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Die Wüste als Energielieferanten nutzen

Wie kann die Energiezufuhr in Österreich gesichert werden? Der Wiener Wirtschaftskreis präsentiert einen bahnbrechenden Handlungsvorschlag.

Der Vorschlag aus dem Wiener Wirtschaftskreis: Die in Wüstenregionen im Überfluss und mit stabiler Sicherheit vorhandene Sonnenenergie soll genutzt werden, um den idealen Energieträger Wasserstoff, zu gewinnen.
© Migel/Shutterstock Der Vorschlag aus dem Wiener Wirtschaftskreis: Die in Wüstenregionen im Überfluss und mit stabiler Sicherheit vorhandene Sonnenenergie soll genutzt werden, um den idealen Energieträger Wasserstoff, zu gewinnen.

Der ständig wachsende Energiehunger, nicht nur in Österreich, auch in Europa und vor allem weltweit, kann nicht durch eine Art „Energiefasten” gestillt werden. Auch reichen die vorhandenen Kapazitäten für die Gewinnung regenerativer Energie nicht aus. Der Wiener Wirtschaftskreis der Wirtschaftskammer Wien, unter dem Vorsitz von Rudolf Taschner, widmete sich in seiner Aufgabe als Denkerkreis der Wiener Wirtschaft diesem Thema und erarbeitete einen bahnbrechenden Handlungsvorschlag.

„Desertec 2.0” als Vorbild

„Das Ziel einer umweltschonenden Energiepolitik besteht darin, bevorzugt jene Energiequellen zu nutzen, die direkt oder im Zuge einer Transformation von der Erdoberfläche empfangenen Sonnenenergie herrührt”, erklärte Rudolf Taschner bereits Anfang des Jahres in einer der Sitzungen des Wiener Ideenkreises.

„Es wäre interssant, wenn ein Staat wie Österreich so eine Vorreiterrolle übernimmt.”
Rudolf Taschner, Vorsitzender des Wiener Wirtschaftskreises

Diskussion standen schon damals neue Erschließungswege erneuerbarer Energiequellen, sowie die Transformation zu einer umweltschonenden Energiepolitik. Im Austausch mit dem Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, hat der Think Tank der WK Wien nun die Idee, im Zuge von Kooperationen mit anderen Staaten die künftige Energieversorgung zu sichern, ins Auge gefasst. Inhaltlich stützt man sich bei der Entwicklung dieser neuen Lösung auf das Projekt „Desertec 2.0”: Die in Wüstenregionen im Überfluss und mit stabiler Sicherheit vorhandene Sonnenenergie soll genutzt werden, um den idealen Energieträger Wasserstoff, zu gewinnen. „Es wäre sehr interessant, wenn ein Staat wie Österreich in Kooperation mit einem anderen Staat, der eine Wüste beherbergt - ich denke an Israel mit dem Negev - zügig und effektiv ein Pilotprojekt verwirklicht und so eine Vorreiterrolle übernimmt”, plädiert Taschner für eine rasche Umsetzung solcher Projekte.

Die Herausforderung

Die Verwirklichung dieses Projekts würde aber höchstes Wissen und fantasievolles Engagement erfordern, so der Experte: „Vor allem in wissenschaftlichen, technischen und logistischen Disziplinen, zum Beispiel um für die Robustheit der Anlagen gegenüber wetterbedingter Fährnisse, die Beschaffung des dafür nötigen Wassers, die Aufstellung und Wartung, die Errichtung des Energietransportsystems etc. zu sorgen und auch um die politische und rechtliche Sicherheit zu wahren und eine Win-win-Situation aller daran Beteiligten herzustellen”, zählt er die vielen Herausforderungen auf, die mit der Umsetzung eines solchen Projekts einhergehen würden. „Es zieht mit Sicherheit eine Fülle von Folge- und Nebenprojekten mit sich, deren Auswirkungen für einen dauerhaften und durchgreifenden Aufschwung der Wirtschaft derzeit noch gar nicht abgeschätzt werden können”, so Taschner.

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