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Denner: „Wir sind Handwerker und keine Verwalter”

Andreas Denner, Innungsmeister der Maler und Tapezierer, will einen guten Draht zu den Behörden aufbauen. Der Fachkräftemangel ist auch in seinen Branchen Realität.

Innungsmeister Andreas Denner
© Foto Weinwurm Innungsmeister Andreas Denner

Positiv, wenn auch nicht euphorisch, kommentiert Innungsmeister Andreas Denner die aktuelle wirtschaftliche Situation in „seinen” Branchen, den Wiener Malern, Sattlern und Tapezierern.

„Zur Zeit ist die Auftragslage gut, sowohl im Privat- als auch im Objektgeschäft.Im Objektbereich ist der Preisdruck allerdings nach wie vor hoch.”
Andreas Denner

Ganz allmählich steige aber auch bei großen Auftraggebern das Qualitätsbewusstsein, sagt Denner, der selbst seit mehr als drei Jahrzehnten mit seinem Bruder einen Malerbetrieb führt.

Durch Konsens Wege ebnen

Um das zu forcieren, setzt er auf den Dialog mit der Stadt Wien und der Bundesimmobiliengesellschaft. Erste Gespräche fanden bereits statt. „Mir geht es um Konsens und gegenseitiges Verständnis”, betont er. Sein Ziel: Den enormen Verwaltungsaufwand, der mit öffentlichen Aufträgen einhergeht, auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Vor allem die vielen Klein- und Mittelbetriebe sind, so sagt er, überfordert. „Das sind ja alles Handwerksbetriebe ohne großen Verwaltungsapparat.”

Auch im Bundesdenkmalamt will Denner den Interessen seiner Handwerke mehr Gehör verschaffen. Besonders die Vergolder leiden wirtschaftlich stark darunter, dass Jobs immer öfter an akademische Restauratoren gehen und das Handwerk außen vor bleibt. Bis zu einem Umdenken brauche es aber noch viele kleine Schritte, so Denner. Schon geschafft hat die Innung die Anpassung ihrer Meisterprüfungsordnung an die Richtlinien des NQR (Nationaler Qualifikationsrahmen) Stufe 6 - „als eine der ersten”, ist Denner stolz. Auch die erreichte Etablierung der Maler und Tapezierer als Saisongewerbe sei ein wichtiger Erfolg. „Das hat unmittelbare positive Auswirkungen im arbeitsrechtlichen Bereich, etwa bei den Kündigungsfristen.”

Steuerbonus für Lehrbetriebe

Der Fachkräftemangel ist auch bei Malern und Tapezierern großes Thema. „Mitarbeiter finden wir leicht, gute Fachkräfte sind aber rar”, beklagt Denner. Initiativen wie die Hammerlehre-Tage oder Branchenauftritte beim Tag der Lehre oder der Berufsinfo-Messe BeSt sollen die Lehrlingszahlen weiter steigern. Vielen Pflichtschulabsolventen fehle es aber an Grundlagen für eine Berufsausbildung. Daher könnte die Lehre mit einer einjährigen überbetrieblichen Phase starten, in der diese Defizite nachgeholt werden, bevor die Jugendlichen ihre praktische Ausbildung im Betrieb beginnen. Dieses Modell erscheint Denner zumindest für seine Branchen praktikabel. Generell sollte das Thema Lehre auch stärker in der Pädagogenausbildung verankert werden, fordert er.

Lehrbetriebe würden sich zudem mehr Anerkennung wünschen, auch finanziell. „Ausbilden kostet Geld, und das schultern die Betriebe”, sagt Denner. Er will als Ausgleich einen Steuerbonus für Ausbildungsbetriebe. „Darüber sollte die Politik ernsthaft nachdenken.”

 

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