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Erfolgreiches Nachfolgemanagement: Chancen nützen, Risiken erkennen

Die Wiener UnternehmensberaterInnen unterstützen bei Übergabe und Übernahme

ubit
© Fotolia/contrastwerkstatt

Wer über viele Jahre ein Unternehmen auf dem Markt aufgebaut und als Marke etabliert hat, kommt früher oder später zur Frage, wie denn die Nachfolge geregelt werden wird und an wen das Unternehmen weitergegeben werden soll. Auf der anderen Seite stehen jene, die sich den Traum der Selbstständigkeit erfüllen wollen und auf der Suche nach einem Betrieb sind, den sie übernehmen können. Für beide Seiten gibt es in dieser Situation einiges zu beachten. Mag. Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT) der WKW Wien und Mag. Claudia M Strohmaier, Berufsgruppensprecherin Unternehmensberatung der Wiener UBIT, haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

„In Österreich sind bis 2024 rund 40.000 Betriebe auf der Suche nach einem Nachfolger. Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens kann gegenüber einer Neugründung viele Vorteile bieten, etwa einen vorhandenen Kundenstock, gute Lieferantenbeziehungen oder bestens geschulte MitarbeiterInnen“
Martin Puaschitz

Wer auf der anderen Seite seinen Betrieb einem Nachfolger übergibt, kann damit für den Fortbestand seines Lebenswerks sowie die Erhaltung von Arbeitsplätzen sorgen. „Damit Übernahmen für beide Seiten erfolgreich über die Bühne gehen, ist es essentiell, sich schon lange vorab mit den betriebswirtschaftlichen wie rechtlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen.“

Tipps für ÜbergeberInnen

„Als Faustregel gilt: Je länger man sich vor dem Verkauf damit beschäftigt, umso wahrscheinlicher ist es, nicht nur eine finanziell lukrative, sondern auch persönlich zufriedenstellende Lösung zu finden“, rät die Berufsgruppensprecherin Unternehmensberatung der Fachgruppe UBIT, Claudia M Strohmaier. Fünf Jahre vor der Übergabe sollte der Prozess gestartet werden.

  1. Externe Hilfe
    Als einen ersten Schritt sollte das Unternehmen von einer externen Unternehmensberaterin, einem externen Unternehmensberater bewertet werden. So wird festgestellt, welchen Wert der Betrieb aktuell hat, welche Potenziale vorhanden sind, um diesen Wert bis zur Übergabe zu steigern bzw. zu halten. Ebenso werden Schwachstellen professionell erkannt und den UnternehmerInnen bleibt ausreichend Zeit, um diese Punkte abzuarbeiten.
  2. Die Zeit danach
    Wer ein Arbeitsleben lang in den Aufbau des eigenen Betriebs gesteckt hat, kann sich „ein Leben danach“ oft nicht vorstellen. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, womit die Zeit nach der Übergabe sinnstiftend gefüllt werden kann
  3. Schritt für Schritt
    Ein schrittweiser Rückzug kann vor allem bei Familienbetrieben, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, eine ideale Lösung sein. Hier sollte ein Zeitplan erstellt werden, wann welche Kompetenzen nach und nach abgegeben werden
  4. Veränderungen akzeptieren
    Sollte man sich dafür entscheiden, dem Unternehmen auch nach erfolgter Übergabe weiterhin etwa als Beirat zur Verfügung zu stehen, ist es wichtig, Unternehmensentscheidungen zu akzeptieren. So kann sich das Unternehmen unter der neuen Führung entwickeln und man sichert nicht zuletzt den (Familien-)Frieden.

Tipps für ÜbernehmerInnen

„Der Traum vom eigenen Geschäft, vom eigenen Betrieb ist durch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oft einfacher zu erfüllen als mit einer Neugründung. Doch damit aus dem Traum kein Alptraum wird, ist gute Planung ein Muss“, gibt Strohmaier mit auf den Weg

  1. Vorlaufzeit
    Wenn der Entschluss zur Übernahme einmal getroffen ist, sollte es eine ausreichende Vorlaufzeit geben, um sich auf die Situation einzustellen. Vorschnelle Entscheidungen gehen zu oft nach hinten lo
  2. Branchenkenntnisse
    Für wirtschaftlichen Erfolg des neu übernommenen Erfolgs sind umfangreiche Branchenkenntnisse von großer Bedeutung. Praktische Erfahrung in der gewählten Branche sind durch nichts zu ersetzen
  3. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse
    Wer ein Profi seiner Zunft ist, muss noch lange kein/e geborene/r UnternehmerIn sein. In Workshops kann man sich das nötige betriebswirtschaftliche Basiswissen holen und sich auf das Unternehmertun mit all seinen Chancen und Herausforderungen vorbereiten
  4. Unterstützung suchen
    Ist das Objekt der Begierde gefunden, gilt es, den Unternehmenswert professionell ermitteln zu lassen. Externe UnternehmensberaterInnen nehmen den Betrieb genau unter die Lupe, prüfen die Bilanzen der letzten Jahre und sorgen damit dafür, dass man nicht „die Katze im Sack“ kauft und auf unangenehme und letztlich teure Überraschungen stößt.
  5. Zeitdruck kontern
    Vom Kauf ist abzuraten, wenn der Verkäufer, die Verkäuferin zeitlichen Druck ausübt, etwa mit der Vorgabe, noch weitere InteressentInnen zu haben.

Nach der erfolgten Übernahme gilt es, den Betrieb auf Kurs zu halten. Mit dem Know how eines/r externen UnternehmensberaterIn sichern sich Neo-UnternehmerInnen ihre SparingpartnerInnen, die sie professionell unterstützen und beim Einstieg ins Unternehmertum stärken. Strohmaier betont: „Mit starken Partnerinnen und Partnern im Hintergrund gelingt der Schritt zur erfolgreichen Betriebsübernahme. Nur wer auf externe Expertinnen und Experten setzt, kann sicher sein, einen professionellen und unabhängigen Blick auf Chancen und Risiken zu erhalten und gleichzeitig die richtigen Lösungswege aufgezeigt zu bekommen.“ Puaschitz rät: „Die Wirtschaftskammer vergibt Förderungen für die Hilfe durch UnternehmensberaterInnen. Auf www.unternehmensberatung.wien findet man geeignete BeraterInnen, unter www.nachfolgeboerse.at Unternehmen, die einen Nachfolger suchen oder potentielle Nachfolger, die ein Unternehmen suchen.“


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