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Die Corona-Kurzarbeit: Hilfe für Arbeitgeber bis 31. März 2021

Seit März gibt es die Corona-Kurzarbeit - ein speziell wegen der Corona-Krise geschaffenes Instrument zur Sicherung von Arbeitsplätzen mit besseren Konditionen für Betriebe und Mitarbeiter als das bisherige Kurzarbeitsmodell. Wie es funktioniert und was sich ab Oktober ändert.

Kurzarbeit
© Jieyu Lai Kurzarbeit

Kurzarbeit bedeutet: Die Normalarbeitszeit und das Arbeitsentgelt der Mitarbeiter werden wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten vorübergehend herabgesetzt. Der Betrieb kann das Arbeitsausmaß der Mitarbeiter an die Nachfrage anpassen, ohne Belegschaft abzubauen, und entlastet damit seine Personalkosten. Die betroffenen Mitarbeiter bekommen einen Großteil ihres Nettogehalts weiterhin ausbezahlt. Dafür sorgt die Kurzarbeitsbeihilfe des Arbeitsmarktservice (AMS).

Arbeitszeit flexibel reduzieren

Um den Anstieg der Arbeitslosigkeit einzudämmen, hat die Bundesregierung die sogenannte Corona-Kurzarbeit geschaffen. Betriebe können die Normalarbeitszeit ihrer Mitarbeiter auf zehn bis 90 Prozent der bisherigen Normalarbeitszeit herabsetzen. Je nach Gehaltsklasse bekommen Mitarbeiter aber zwischen 80 und 90 Prozent ihres Nettogehalts ausbezahlt. Das AMS ersetzt die Differenz zwischen geleisteter Arbeit und dem reduzierten Gehalt des Mitarbeiters. Betriebe können die reale Arbeitsleistung der Mitarbeiter während der Kurzarbeit sehr flexibel an die jeweils aktuellen Bedürfnisse anpassen. Denn die herabgesetzte Arbeitszeit gilt nicht pro Arbeitstag, sondern in einem Durchrechnungszeitraum von drei Monaten. Betriebe, die die Normalarbeitszeit ihrer Mitarbeiter beispielsweise auf zehn Prozent reduziert haben, können ihre Mitarbeiter also auch zwei Monate lang gar nicht beschäftigen und im dritten Monat zu 30 Prozent. Auch eine höhere Beschäftigungsquote als angemeldet ist kein Problem - es sinkt dann lediglich die Beihilfe. Wesentlich bei der Kurzarbeit ist, dass sie von den Arbeitgebern vorfinanziert werden muss, denn mit dem AMS abgerechnet wird erst, wenn ein Kurzarbeitsmonat abgeschlossen ist und die tatsächlich gearbeiteten Stunden aufgelistet werden. Das AMS stellt hierfür entsprechende Listenvorlagen zur Verfügung. Bis zur Auszahlung vergehen in der Regel weitere Tage, manchmal auch einige Wochen.

Der Ablauf

Kurzarbeit kann für alle Mitarbeiter oder auch nur für einen Teil abgeschlossen werden und kann die Arbeitszeit innerhalb der Belegschaft unterschiedlich stark reduzieren. Vereinbart wird Kurzarbeit immer zwischen dem Betrieb und dem Betriebsrat. Wenn kein Betriebsrat vorhanden ist, schließt der Betrieb die Vereinbarung direkt mit den einzelnen Mitarbeitern ab. Diese Vereinbarung(en) schickt der Betrieb an das AMS, das die Gewerkschaft (ÖGB) darüber informiert. Erhebt diese binnen 48 Stunden keinen Einspruch, genehmigt das AMS den Antrag. Corona-Kurzarbeit konnte seit März für drei Monate vereinbart und einmal um weitere drei Monate verlängert werden. Rückwirkende Anträge sind nicht mehr möglich - der Antrag muss also vor Beginn der Kurzarbeit eingebracht und genehmigt werden. Abgewickelt wird das, wie auch die späteren Abrechnungen und Verlängerungen, über das eAMS-Konto des Betriebs, das dieser dafür anlegen muss. Kurzarbeit kann auch vorzeitig beendet werden, wenn sie nicht mehr notwendig ist.

Neue Regeln ab 1. Oktober

Das derzeitige Corona-Kurzarbeitsmodell gilt noch bis 30. September 2020. Danach tritt für sechs Monate (bis 31. März 2021) ein leicht adaptiertes Modell in Kraft. Dieses unterscheidet sich vom bisherigen Modell vor allem darin, dass die Arbeitszeit dann nur noch auf 30 Prozent bis 80 Prozent reduziert werden kann und die Mitarbeiter bereit sein müssen, in ihrer Nicht-Arbeitszeit bei Bedarf an Weiterbildungen teilzunehmen. Die Behaltepflicht nach der Kurzarbeit beträgt weiterhin einen Monat.

 

Schritt für Schritt zur Kurzarbeit

  1. Informieren Sie sich über alle Details unter wko.at/corona-kurzarbeit
  2. Schließen Sie die Corona-Kurzarbeitsvereinbarung mit den Mitarbeitern / dem Betriebsrat ab.
  3. Eröffnen Sie ein eAMS-Konto und reichen Sie die Vereinbarung ein.
  4. Warten Sie auf die Genehmigung durch das AMS. Dies sollte nur wenige Tage dauern.
  5. Starten Sie mit der Kurzarbeit. Erfassen Sie laufend die Arbeitsstunden der Mitarbeiter. Rechnen nach jedem Kurzarbeitsmonat (nicht Kalendermonat!) mit dem AMS ab.


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