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Ehrliche vor Unredlichen schützen

Unterstützung ihrer Mitglieder sowie die Stärkung der Dienstleistungsqualität und des Branchenimages sind die wichtigsten Anliegen der Fachgruppe der Kleintransporteure. Dafür wird auch konsequent gegen Betriebe vorgegangen, die sich nicht an die Spielregeln halten.

Kleintransporteure
© Fotostudio Michael Strobl

Als Interessenvertreter ist es wichtig, Augen und Ohren immer bei den Betrieben zu haben. Für die Obfrau der Wiener Fachgruppe der Kleintransporteure, Katarina Pokorný, keine leichte Aufgabe. Die Branche zählt 2400 aktive Mitgliedsbetriebe und ist laut Pokorný kleinbetrieblich strukturiert. Es gibt 90 Prozent Ein-Personen-Unternehmen und auch viele Unternehmer mit Migrationshintergrund. Dass es sich beim Kleintransportgewerbe um ein freies Gewerbe handelt, führt zudem zu hoher Fluktuation in der Branche. Auch sei es laut Fachgruppe wünschenswert, den kaufmännischen Background vieler Mitglieder zu stärken.

„Der ehrliche Unternehmer darf nicht der Dumme sein.”
Katarina Pokorný, Fachgruppenobfrau

Am liebsten wäre es Pokorný daher, wenn angehende Mitglieder noch vor der Gewerbeanmeldung den Kontakt zur Fachgruppe suchen würden - was bei weitem nicht immer passiere. „Wir können lösungsorientiert beraten und Unterstützung anbieten”, sagt die Fachgruppenobfrau. Beratungs- und Informationsarbeit seien auch wesentliche Ziele der Interessenvertretung. „Wir wollen die Informationen, die wir bekommen, möglichst rasch eins zu eins zu den Unternehmern auf die Straße bringen.” Auch mit Ämtern, Behörden und Medien pflege die Fachgruppe gute Kontakte, um sie für die Anliegen der Branche zu sensibilisieren. Die meisten Kleintransporteure sind auf einen bestimmten Bereich spezialisiert, etwa Kurier-, Express- und Paketdienste, die Sendungen im Auftrag Dritter zustellen, Zusteller für Möbelhäuser, die oft auch gleich einen Gewerbeschein zum Zusammenbau der Möbel haben, Spezialtransporteure für heikle Güter wie Klaviere oder Übersiedlungsfirmen. Fahrradkuriere bilden allein aufgrund ihres Transportmittels eine eigene Gruppe. Speziell unter den Übersiedlungsfirmen tauchten in den letzten Jahren einzelne schwarze Schafe auf, die mit Billigstpreisen werben, die Kunden letztlich aber abzocken und damit die gesamte Branche in Verruf gebracht haben.

Kampf gegen schwarze Schafe

„Wir gehen rigoros gegen alle vor, die sich nicht an die Spielregeln halten”, so Pokorný dazu. Es sei auch Aufgabe der Interessenvertretung, die ehrlichen Betriebe vor unredlichen zu schützen. In der Fachgruppe gibt es sogar einen eigenen Pfuscher-Ausschuss, der sich damit befasst. Ein weiterer Schritt im Kampf gegen schwarze Schafe ist das 2016 geschaffene Branchen-Gütesiegel. Kleintransporteure müssen dafür bestimmte Kriterien erfüllen - etwa Schulungen zu Ladungssicherung und Fahrsicherheit besuchen, Mitarbeiter korrekt entlohnen und alle Fahrzeuge versichert und in ordentlichem Zustand haben. Pokorný will künftig noch mehr Mitgliedsbetriebe für das Gütesiegel begeistern. „Denn sie profitieren auch umsatzmäßig”, sagt sie.

 

Branche in Zahlen

  • Die Wiener Fachgruppe der Kleintransporteure zählt mehr als 2400 aktive Mitgliedsbetriebe.

  • Davon sind 240 Fahrrad-Kurierdienste, der Rest Güterbeförderer mit Kraftfahrzeugen (mit bis zu 3,5 Tonnen höchst zulässigem Gesamtgewicht).

  • Etwa 90 Prozent der Betriebe sind Ein-Personen-Unternehmen.


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