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Die Profis in Sachen Heiraten

Mit Kreativität, Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl machen professionelle Wedding Planner die Hochzeit zum schönsten Tag im Leben eines Paares. Erst vor rund zehn Jahren entstanden, ist die junge Branche auf mittlerweile 100 Unternehmen in ganz Österreich gewachsen.

44.981 Paare haben sich 2017 in Österreich getraut. Der Trend einen professionellen Wedding Planner zu buchen kam vor allem über ausländische Paare, die hier geheiratet haben. Jede dritte dieser Hochzeiten wird von einem Wedding Planner organisiert.
© Oleksandr Schevchuk/Shutterstock 44.981 Paare haben sich 2017 in Österreich getraut. Der Trend einen professionellen Wedding Planner zu buchen kam vor allem über ausländische Paare, die hier geheiratet haben. Jede dritte dieser Hochzeiten wird von einem Wedding Planner organisiert.

Vor 15 Jahren wurde der Begriff Wedding Planner in Österreich noch vorwiegend mit der gleichnamigen amerikanischen Filmkomödie aus dem Jahr 2001 assoziiert. Mittlerweile haben sich Wedding Planner auch hierzulande als ernst zu nehmende Branche etabliert. In Wien bieten schon 50 professionelle Hochzeitsplaner Brautpaaren, die in Österreich heiraten wollen, ihre Dienste an. Bundesweit sind es doppelt so viele - davon die meisten Frauen. Einige haben sich spezialisiert, etwa auf türkische Hochzeiten oder auf Trauungen von gleichgeschlechtlichen Paaren.

„Wedding Planner haben sich als spezieller Teil der Eventbranche etabliert”, sagt Gerti Schmidt, Obfrau des Wiener Fachverbands der Freizeit- und Sportbetriebe, in dem auch die Wedding Planner betreut werden. Der Trend, Hochzeitsfeiern professionell planen und orchestrieren zu lassen, nehme zu. Denn sie werden immer mehr zu komplexen Events mit bedeutendem Budget. Das erfordere Professionalität, so Schmidt.

„Eine Hochzeit ist größtenteils ein nicht wiederholbarer Event. Wenn dabei etwas nicht klappt, zerstört das den ganzen Tag.”
Gerti Schmidt

Wedding Planer helfen, Geld zu sparen

Generell liege im Hochzeitsmarkt noch viel Potenzial, so Schmidt. 2017 wurden 1250 oder drei Prozent der inländischen Hochzeiten von einem Wedding Planner betreut. Bei ausländischen Hochzeiten - deren Zahl alljährlich steigt - ist es jede dritte. Das Marktvolumen - derzeit geschätzte 30 Millionen Euro - könnte mittelfristig laut Schmidt verdreifacht werden. Auch die Zahl der Wedding Planner sei noch ausbaufähig. Der Wedding Planner erhält für seine Arbeit zwischen acht und 14 Prozent des Hochzeitsbudgets. Gut angelegtes Geld, heißt es von den Branchenvertretern. Denn die Hochzeitsplaner können aufgrund ihrer Fachkenntnis und ihres Netzwerks Kosten einsparen.

Bianca Lehrner ist seit 16 Jahren Wedding Plannerin. „Zwischen 50 und 100 Stunden, ohne den Hochzeitstag selbst” investiere sie in jeden der von ihr betreuten Events. „Der Trend geht zu Außergewöhnlichem”, so Lehrner. Themenhochzeiten etwa, ungewöhnliche Locations oder eine besondere Überraschung für die Gäste. Die Arbeiten beginnen oft ein ganzes Jahr vor dem Tag X. Ob Location, Kleidung, Catering oder Dekoration: Bei jedem einzelnen Punkt muss die Balance zwischen den Vorstellungen des Brautpaares und dem vorhandenen Budget gefunden werden. Lehrner ist auch Organisatorin des Austrian Wedding Awards, einer Auszeichnung für die kreativsten Köpfe in der Hochzeitsbranche. Der Award wurde soeben zum vierten Mal verliehen.

Fundierte Ausbildung als gute Grundlage

Wedding Planner ist zwar ein freies Gewerbe. Dennoch ist nicht jeder, der schon einmal eine Geburtstagsfeier organisiert hat, schon ein guter Hochzeitsplaner. Strategische Planung, Organisationstalent, Einfühlungsvermögen, Stressresistenz und gutes Krisenmanagement sollte man in der Branche jedenfalls mitbringen. Auch praktische Erfahrung spiele eine wichtige Rolle, sagen die Branchenvertreter.

Eine fundierte Ausbildung für Wedding Planer bieten beispielsweise die heimischen WIFIs an. Das beinhaltet auch die rechtlichen Grundlagen, die bei der Hochzeitsplanung berücksichtigt werden müssen, etwa zur Haftung bei Schäden, die Gäste verursachen, oder zum Einsatz von Drohnen und Feuerwerken.  Seit 2016 gibt es für Wedding Planner auch eine Zertifizierung samt TÜV-Gütesiegel. Elf Unternehmen sind derzeit bereits als „Austrian Wedding Professional” ausgezeichnet. Damit wolle man es den Kunden erleichtern, sich für den passenden Wedding Planner zu entscheiden, so Elisabeth Brandl, deren Agentur  „Wedding Vienna” zu den ersten mit Zertifikat zählte.


Fakten rund ums Heiraten

  • 2017 haben die 100 heimischen Wedding Planner 1250 Hochzeiten betreut - drei Prozent aller inländischen Hochzeiten.

  • Die durchschnittlichen Kosten für eine Hochzeit mit 100 Gästen liegen bei 25.000 bis 30.000 Euro. Bei Hochzeiten mit ausländischen Brautpaaren sind es 50.000 Euro.

  • 2017 heirateten 3501 ausländische Paare in Österreich - die meisten aus der Schweiz, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es gibt auch immer mehr chinesische Hochzeitspaare.

  • Am liebsten wurde 2017 in Wien geheiratet, vor Nieder- und Oberösterreich.

  • Beliebteste Hochzeitslocations in Wien sind Schloß Schönbrunn, Palais Schönburg und die Blumengärten Hirschstetten.

  • Top-Hochzeitsmonat 2017 war der Juli, gefolgt von September, Juni und dem Wonnemonat Mai an vierter Stelle.

  • Das durchschnittliche Heiratsalter bei Frauen lag 2017 bei 30,4 Jahren, bei Männern bei 32,7 Jahren.


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