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Eppler: Echte Handwerksarbeit ist kein standardisiertes Massenprodukt

Wiens Innungsmeister Alexander Eppler zur Geiz-ist-geil-Mentalität und dem Umstand, dass Handwerker heute jeden Schritt ihrer Arbeit dokumentieren müssen. Ein besonderes Anliegen ist dem Branchenvertreter die Aus- und Weiterbildung von Unternehmern und Mitarbeitern.

Innungsmeister Alexander Eppler
© Foto Wilke Innungsmeister Alexander Eppler

„Wir Unternehmer müssen heute schon fast bessere Juristen als Handwerker sein - und unsere Mitarbeiter bessere Fotografen”, seufzt Alexander Eppler, wenn er vom Berufsalltag in seinen Branchen spricht. Als Innungsmeister der Wiener Dachdecker, Glaser und Spengler vertritt er gut 500 Handwerksbetriebe. Wie in allen baunahen Branchen sei der Dokumentationsaufwand in den letzten Jahren enorm gestiegen.

„Aus Eigenschutz muss heute jeder noch so kleine Arbeitsschritt fotografiert und dokumentiert werden, um nachträglich nachweisen zu können, dass korrekt gearbeitet wurde”
Alexander Eppler

Wer zum Beispiel nur um Millimeter von Ö-Normen abweiche, sei heute sofort mit Forderungen nach Preisverkürzung konfrontiert - auch wenn Sicherheit oder Ästhetik dadurch gar nicht tangiert sind, klagt Eppler. Auch wenn er betont, dass Normen und Vorschriften natürlich einzuhalten seien, würde er sich manchmal mehr Augenmaß von Kunden und Sachverständigen wünschen.

Fachgerechte Arbeit macht den Unterschied

Die Innung bietet ihren Mitgliedern übrigens ein kostengünstiges Paket von 30 frei wählbaren Normen an - ein wichtiges Tool, um auf dem Laufenden zu bleiben. Zu neuen Normen werden zusätzlich Info-Veranstaltungen und Workshops angeboten. Wie in allen baunahen Branchen ist die Konkurrenz auch bei Dachdeckern, Glasern und Spenglern groß, einerseits durch Mitbewerber aus östlichen EU-Ländern, aber auch aus den angrenzenden Bundesländern. Auf vielen Wiener Baustellen sehe man kaum ein Firmenauto mit Wiener Kennzeichen, sagt Eppler. Auch der Preisdruck in seinen Branchen ist hoch. Er hält es für grundfalsch, bei Angeboten den Preis als einziges Kriterium zu nehmen. „Handwerk ist kein Standardprodukt, hier macht die fachgerechte Arbeit den Unterschied.” Kunden sollten eklatante Preisunterschiede zwischen Handwerksbetrieben daher stets kritisch hinterfragen. „Geiz ist da selten geil”, so Eppler. Eine Voraussetzung für gute Arbeit ist eine gute Ausbildung. Hier liegt auch ein Schwerpunkt der Innung, die regelmäßig mit Lehrlingscastings versucht, Jugendliche für die Branchen zu gewinnen. Was sich langsam bezahlt macht. „Aktuell sehen die Lehrlingszahlen ganz gut aus”, so Eppler. Und heuer ist es auch endlich gelungen, den Blockunterricht in der Spengler-Berufsschule umzusetzen - ein langjähriger Branchenwunsch, wie er betont.

Klimaschutz als Zukunftsthema

Klimaschutz hält Eppler für ein wichtiges Zukunftsthema in seinen Branchen. Das Thema Dach - zum Beispiel als Untergrund für Begrünungen oder als Träger für Solar- und Photovoltaikanlagen - werde da noch eine wichtige Rolle spielen, meint der Innungsmeister. „Die Betriebe müssen darauf vorbereitet sein. Das sollte man nicht verschlafen.”

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