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Schmid: Corona-Virus sorgt für leere Betten in den Wiener Hotels

Die Branche ist massiv von Stornierungen infolge des Coronavirus betroffen, sagt ihr Obmann Dominic Schmid.

Die Wiener Hotellerie hat massive Gästerückgänge, weil viele Touristen wegen des Coronavirus derzeit zuhause bleiben. Dominic Schmied fürchtet ein deutliches Umsatzminus für seine Branche. Jede Unterstützung für die Betriebe sei jetzt wichtig
© Florian Wieser Die Wiener Hotellerie hat massive Gästerückgänge, weil viele Touristen wegen des Coronavirus derzeit zuhause bleiben. Dominic Schmied fürchtet ein deutliches Umsatzminus für seine Branche. Jede Unterstützung für die Betriebe sei jetzt wichtig

Fast leere Straßen in der Innenstadt, Flaute in den dortigen Geschäften und vor allem auch in den Hotels: Das Corona-Virus COVID-19 hat in der Tourismusstadt Wien deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Generell sei die Hotellerie immer mehr von Stornierungen betroffen, sagt Branchenobmann Dominic Schmid. 

„Betriebe, die viele chinesische Touristen beherbergt haben, leiden massiv. Auch in den Negativzahlen sind Betriebe, die sich auf italienische Schüler- und Studentengruppen spezialisiert haben.”
Dominic Schmid

Bei Stornos aus Ländern mit Ausreiseverboten wie China und Italien können keine Stornogebühren verrechnet werden. Weil die Weitervermittlung der Zimmer meist auch nicht möglich ist, stehen sie leer - ein finanzieller Komplettausfall. Zusätzlich kommen auch im B2B-Sektor weniger Gäste, weil auch Firmenveranstaltungen und Kongresse storniert oder verschoben werden, wie etwa der Europäische Radiologenkongress mit 30.000 Teilnehmern, der vorige Woche von März auf Juli gelegt wurde. Das Kongressteschäft ist für die Wiener Hotellerie enorm wichtig. Etwa jede achte Nächtigung entfällt auf Kongressgäste, sie geben mehr als doppelt soviel aus wie normale Touristen.

Wirtschaft braucht Unterstützung

Vergangenen Freitag wurde angekündigt, dass der Bund stark betroffene Betriebe unterstützen wird - mit Haftungen und Garantien für Überbrückungskredite (siehe Kasten rechts). Für Schmidt ein wichtiger Schritt: „Der Tourismus ist derzeit die vom Corona-Virus am meisten betroffene Branche, ganz besonders in Wien. Deshalb brauchen wir Unterstützung.”

Gleichzeitig ist absehbar, dass auch andere Branchen die Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs mehr und mehr zu spüren bekommen werden - vom Handel über die Gastronomie bis zum Dienstleistungs- und Verkehrssektor. Die Wirtschaftskammer beobachtet genau, wie sich die Situation entwickelt. Im Bedarfsfall braucht es rasche Entscheidungen gemeinsam mit Bund und Stadt Wien, um negative Folgen vor allem für kleine und mittlere Betriebe abfedern zu können.


Hilfe für die heimische Wirtschaft

1. Haftungsrahmen speziell für Tourismusbetriebe:

  • Wieviel: bis zu 100 Millionen Euro
  • Zielgruppe: kleine, mittlere und familiengeführte Unternehmen im Tourismussektor, die wegen Coronavirus-bedingten Einnahmeausfällen Überbrückungskredite brauchen.
  • Was: Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) übernimmt die Haftung für diese Kredite, das Tourismusministerium die Kosten der Haftungsbereitstellung (Bearbeitungsgebühr, Haftungsprovision).
  • Ziel: Sicherung der Liquidität zur Aufrechterhaltung des operativen Betriebes in den betroffenen Unternehmen
  • Abwicklung: über die ÖHT

2. aws-Garantien für Überbrückungsfinanzierungen:

  • Wie viel: zehn Millionen Euro
  • Wer: aws (Austria Wirtschafts-Service).
  • Zielgruppe: kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen (weniger als 250 Mitarbeiter, max. 50 Millionen Euro Umsatz oder 43 Millionen Euro Bilanzsumme).
  • Was: Besichert werden 80 Prozent eines Überbrückungskredites.
  • Laufzeit: fünf Jahre.
  • Einreichung: über die finanzierende Hausbank. Die Förderstelle aws entscheidet über die Vergabe der Haftung.
  • Antragstellung: ist erst möglich, wenn die Förderrichtlinien vorliegen. Infos dazu gibt es laufend online 


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