie kann eine Transformation zu einer umweltschonenden Energiepolitik funktionieren? Der Wiener Wirtschaftskreis begibt sich auf die Suche nach umsetzbaren Handlungsvorschlägen.

Gemeinsam nachdenken: Die Experten des Wiener Wirtschaftskreises erarbeiten umsetzbare Lösungen für eine umweltschonende Energiepolitik.
© Florian Wieser Gemeinsam nachdenken: Die Experten des Wiener Wirtschaftskreises erarbeiten umsetzbare Lösungen für eine umweltschonende Energiepolitik.

Der derzeitige Anteil fossiler Brennstoffe an Primärenergie bewegt sich im Bereich zwischen 70 und 80 Prozent. Umweltschonende und erneuerbare Energiequellen wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft könnten diese ersetzen. Um dieses Vorhaben langfristig umsetzen zu können, bedarf es jedoch nachhaltiger Strategien. Seiner Devise folgend, versucht der Wiener Wirtschaftskreis, solche zukunftsweisenden Strategien für die Energie- und Umweltpolitik auszuarbeiten. In seiner letzten Sitzung begab sich der Thinktank der Wirtschaftskammer Wien deshalb gemeinsam mit Markus Haider, Vorstand des Instituts für Energietechnik und Thermodynamik an der TU Wien, auf die Suche nach Wegen zu einem nachhaltigen (defossilierten) Energiesystem und diskutierte Handlungsvorschläge zur Umsetzung eines solchen Energiesystems.

„Die Herausforderungen an eine umweltfreundliche Energiepolitik lassen sich nur dann bewältigen, wenn vor Entscheidungen über mögliche Investitionen auch Aufwand und Nutzen berücksichtigt werden, sich der Staat bei lokalen Projekten auf fördernde und regulative Maßnahmen beschränkt und bei globalen Projekten weitreichende Entscheidungen mit ausgewiesenen Fachleuten trifft“
Rudolf Taschner

Umweltschonenden Energiepolitik

„Will man in Österreich, einem typischen hoch entwickelten Land mit einem hohen Lebensstandard der Bevölkerung, das Ziel erreichen, Energie zu mehr als 90 Prozent aus nicht fossilen Quellen zu beziehen, hat man einiges zu bedenken”, betont der Mathematiker und Vorsitzende des Wiener Wirtschaftskreises, Rudolf Taschner. Denn: Selbst wenn der derzeitige Energieverbrauch halbiert werden würde, müsste sich laut Taschner der Stromanteil zumindest verdoppeln. Wie dieser Mehrbedarf an elektrischer Energie gedeckt werden soll, besprechen die Experten des Wiener Wirtschaftskreises und kommen auf das Stichwort Sonnenenergie: „Das Ziel einer umweltschonenden Energiepolitik besteht darin, bevorzugt jene Energiequellen zu nutzen, die von der von der Erdoberfläche empfangenen Sonnenenergie herrühren”, erklärt Taschner das Potenzial dieser Energiequelle. Denn: Pro Quadratmeter empfangen wir eine Kilowattstunde Sonnenenergie, die zwar in großen Teilen reflektiert, gestreut oder absorbiert wird, jedoch mehr als zehn Prozent davon gelangt als verwertbare Strahlungsenergie auf die Erdoberfläche. Damit könnte der benötigte Mehrbedarf an Strom - unter Berücksichtigung der Energiespeicherung und des Transports - mehrfach gedeckt werden. Bei der Umsetzung von Alternativen zur bisherigen Energiegewinnung sieht der Thinktank der Wiener Wirtschaft die Energiepolitik gefordert.

 

Handlungsvorschläge des Wiener Wirtschaftskreises

  • Zubau von Photovoltaik und Windanlagen
  • Import von grünem Wasserstoff und Einbindung in die internationale Wasserstoff-Logistik
  • thermische Sanierung/Isolierung im Wohn-und Dienstleistungsbereich
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrs
  • Ausbau der Elektromobilität auf umweltschonender Basis
  • Nutzung von Dampfkraft (Kraft-Wärme-Kopplung) aus Müllverbrennung
  • Begrünung von Dächern und Fassaden
  • Nutzung von grünem Erdgas oder Wasserstoff für Gebäude, Schwerverkehr etc.


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