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„Das ist alles kein Grund zur Panik“

Im wko[forum]wien diskutierte eine hochkarätige Expertenrunde die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung. Fazit: Ernst nehmen, aber nicht nervös werden.

Gruppe der Experten
© Gerhard Weinkirn DSGVO-Talkrunde (v.l.): Spartenobmann Martin Heimhilcher, die Unternehmerinnen Verena Thiem und Gabriele Davis, Moderatorin Kasia Greco, Jurist Georg Lechner und Forumsleiter Helmut Mondschein

Die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, beschäftigt fast jedes Unternehmen. Denn: Sobald zumindest Kundendaten und/oder Mitarbeiterdaten verarbeitet werden, ist ein Betrieb von ihr betroffen.

Dementsprechend hoch ist das Interesse von Unternehmerinnen und Unternehmern nach wie vor an Informationen (die DSGVO ist seit Mai in Kraft). Im wko[forum]wien tauschten sich kürzlich Experten bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Auswirkungen der DSGVO aus.

„Datenschutzgrundverordnung ist ja gerade zum Unwort des Jahres gewählt worden. Natürlich musste ich da auch ein bisschen lachen. Die DSGVO sollte man trotzdem als Unternehmerin und Unternehmer ernst nehmen. Erstens ist sie ein guter Anlass um sich den eigenen Umgang mit Daten bewusst zu machen – und damit vielleicht sogar den einen oder anderen Datenfriedhof zu beseitigen. Zweitens sind freilich ein Großteil der heimischen Unternehmen gesetzlich verpflichtet die DSGVO einzuhalten. An und für sich sind Vergehen gegen die DSGVO mit empfindlichen Strafen verbunden. Zum Glück konnten wir als Wirtschaftskammer auf die Bundesregierung einwirken, so dass in Österreich nach dem Grundsatz Beraten statt Strafen vorgegangen wird“, sagte Martin Heimhilcher, Information & Consulting-Obmann in der Wirtschaftskammer Wien.

Heißes Thema Video

Georg Lechner, Jurist in der Datenschutzbehörde, gibt leichte Entwarnung: „Die DSGVO ist kein Grund zur Panik. Sie hat vor allem dazu geführt, dass sich große Konzerne mit dem  Datenschutz auseinander setzen müssen.“ Laut Lechner hat die Behörde erste Strafen verhängt, alle betrafen unerlaubte Videoüberwachung. „Bürger beschweren sich sehr gerne. Sie sind sehr sensibel bei Videoüberwachung. Machen Sie was Sie wollen, aber stellen Sie keine Videokamera in einer Kleingartensiedlung auf.“ Grundsätzlich werde aber zuerst auf Fehler aufmerksam gemacht und nicht gestraft – „außer man ist vollkommen unkooperativ“.

Für die Consulting-Unternehmerin Gabriele Davis ist die DSGVO  „noch nicht so richtig bei den Unternehmen angekommen, bei den Konsumenten hingegen schon. Daher ist es wichtig, dass sich die Betriebe damit auseinander setzen.“ Davis empfiehlt dabei einen „pragmatischen Ansatz“: Welche Daten habe ich, wo kann etwas passieren, wie gehe ich vor, wenn etwas passiert. Die Mitarbeiter ins Boot holen und schulen.

Tipps für Betriebe

Unternehmensberaterin  Verena Thiem hat bereits zu Jahresbeginn damit begonnen, sich mit der Umsetzung der DSGVO in ihrem Unternehmen zu beschäftigen: „ Zusätzlich haben wir mit anderen Unternehmen eine Arbeitsgruppe gegründet und sind vieles gemeinsam durchgegangen. Es geht wirklich viel ins Detail. Das war eine Beschäftigung über mehrere Monate und auch eine gute Möglichkeit die Datenbestände aufzuräumen. Zusätzlich hat der Prozess zu einer Effizienzsteigerung geführt.“

 Was sind die weiteren Tipps der Experten? Anträge auf Offenlegung von Personendaten nicht liegen lassen sondern fristgerecht bearbeiten. Einen Testlauf machen: wenn der Kunde X eine Auskunft über seine Daten haben will, kann ich dem nachkommen? Gibt es separate, lokale Datenbanken, von denen niemand etwas weiß? Und: Unterstützung holen!

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