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Drehkreuz Wien braucht gesunden Home-Carrier

Der Flugverkehr liegt still. Ohne ihn kann eine globale Wirtschaft aber nicht funktionieren. Die Austrian Airlines sind Teil des für den Standort Wien so wichtigen Wirtschaftszweigs. Deshalb setzen sich Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, Standortanwalt Alexander Biach und Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner für den Erhalt der AUA ein. 

Walter Ruck: „Einfluss auf die Ausgestaltung des Drehkreuzes ist für Hilfe maßgeblich.”
© Florian Wieser Walter Ruck: „Einfluss auf die Ausgestaltung des Drehkreuzes ist für Hilfe maßgeblich.”

Im Jänner blickte der Flughafen Wien noch auf ein starkes Jahr 2019 zurück und rechnete für 2020 mit einem Passagierwachstum von drei bis vier Prozent. Dann kam die Corona-Pandemie und stellte alles auf den Kopf. Die Flugzeuge aller Airlines stehen am Boden, von einigen Fracht- und Heimkehrflügen ab-gesehen. „In dieser außergewöhnlichen Zeit ist es wichtig, die Bedeutung des Flugver-kehrs für den Wirtschaftsstandort zu beleuch-ten und an die Zeit nach der Krise zu denken. Wien braucht das Drehkreuz Richtung Osten und vor allem für die Langstrecken”, so Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Österreichweit mache der Beitrag des Home Carriers Austrian Airlines zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) rund 2,7 Milliarden Euro aus, sichere knapp 18.000 Arbeitsplätze und bringe fast eine Milliarde Euro an Steuern und Abgaben, so Ruck weiter. Vor allem die Zentralen internationaler Betriebe seien von einer guten Flugverbindung abhängig. Derzeit haben 221 internationale Firmen ihr Headquater und Niederlassungen in Wien. Darüber hinaus wurden voriges Jahr knapp 15 Millionen Nächtigungen von Touristen und Kongressteilnehmern verzeichnet, 73 Prozent davon kamen mit dem Flugzeug. Sie bringen Wertschöpfung aus dem Ausland.

„Der Flughafen Wien ist für uns die essenzielle Drehscheibe. Das Asset eines Home-Carriers ist die Bedienung dieses Drehkreuzes Wien. Der Einfluss auf die Ausge-staltung des Drehkreuzes und damit auch auf die Streckengestaltung, ist für uns maßgeblich für eventuelle Hilfen der Republik Österreich”.
Walter Ruck
„Volkswirtschaftlich gesehen können wir uns die Auflösung des Home Carriers nicht leisten.”
© Florian Wieser „Volkswirtschaftlich gesehen können wir uns die Auflösung des Home Carriers nicht leisten.”

Standortanwalt Alexander Biach hat die Wertschöpfung, die ein Home-Carrier bringt, berechnet. „Die AUA serviciert die vier Bereiche Flughafen, Urlaubstourismus, Kongress-tourismus und den Geschäftsverkehr. Die Osteuropazentralen sind in den volkwirtschaftlichen Effekt eingerechnet”, so Biach. 

Allein für Wien bringe die AUA dem Bruttoregionalprodukt (BRP) 221 Millionen Euro, sichere 2385 Arbeitsplätze und bringe mehr als 140 Millionen Euro an Steuern und Abgaben.
Alexander Biach

„Die Auflösung des Home Carriers hätte Auswirkungen auf die Volkswirtschaft, die wir uns nicht leisten können.  Standortpolitisch gibt es keine vertretbare Alternative. Man kann die Anreise des Tourismus beispielsweise nicht komplett mit Zugverbindungen ersetzen”, sagt Biach.

Wiederaufnahme der Flüge

Günther Ofner: „Eine globale Wirtschaft kann ohne Luftverkehr nicht funktionieren.”
© Florian Wieser Günther Ofner: „Eine globale Wirtschaft kann ohne Luftverkehr nicht funktionieren.”

Günther Ofner, Vorstand des Flughafen Wien, sagt: „Eine globale Wirtschaft kann ohne Luftverkehr nicht funktionieren.” Weltweit müssten Regierungen jetzt darüber entscheiden, in welchem Ausmaß sie Luftfahrtunternehmen unter die Arme greifen. Von der Entscheidung hängen Wertschöpfung, Arbeitsplätze und viele Zukunftschancen ab. Vor allem das Zusammenspiel von Kurz- und Langstrecke müsse beachtet werden. Man könne nicht beliebig das eine oder das andere weglassen, meint Ofner. Bahn und Flughafen hätten viele Kooperationen, man sollte sie nicht gegeneinander ausspielen.  „Eine Regierung darf Forderungen stellen. Wenn man investiert, muss der gewünschte Effekt gesichert sein”, so Ofner. Er wünscht sich, dass auf europäischer Ebene oder besser noch weltweit verhandelt wird, wie der Flugverkehr wieder aufgenommen werden kann. „Es ist möglich, dass sich durch die Krise einiges verändert, aber das Mobilitätsbedürfnis wird bleiben”, ist sich Ofner sicher. Flugreisen würden eben wieder angepasst: Nach den Anschlägen wurden strengere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, jetzt könnten es Gesundheitsmaßnahmen sein. Den ersten Schritt hat der Flughafen bereits gemacht. Seit Montag gibt es dort Corona-Schnelltests für Passagiere, die sich die Quarantäne ersparen wollen. „In drei bis fünf Jahren, sind wir wieder auf dem Niveau von 2019”, prognostiziert Ofner.

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