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Ein Vater geht für seinen Sohn voran

Werner Pichler hat mit 57 Jahren sein Angestellten-Dasein aufgegeben und sich als Optiker selbstständig gemacht. Die harte Arbeit und das Risiko nahm er gerne auf sich - für seinen Sohn Marco.

Optiker Werner Pichler und sein Sohn Marco Pichler bieten in ihrem „Wohnzimmer für Brillenträger” auch Brillen gefertigt aus Schallplatten.
© wkw/pippan Optiker Werner Pichler und sein Sohn Marco Pichler bieten in ihrem „Wohnzimmer für Brillenträger” auch Brillen gefertigt aus Schallplatten.

Eigentlich hätte es sich Werner Pichler im Leben leichter machen können. Denn der gelernte Fein- und Augenoptiker war sein Leben lang Angestellter und dabei erfolgreich. Doch mit den Jahren sah er immer weniger Entwicklungsmöglichkeit für sich. Und so begann er, den Sprung in die Selbstständigkeit zu planen.

„Schon mit 25 Jahren hatte ich den Wunsch nach Selbstständigkeit, aber ich hatte mich nie richtig getraut - wegen der Unsicherheit und der Familie”
Werner Pichler

Mit 57 Jahren war er schließlich mutig genug. Nach dreijähriger Vorbereitung eröffnete er in der Praterstraße im 2. Bezirk sein eigenes Geschäft, Optik Visionär. „Das Einzugsgebiet ist hier ganz toll. Wir haben die U-Bahn und viel Gastronomie, außerdem wohnen und arbeiten viele Menschen in unserem Grätzel”, sagt Pichler. Mit dem Lokal hatte er viel Glück - es wurde gerade frei, Pichler konnte rasch hinein.

Wohnzimmer-Atmosphäre für Kunden

All das war vor zwei Jahren. Heute hat sich sein Geschäft in der Gegend gut etabliert. Auf 60 Quadratmetern bietet er seinen Kunden „eine Wohnzimmer-Atmosphäre”, wie er sagt, und im hinteren Bereich eine Werkstatt. „Unsere Kunden können so lange bleiben, wie sie wollen, und in aller Ruhe gustieren und probieren”, erzählt Pichler. Und: „Beim Verkauf denken wir nicht an diese eine Brille, sondern schon auch an die nächste. Der Kunde soll das bekommen, was er wirklich braucht - dann ist er langfristig zufrieden und kommt wieder”, ist Pichler überzeugt. Was der Kunde wirklich braucht, sei nicht immer, was er am Anfang der Beratung wolle.Wenn Pichler von „wir” spricht, dann meint er sich und seinen Sohn Marco. Denn dieser ist der Hauptgrund, warum sich Pichler doch noch selbstständig gemacht hat. Marco lernt gerade den Optikerberuf und will den Betrieb in ein paar Jahren übernehmen. „Ich mache das alles für meinen Sohn”, erzählt der Vater. Ohne ihn würde er das nicht auf sich nehmen.

Mit Brillen Akzente setzen

Neben normalen Kassenbrillen gibt es bei den Pichlers auch kreative, exotische und exklusive Linien. Ein ganz besonderes Highlight ist eine Designer-Linie aus Budapest, bei der der Brillenrahmen aus alten Schallplatten hergestellt wird. Man kann sich sogar aus seiner einstigen Lieblingsschallplatte seine eigene Brille fertig lassen. „Die Brille ist ein Modeaccessoire geworden, mit dem viele Menschen einen besonderen Akzent setzen möchten”, sagt Sohn Marco. In der Zukunft wird er vielleicht gemeinsam mit Künstlern und Kunden individuelle entworfene Brillen selbst fertigen. Aber diese Idee steckt noch in den
Kinderschuhen.

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