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Das Rauchverbot in der Gastronomie naht

Was planen Wiener Gastronomen nach dem Rauch-Aus am 31. Oktober? Ein Lokal-Augenschein.

Das Sparky’s Bar and Grill hat getrennte Raucher- und Nichtraucherbereiche. „Man wird sehen, wie sich das Rauch-Aus auswirkt”, sagt Chefin Julia Wehofschitsch. Für die Nacht-gastronomie und Shisha-Bars fordert Branchenobmann Dobcak eigene Lösungen.
© wkw/spitaler Das Sparky’s Bar and Grill hat getrennte Raucher- und Nichtraucherbereiche. „Man wird sehen, wie sich das Rauch-Aus auswirkt”, sagt Chefin Julia Wehofschitsch. Für die Nacht-gastronomie und Shisha-Bars fordert Branchenobmann Dobcak eigene Lösungen.

Mittwoch, 10 Uhr im Sparky’s Bar and Grill in der Wiener Innenstadt. Das Lokal hat soeben geöffnet, der Kellner stellt noch Aschenbecher im Raucherbereich auf. Ab 1. November heißt es auch hier „Ausgeraucht”. Dann gilt das generelle Rauchverbot in der Gastronomie. Wie sich das auswirken wird, werde man sehen, sagt Chefin Julia Wehofschitsch. „Man muss das leider so hinnehmen. Einige Gäste werden sicher ausbleiben.” Im Sommer wäre es einfacher, mit dem großen Schanigarten vor dem Lokal. Ob sie einen Winterschanigarten beantragen wird, weiß sie noch nicht. „Da wollen wir erst schauen, was die Konkurrenz tut.” Seit vier Jahren führt Wehofschitsch den Familienbetrieb mit 400 Quadratmetern auf zwei Ebenen. Schon die ab 2009 erforderliche Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich habe Umsätze gekostet, sagt sie. Zu Essenszeiten sei der Raucherbereich rund um die Bar fast leer, am Abend dann der Nichtraucherbereich.

„Die Sitzplatzzahl hat sich de facto halbiert. Dazu musste ich in die bauliche Trennung investieren. Dass das jetzt umsonst war, muss man leider hinnehmen.”
Julia Wehofschitsch

Nach dem 1. November wird sie diese Trennwände wohl wieder entfernen lassen, meint die Gastronomin. „Und wir werden gut lüften.” Wehofschitsch kann dem Rauch-Aus auch Positives abgewinnen. „Aschenbecher ausleeren und reinigen, die Löcher in den Tischtüchern, das permanente Lüften im Raucherbereich - das wird uns nicht abgehen”, sagt sie. Spezielle Adaptierungsmaßnahmen für bisherige Raucherbereiche sind nicht notwendig, betont Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien. „Es gibt keine Auflagen, außer dass Schilder oder Kleber im Gastraum auf das generelle Rauchverbot hinweisen müssen.” Viele Betriebe seien ohnehin schon Nichtraucherbetriebe. Vor allem in den Außenbezirken gebe es jedoch viele, vor allem kleinere Lokale mit überwiegend rauchenden Gästen. „Diese wird das Rauch-Aus hart treffen”, sagt Dobcak und hofft, dass sich die Gäste bald an die neue Situation gewöhnen und ihrem Stammbeisel die Treue halten werden.

Regeln für Nachtgastronomie und Shisha-Bars gefordert

Anders sehe es jedoch für die Nachtgastronomie wie Diskotheken und Bars aus. Dobcak befürchtet hier gehäufte Anrainerbeschwerden. „Es macht einen Unterschied, ob drei oder dann 200 Leute vor der Tür rauchen”, sagt er und fordert „rasch eine Lösung, die auch im Sinn der Anrainer ist.” Der Gastronom dürfe jedenfalls nicht für Lärm und Verunreinigung verantwortlich gemacht werden, die seine Gäste vor dem Lokal verursachen. Dobcak wiederholt auch die Forderung, die Shisha-Bars vom Nichtraucherschutzgesetz auszunehmen, weil es ihnen die Existenzgrundlage nehme. Die österreichischen Shisha-Bar-Betreiber haben kürzlich einen entsprechenden Antrag beim Verfassungsgerichtshof eingebracht. Dobcak hofft, dass dazu noch heuer eine positive Entscheidung fällt. Dauert es länger, sei das wirtschaftliche Aus für die betroffenen Unternehmen zu befürchten.

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