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Eine starke Vertretung ist wichtiger denn je

Mit der Übersiedlung ins neue Haus der Wiener Wirtschaft hat die Wirtschaftskammer Wien auch die politische Interessenvertretung für Betriebe neu strukturiert. Viele Erfolge wurden bereits verbucht, viele Forderungen zur Entlastung von Betrieben stehen noch auf dem Programm.

Walter Ruck
© Christian Skalnik

Die Wirtschaftskammer Wien unterstützt ihre Mitglieder mit zahlreichen Services, ist einer der größten privaten Bildungsanbieter im Land und vertritt die Interessen der Unternehmer auf politischer Ebene. Viele Forderungen wurden bereits umgesetzt. Beispielsweise hat die WK Wien im Herbst 2016 erstmals die Idee präsentiert, einen Standortanwalt einzusetzen, der bei wichtigen Infrastrukturprojekten wie dem Lobautunnel oder der dritten Piste am Flughafen Wien hinzugezogen wird. Dadurch sollen ein Interessenausgleich geschaffen und die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Die Idee wurde umgesetzt. Die Standortanwaltschaft nimmt im Juli offiziell ihre Arbeit auf und ist in den Landes-Wirtschaftskammern verankert.

Frisches Kapital für KMU über die Wiener Börse

„Unternehmen, die expandieren und investieren wollen, benötigen Kapital - und zwar Eigenkapital, nicht nur Fremdkapital”, betont Walter Ruck, Präsident der WK Wien. So hat er sich gemeinsam mit Christoph Boschan, dem Chef der Wiener Börse, für eine Öffnung des sogenannten Dritten Markts eingesetzt. Auch diese Forderung wurde umgesetzt. Seit Jänner sind der „direct market” und der „direct market plus” für KMU zugänglich. Hier können Unternehmen einfacher und kostengünstiger Inhaberaktien begeben und Kapital aufnehmen. Diese beiden Marktsegmente sind für KMU oder junge, stark wachsende Betriebe ideal für den Einstieg an der Börse.

Weniger Bürokratie

Von den Erleichterungen bei der Genehmigung für Betriebsanlagen profitiert vor allem die gewerbliche Wirtschaft. So werden durch die neue Genehmigungsfreistellungsverordnung knapp 20 Prozent aller Verfahren eingespart, wovon langfristig bis zu 90.000 Unternehmen profitieren werden. Durch das Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz ist es jetzt viel einfacher festzustellen, ob eine Beschäftigung selbstständig ausgeübt wird oder ob sie als unselbstständige Erwerbstätigkeit einzustufen ist. Das gibt Auftraggebern und Auftragnehmern Rechtssicherheit.

Fernbusterminal kommt

Lange hat sich die WK Wien für einen modernen neuen Fernbusterminal stark gemacht, jetzt wird er neben dem Dusika-Stadion in der Leopoldstadt realisiert. „Der Standort ist eine sehr gute Wahl und erfüllt viele der Voraussetzungen, um einen Terminal zu einem Erfolg werden zu lassen. Er ist an das hochrangige Straßennetz und an die Öffis gut angebunden”, freut sich Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr der WK Wien.

Moderne Event-Location

Ein weiteres Großprojekt, für das sich die WK Wien eingesetzt hat, wird ebenfalls umgesetzt: In Neu-Marx wird eine neue Mega-Eventhalle gebaut. „Sowohl was Anbindung, Umgebung als auch Akzeptanz der Bevölkerung betrifft, ist der Standort perfekt geeignet”, meint Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WK Wien. Er spricht sich für eine zügige Realisierung und die Einrichtung eines Eventboards aus, das Veranstaltungen koordiniert und Wien als Eventstandort international vermarktet. 

Erfolg bei Bildung und Lehre

Auf Initiative der Wirtschaftskammern wurde die Qualifikation eines Meisters laut Nationalem Qualifikationsrahmen (NQR) auf die gleiche Bildungsstufe wie der Ingenieur oder der akademische Abschluss Bachelor gestellt. „Die Meisterprüfung bekommt nun endlich die Anerkennung, die sie verdient. Damit wird eine bessere Vergleichbarkeit von beruflichen Abschlüssen auf nationaler und internationaler Ebene geschaffen”, freut sich Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk der WK Wien. Außerdem wurden die Förderung für Lehrbetriebe deutlich erhöht und der Zugang zu Schlüsselarbeitskräften aus Drittstaaten über die Rot-Weiß-Rot-Karte erleichtert. Darüber hinaus gibt es eine lange Liste an branchenspezifischen Verbesserungen, wie die gesetzliche Grundlage für Winterschanigärten in der Gastronomie, Erleichterungen im Wiener Veranstaltungsgesetz und vieles mehr.

Breitbandausbau - wienweite Umfrage gestartet

Wirtschaftlicher Erfolg hängt auch davon ab, wie gut digitale Lösungen umgesetzt werden können. Die Basis dafür ist schnelles Internet, denn ohne die richtige Infrastruktur ist Digitalisierung nicht möglich.  Martin Heimhilcher, Spartenobmann Information und Consulting, sagt: „Breitband-Internet sollte mittlerweile zur Basisinfrastruktur gehören - wie Strom- oder Kanalanschlüsse. Dennoch gibt es vor allem in Randlagen Wiens, wo viele Unternehmen angesiedelt sind, weiße Flecken bei der Versorgung mit schnellem Internet. Aber auch aus innerstädtischen Gebieten erreichen uns immer wieder Beschwerden.” Im Betriebsgebiet Liesing mit 560 Unternehmen und 7000 Mitarbeitern seien beispielsweise 45 Prozent der Betriebe mit der niedrigen Geschwindigkeit ihres Internetanschlusses unzufrieden.

„Breitband-Internet muss wie Strom zur Basis-Infrastruktur werden.”
Martin Heimhilcher, Spartenobmann Information &Consulting

Ist-Situation erheben

Um die Situation in Wien besser zu analysieren und den genauen Bedarf zu erheben, startet die Sparte Information und Consulting eine breite Umfrage unter allen Mitgliedern der Wirtschaftskammer Wien. Damit soll der Status der Internet-Versorgung von Wiener Betrieben mit validen Daten aus allen Teilen der Stadt untermauert werden. Denn es ist davon auszugehen, dass sich der Bedarf an Breitband bei Unternehmen bis 2020 vervielfacht. Der Datenverkehr steigt vor allem durch komplexe Anwendungen wie Cloud-Lösungen. Auch der mobile Datenverkehr wird zunehmen. Und weitere Start-ups werden sich nur dort ansiedeln, wo es schnelles Internet gibt. „Daher braucht es die neue 5G-Technologie und dafür wiederum Glasfaserverbindungen”, sagt Heimhilcher.

Die Sparte Information und Consulting fordert daher 

  • Breitband-Versorgung in Wien so rasch es geht ausbauen.
  • Bauprojekte koordinieren: Informationsaustausch mit den Infrastrukturunternehmen, wo gebaut wird, damit gleich Glasfaser mitverlegt werden kann. Im Sinne der Kosteneffizienz sollen bei Neuverlegungen bzw. Sanierungsarbeiten an den Kanalnetzen bereits Leerverrohrungen gelegt werden, die bei Bedarf rasch verwendet werden können.
  • 5G muss forciert werden.

Mehr Steuergerechtigkeit

Österreich hat eine der höchsten Abgabenquoten der Welt. Während die österreichischen Steuerzahler die Abgabenlast schultern müssen, tragen multinationale Konzerne und Unternehmen der Digital Economy, wie Amazon, Airbnb oder Uber, nur wenig zu den staatlichen Steuereinnahmen bei. Durch Gewinnverlagerung zahlen sie etwa ein Drittel weniger Körperschaftsteuer (Köst) als österreichische Betriebe. Österreich entgeht damit pro Jahr knapp eine Milliarde Euro. Unternehmen der digitalen Wirtschaft zahlen von ihren Erträgen im Schnitt nur 9,5 Prozent Steuern - heimische Betriebe dagegen 23,5 Prozent. Die Wirtschaftskammer Wien fordert daher, dass Schlupflöcher für internationale Konzerne geschlossen werden. Steuerliche Gerechtigkeit und Fairness für heimische Unternehmen müssen hergestellt werden gegenüber der Sharing Economy und digitalen Plattformen, internationalen Konzernen, anderen Steuerpflichtigen in Österreich, etwa durch Abschaffung der Mindestköst, dem Fiskus durch Abschaffung von Bagatellsteuern und der kalten Progression.


Alle Infos auf einen Blick

Neben dem Breitbandausbau und den Maßnahmen zu mehr Steuergerechtigkeit gibt es noch viele weitere Konzepte und Verbesserungen für Betriebe, für die sich die WK Wien stark macht. Eine wichtige Basis dafür ist die Zukunftsvereinbarung für Wien zwischen der Stadt Wien und der WK Wien. Themenkonzepte gibt es unter anderem zum Wirtschaftsstandort, zu Wachstum, Innovation und Beschäftigung, zu Bildung und Fachkräftesicherung, zum weiteren Bürokratieabbau und vielem mehr. Alle Broschüren dazu unter: wko.at/wien/fuerwien


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