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Der Export hat wieder Zukunft

Nach einem pandemiebedingten Rückschlag geht es mit Österreichs Warenexporten wieder steil nach oben. Vor allem in Überseemärkten wächst Österreich stark.

Export
© MOLPIX/Shutterstock

Was Österreich ohne den Export von Waren wäre, ist kaum vorzustellen. Denn 54 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung gehen auf den Export zurück, jeder zweite heimische Arbeitsplatz ist direkt oder indirekt vom Export anhängig. Der internationale Vergleich zeigt: Eine derart hohe Exportquote ist alles andere als selbstverständlich. Österreich liegt bei den Pro-Kopf-Exporten auf Platz 7 der Welt. Aktuell sind etwa 62.700 österreichische Betriebe auf dem Weltmarkt aktiv. 194 gelten gar als „Hidden Champions” und mischen in Nischenbereichen an der Weltspitze mit. Und: Immer mehr junge Unternehmen drängen gleich nach ihrer Gründung in den Export; für diese „Born Globals” scheint es gar keine Grenzen zu geben. Mit der Corona-Pandemie gab es allerdings auch für den österreichischen Export einen empfindlichen Dämpfer: Um 7,1 Prozent sind die Warenexporte im vergangenen Jahr zurückgegangen - und damit etwas stärker als das gesamtwirtschaftliche Minus. Allerdings: Im Vergleich zum Exporteinbruch in Folge der internationalen Finanzkrise 2009 war die Corona-Krise milde: Damals gab es einen Rückgang von mehr als 20 Prozent. Heuer geht es mit den Exporten wieder steil nach oben. Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo rechnet mit einem Jahresplus von 13,4 Prozent und dem Anwachsen der Warenexporte auf rund 162 Milliarden Euro. Das wäre ein neues Allzeithoch.

Karte Export
© Karte: Andrei Minsk/Shutterstock

Starkes Wachstum in Übersee

Der Hauptfokus der heimischen Exporteure liegt weiterhin auf Europa. Rund 80 Prozent der österreichischen Waren bleiben am Kontinent und davon rund 84 Prozent innerhalb der Europäischen Union (EU). Der Rest entfällt vor allem auf Nordamerika und Asien (siehe Grafik rechts). Gerade in Übersee zeichnet sich seit mehreren Jahren allerdings ein überdurchschnittlich starkes Wachstum ab: Während das Geschäft in Europa seit 2000 um 92 Prozent zugelegt hat, machte das Wachstum in Nordamerika 169 Prozent und in Asien 198 Prozent aus. 

USA auf Platz 2 nach Deutschland

Stark zugelegt haben beispielsweise die Exporte in die USA, die mittlerweile Italien von Platz 2 der wichtigsten Exportmärkte Österreichs verdrängt haben. Daran hat auch die „America First”-Politik von Ex-Präsident Donald Trump nichts geändert. Jetzt, wo die politischen Vorzeichen unter Präsident Joe Biden wieder stärker auf Öffnung und internationalem Handel stehen, ist die Ausgangslage für österreichische Exporteure noch besser. In den USA sind österreichische Betriebe äußerst gern gesehen, wie der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Los Angeles, Volker Ammann, sagt: „Unsere Unternehmen sind in hochtechnischen Applikationen und Lösungen echte Meister und im After-Sales-Service phänomenal. Deswegen sind wir hier so stark.” Die Österreicher seien sehr pingelig und brächten Produkte erst auf den Markt, wenn sie wirklich funktionieren. „Unsere Maschinen sind nicht umzubringen. Das wissen die amerikanischen Kunden”, sagt Ammann. Zusätzlich spielen aber auch aktuelle Entwicklungen den Österreichern in die Hände: Die Infrastruktur des Landes ist in vielen Bereichen am Ende ihrer Lebenszeit angekommen und bricht immer wieder zusammen. Am vergangenen Wochenende hat Biden nach zähem Ringen ein gewaltiges Infrastrukturpaket im Ausmaß von 1,2 Billionen US-Dollar (rund eine Billion Euro) auf den Weg gebracht - frisches Geld, das in den kommenden Jahren in vielen Stärkefeldern österreichischer Betriebe ausgegeben werden wird, von Verkehrstechnik über Energietechnik bis Umwelttechnik. Auch der Klimawandel drängt nach neuen Lösungen - die USA gehören zu den größten CO²-Emittenten der Welt. „Es ist viel in Bewegung, die USA sind in einem grundlegenden Wandel”, sagt Ammann. Maßnahmen gebe es nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch regional in den Bundesstaaten und lokal in den Gemeinden. „Es kommen immer wieder neue Umweltgesetze, die neue Messlatten bedeuten. Dafür braucht es passende Technologien. Wir haben diese und die Amerikaner wissen das”, sagt Ammann. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt, sich den US-Markt vorzunehmen. „Die Amerikaner sind sehr offen, und wir begleiten die Betriebe bei ihrem Markteintritt”, so der Wirtschaftsdelegierte.

Viel Zukunftspotenzial auch in Afrika

Neue Geschäftschancen hat auch Südafrika zu bieten. Mehr als ein Viertel der österreichischen Exporte nach Afrika gehen in dessen südlichstes Land - und künftig könnten es noch mehr werden. Denn bei der Klimakonferenz In Glasgow (Großbritannien) wurde vor wenigen Tagen eine Finanzspritze in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar (7,3 Milliarden Euro) für das Land beschlossen, um den Ausstieg Südafrikas aus der klimaschädlichen Kohle voranzutreiben. „Das Stromnetz des Landes hat Riesenprobleme”, sagt Martin Meischl, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Johannesburg. Täglich müsse der Strom für mehrere Stunden abgeschaltet werden, die Kohlekraftwerke kämen mit dem steigenden Bedarf nicht zu Rande. Dabei ist das Land reich an Sonne, Wind und Wasser. „Das internationale Geld wird sicher ein Anreiz sein, künftig stärker auf erneuerbare Energien zu setzen - und hier hat Österreich ein sehr gute Know-how”, sagt Meischl. Das AußenwirtschaftsCenter arbeite bereits seit längerem sehr intensiv mit südafrikanischen Entscheidungsträgern zusammen, um österreichische Betriebe zu vermitteln. „Südafrika ist die am meisten industrialisierte Volkswirtschaft am Kontinent und braucht eine sichere Energieversorgung”, erklärt Meischl. Österreichische Betriebe spielen bei der Energiewende im Land bereits mit: So wird beispielsweise ein Studentenwohnheim in Johannesburg seit kurzem mit Warmwasser aus österreichischer Solartechnik versorgt. Und auf einer Megafabrik in der Nähe der Hauptstadt entstand mit 30.000 m² die größte Solarfläche der gesamten Region durch einen österreichischen Betrieb. „Wir können auf diese und einige andere erfolgreiche Projekte verweisen. Glasgow ist nun der nächste Aufhänger für weitere Aktionen”, so Meischl


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