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Dobcak : Und weiter geht’s trotz Gegenwind

Das Bewusstsein für die Anliegen der Gastronomen muss unbedingt gestärkt werden. Denn ihre Bedeutung für Wien wird schließlich auch nicht infrage gestellt, betont Gastronomie-Obmann Peter Dobcak.

Peter Dobcak
© Daniel Schaler

„Wien hat eine hochqualitative und vielfältige Gastronomiekultur, auf die wir stolz sein können. Man muss nicht einmal in ferne Länder reisen, um internationale Küche kennen zu lernen”, sagt Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Wien Gastronomie. Als Fachgruppenobmann sehe er es als seine Aufgabe, Wiens  Gastronomen intensiv zu unterstützen. „Sei es in Kursen wie z.B. in Bezug auf Lebensmittelhygieneschulungen oder bei Schanigartenverhandlungen. Wir stehen unseren Gastronomen mit Rat und Tat zur Seite”, so Dobcak. Als Wirt selbst ganz fest in der Branche verhaftet, wisse er genau, „wo der Schuh drückt”. Als Erfolg für die Fachgruppe wertet Dobcak z.B. die Fixierung eines Festlohns, die Wirte bei der Entlohnung der Mitarbeiter endlich Rechtssicherheit bietet. Kaum eine andere Branche, da ist sich Dobcak sicher, habe in den letzten Jahren mit so vielen Widerständen zu kämpfen gehabt, wie die Gastronomie. Da sei ein Schlagloch dem nächsten gefolgt. „Überbürokratisierung wohin man schaut, überzogene Hygieneregelungen. Und schließlich die Diskussion um die Nichtraucherreglung”, so Dobcak. Die Unklarheit bei der Regelung habe Wirte extrem verunsichert. Dass sie sich bei diesem „ewigen Rumgerudere gefrozzelt fühlten”, sei mehr als verständlich.

„Es liegt nicht in meiner Natur, sofort klein beizugeben. Ich kämpfe für die Anliegen meiner Branche.”
Peter Dobcak, Obmann Gastronomie

„Wir haben uns als Fachgruppe immer wieder für Rechtssicherheit stark gemacht, gegen die Gesetzgebung kommen wir jedoch nicht an.” Das Schicksal der Shishabar-Betreiber, denen die Existenzgrundlage entzogen wurde, habe man ebenfalls als „Kollateralschaden” hingenommen. Ein aktuelles Ärgernis sei die Ausnahme der Nichtraucherregelung auf so genannten Freiflächen: „Es wäre wirklich schön, wenn diese Freiflächen im Erlass so definiert würden, dass es ein Unternehmer auch versteht”, wundert sich Dobcak über die „seltsam formulierten” Rechenbeispiele, wo und wie und mit Abstand zu was so eine Freifläche akzeptiert wird.

Wiens unvergleichliche Gastronomiekultur erhalten

Darüber hinaus werden Unternehmer noch immer für den Lärm ihrer Gäste vor dem Lokal verantwortlich gemacht. „Klar, Raucher gehen vor die Tür und klar, dass es dabei auch zu Lärmbelästigungen kommen kann”, sagt Dobcak. Gäste seien jedoch keine Kleinkinder und Wirte dürfen für ihr Verhalten vor dem Lokal nicht zur Verantwortung gezogen werden. Dieser Passus gehöre endlich aus der Gewerbeordnung gestrichen. Und eins dürfe man bei allem Verständnis für die Anrainer nicht vergessen: „Eine Großstadt ist eine Großstadt, und kein Mausoleum.” Dobcaks Anliegen ist demnach, mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse der Gastronomen zu schaffen, sowohl bei den Bewohnern, als auch bei den Entscheidungsträgern. „Ich freue mich, dass das Prinzip ,Beraten statt strafen’ im Regierungsprogramm implementiert wurde.” Und Wiens unvergleichliche Gastronomiekultur zu erhalten, sieht er als seine wichtigste Aufgabe, denn dafür stehen Wiens Wirte. „Dafür werde ich mich auch weiterhin mit aller Kraft einsetzen.”

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