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Ein größeres Stück vom 5 Milliarden Euro-Kuchen

Die Stadt Wien hat einen neuen Beschaffungsleitfaden erarbeitet, der Wiener Betrieben bei Auftragsvergaben der Stadt künftig bessere Chancen geben soll. Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck hat einen solchen „Wien-Bonus” schon lange gefordert. Er rechnet mit 5000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Wien und 650 Millionen Euro zusätzlicher Wertschöpfung in ganz Österreich durch diese Maßnahme.

WKW-Präsident Walter Ruck (l.) fordert seit Jahren einen besseren Zugang für Wiener Betriebe zu Aufträgen der Stadt Wien. Bürgermeister Michael Ludwig (r.) hat nun einen neuen Beschaffungsleitfaden erarbeiten lassen, der dieses Ziel erreichen soll.
© Florian Wieser WKW-Präsident Walter Ruck (l.) fordert seit Jahren einen besseren Zugang für Wiener Betriebe zu Aufträgen der Stadt Wien. Bürgermeister Michael Ludwig (r.) hat nun einen neuen Beschaffungsleitfaden erarbeiten lassen, der dieses Ziel erreichen soll.

Öffentliche Stellen unterliegen bei Auftragsvergaben dem Vergaberecht. Es stellt sicher, dass öffentliche Aufträge ab einer bestimmten Höhe an den Bestbieter vergeben werden und die Mittel damit bestmöglich eingesetzt werden.Auch die Stadt Wien muss sich an das Vergaberecht halten. In der Praxis bedeutet das, dass sich auch Unternehmen anderer Bundesländer - und ab gewissen Höhen auch anderer EU-Länder - um Aufträge der Stadt Wien bewerben dürfen und auch sehr oft zum Zug kommen. Dabei geht es um jede Menge Geld: Pro Jahr vergibt die Stadt Aufträge im Umfang von rund fünf Milliarden Euro. Wiener Betriebe sehen davon meist nur wenig.

„Der Wien-Bonus bringt mehr Umsatz für die regionale Wirtschaft.”
Walter Ruck, WK Wien-Präsident

Die Wirtschaftskammer Wien fordert daher schon seit Jahren, dass die Stadt Wien nach Möglichkeiten sucht, wie Wiener Betriebe im Rahmen des Vergaberechts zu mehr städtischen Aufträgen als bisher kommen können. Solche Möglichkeiten haben die Experten der Stadt Wien nun erarbeitet und in einem neuen Beschaffungsleitfaden zusammengefasst.

„Wiener Betriebe bekommen die besten Chancen im Wettbewerb.”
Michael Ludwig, Bürgermeister

„Die Stadt Wien wird in Zukunft bei der Vergabe von Aufträgen noch stärker darauf achten, dass regionale und ökologische Kriterien eine entscheidende Rolle spielen”, erklärt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig.  Den Wiener Unternehmen würden damit die besten Chancen im wirtschaftlichen Wettbewerb eingeräumt. Das wirke sich positiv auf den Wirtschaftsstandort, den Arbeitsmarkt und die regionale Nachhaltigkeit aus.

650 Millionen Euro BIP-Beitrag

Wie groß der wirtschaftliche Effekt des „Wien-Bonus” ist, errechneten die Experten der WK Wien. „Pro halber Milliarde Euro Auftragsvolumen für die Wiener Unternehmen entstehen 5000 neue Arbeitsplätze in der Stadt und eine zusätzliche Wertschöpfung von 450 Millionen Euro”, informiert WK Wien-Präsident Walter Ruck. Branchen, die vom Wien-Bonus besonders stark profitieren, seien der Bausektor, der Dienstleistungssektor und der Handel. Der positive Effekt strahle zudem über die Grenzen Wiens hinaus aus - und schaffe in den anderen Bundesländern weitere 1600 Arbeitsplätze und insgesamt 650 Millionen Euro Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Durch den Beschaffungsleitfaden würden künftig vor allem kleinere Betriebe leichter Zugang zu Stadt-Aufträgen erhalten.

Entsprechend positiv reagierten bereits die Vertreter jener Wiener Branchen, die sich durch den „Wien-Bonus” eine Verbesserung für die Wiener Unternehmen erwarten. So sagte etwa der Innungsmeister des Wiener Baugewerbes, Rainer Pawlick, dass die Maßnahmen auch zur besseren Ausbildung von Lehrlingen und Fachkräften führen werde. Auch die Wiener Kaufkraft werde dadurch gestärkt, denn mehr Beschäftigung am Standort bedeute ein höheres verfügbares Einkommen, was den Konsum fördert.

  • 5,01 Milliarden
    Euro plant die Stadt Wien im heurigen Jahr
    an sogenannten nachfragewirksamen Ausgaben - also Ausgaben, die einen unmittelbaren Effekt auf die Wirtschaftsleistung haben.
  • 500 Millionen
    Euro wird von den Experten als zusätzlich angestrebtes Volumen für Wiener Betriebe geschätzt. Damit würde jeder zehnte von der Stadt Wien ausgegebene Euro zusätzlich in der Stadt bleiben.
  • 5000
    neue Arbeitsplätze entstehen in der Stadt
    pro halber Milliarde Euro Auftragsvolumen der Stadt, wenn dieses zusätzlich an Wiener Betriebe geht, errechneten die Experten der
    Wirtschaftskammer Wien.
  • 450 Millionen
    Euro an zusätzlicher Wertschöpfung kann
    allein in Wien für jede halbe Milliarde Euro an Aufträgen, die Wiener Betriebe bekommen, generiert werden. Besonders stark profitieren der Bau, Dienstleister und der Handel.
  • 1600
    überregionale Arbeitsplätze entstehen wegen der Vernetzung der Wiener Wirtschaft über die Stadtgrenzen hinaus durch nachgelagerte Wirtschaftszweige und Zulieferbetriebe außerhalb Wiens.
  • 650 Millionen
    Euro macht der Beitrag zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt aus, wenn eine halbe Milliarde Euro an städtischen Aufträgen an Wiener Unternehmen vergeben werden.

 

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