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Ein Hoch auf Meister

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Walter Ruck
© ian ehm

Letzte Woche wurde aus gutem Grund gefeiert. Der Anlass: Die 315 neuen Wiener Meister, die in einem Festakt der Sparte Gewerbe und Handwerk ihre Meisterbriefe erhielten. Meister sind hoch gebildete Fachkräfte, die Unternehmen dringend brauchen. Und sie sind die Unternehmer und Ausbilder von morgen. Sie sorgen dafür, dass wertvolles Know-how am Standort erhalten bleibt, neue Unternehmen gegründet und bestehende fortgeführt werden.

"Man kann diese hochqualifizierten Fachkräfte daher nicht genug ehren, besonders in einer Gesellschaft wie unserer, die oft vergisst, dass Schulbildung allein noch keinen Meister macht. Und die oft nicht genug schätzt, dass unser aller Wohlstand auch wesentlich auf der Arbeit dieser Fachkräfte basiert."
Walter Ruck

Ausbildungen mit Leidenschaft und Ausdauer absolvieren

Im Gewerbe und Handwerk gibt es mehr als 100 Lehrberufe, unter denen Jugendliche das für sie Passende finden und mit dem sie den ersten Schritt in eine Fachkarriere setzen können - egal ob mit oder ohne Matura. Die Wirtschaftskammer Wien wird daher nicht nachlassen, auf diese Chancen hinzuweisen und sich für diese Fachkräfte einzusetzen. So wie wir es bereits erfolgreich für die Erhöhung der Förderung für die Meisterprüfung von 2000 auf 3000 Euro getan haben oder für die Aufnahme des Meisters in den Nationalen Qualifikationsrahmen. Die aus fünf Modulen inklusive Unternehmer- und Ausbilderprüfung bestehende Meisterprüfung steht nun zu Recht auf derselben Stufe wie ein Bachelor- und Ingenieur-Abschluss. Die Stärke des Wirtschaftsstandorts Wien liegt auch darin, dass junge Menschen diese Ausbildungen weiter mit Leidenschaft und Ausdauer absolvieren. Denn wie wir alle wissen, steckt viel Arbeit dahinter. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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