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Datenschutz ist Herausforderung bei Digitalisierung in Betrieben

Neue Umfrage zeigt: In Wien befassen sich aktuell 80 Prozent der Betriebe mit Digitalisierungsprojekten – Vor allem Kundenkommunikation und neue Geschäftsmodelle im Fokus

Digitalisierung
© Who is Danny/shutterstock

Die Corona-Pandemie hat auch in den Wiener Betrieben den Fokus auf Digitalisierungsprojekte massiv verstärkt, zeigt eine aktuelle Umfrage unter 535 Wiener Unternehmen im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien. Demnach befassen sich in Wien rund 80 Prozent der Betriebe ganz konkret mit Digitalisierungsprojekten – das ist der höchste Wert unter allen Bundesländern in Österreich und eine deutliche Steigerung gegenüber frühere Jahre. „Digitalisierung macht Betriebe und unseren Wirtschaftsstandort zukunftsfit und muss mit Nachdruck vorangetrieben werden“, ist WK Wien-Präsident Walter Ruck überzeugt. Doch es gibt nicht nur Chancen, sondern auch viele Hürden.

„Die Umfrage zeigt, wie wichtig es ist, Betriebe bei der Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten zu unterstützen“
Walter Ruck

Digitale Kommunikation mit Kunden und Lieferanten im Aufwind

Durch die Corona-Krise ganz besonders verstärkt haben sich die Anstrengungen der Betriebe, mit Kunden und Lieferanten digital kommunizieren zu können, sagen die Unternehmen in der von marketmind durchgeführten Befragung. 71 Prozent der Betriebe geben dies an. Platz 2 belegt das verstärkte Online-Angebot von Produkten und Dienstleistungen (51 Prozent). Mit dem digitalen Datenaustausch – etwa über Cloud-Lösungen – beschäftigen sich wegen Corona 33 Prozent verstärkt, mit der Umstellung auf Home-Office und dem Einsatz digitaler Kommunikationswerkzeuge innerhalb des Unternehmens jeweils 31 Prozent.

Zunehmend zum Problem wird Finanzierung von Digitalisierungsprojekten

In die Zukunft blickend, wollen die Betriebe nun die digitale Kundenkommunikation noch weiter vorantreiben (59 Prozent) und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln (46 Prozent). Beide Bereiche legen gegenüber früheren Befragungen auffallend stark zu. Doch gerade hier sehen sich die Betriebe auch Herausforderungen gegenüber: Vor allem die Einhaltung des Datenschutzes und anderer rechtlicher Bedingungen wird hier genannt – 54 Prozent sehen darin eine echte Schwierigkeit. Zunehmend zum Problem wird auch die Finanzierung von Digitalisierungsprojekten (46 Prozent), bei denen es oft nicht konkret absehbar ist, wann oder ob überhaupt sie sich jemals rechnen. Zunehmend Sorgen bereitet den Betrieben auch die Cyber-Sicherheit. Besser als früher steht es hingegen bei den Digitalisierungskompetenzen der Mitarbeiter, so die Befragung, wo aktuell 44 Prozent eine Herausforderung sehen – im Vorjahr waren es noch 52 Prozent. Und auch der Mangel an verfügbaren digitalen Lösungen beschäftigt nur noch wenige: Hier haben sich die Werte binnen eines Jahres halbiert.

Mit 263 Millionen Euro Digitalisierungsprojekte unterstützt

Dass Wiener Betriebe beim Thema Digitalisierung große Fortschritte machen, zeigt auch eine Auswertung der Investitionsprämie des Bundes für Wien. Von den 1,1 Milliarden Euro, die das Austria Wirtschaftsservice (aws) an Wiener Betriebe 2020 und 2021 für Investitionsprojekte ausbezahlt bzw. genehmigt hat, flossen knapp 24 Prozent (rund 261 Millionen Euro) in echte Digitalisierungsprojekte. Im Bundesländer-Vergleich ist das ein absoluter Spitzenwert: Der österreichweite Durchschnitt liegt bei nur 10 Prozent.

„Die Umfrage zeigt, wie wichtig es ist, Betriebe bei der Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten zu unterstützen“, sagt Ruck. So mussten die Betriebe während der Pandemie sehr kurzfristig zusätzliche Mittel aufstellen, um das Geschäft trotz Lockdown und Auftragseinbruch am Laufen zu halten. „Diese Investitionen sind von öffentlichem Interesse. Sie ermöglichen neue Formen des Arbeitens, der Kundenansprache und der Geschäftsabwicklung. Sie stärken die Betriebe, die Kompetenzen der Mitarbeiter und den Standort. Sie brauchen aber in vielen Fällen auch öffentliche Unterstützung, um realisierbar zu sein – vor allem in Klein- und Mittelbetrieben“, sagt Ruck. Die nicht verbrauchten Gelder der Investitionsprämie – mindestens 2,5 Milliarden Euro – sollten daher zumindest teilweise für neue Digitalisierungsprojekte zur Verfügung gestellt werden, fordert Ruck.

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