th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Copyright: Vorsicht ist angesagt

Grafiken, Links, Fotos und Texte im Internet: Das Urheberrecht liegt automatisch beim Schaffer des jeweiligen Werks und darf nicht verletzt werden. Die wichtigsten Infos im Überblick.

Copyright
© MR Gao/Shutterstock

Die Rechte des Urhebers entstehen automatisch mit der Schaffung des Werks. Es bedarf dazu keines Formalakts wie einer Registrierung oder eines so genannten Copyrightvermerks „©”. Es werden ganz verschiedene Arten von geistigen Leistungen urheberrechtlich geschützt, wie z.B. Literatur, Musik, Fotos, Filme, Videos, aber auch Computerprogramme und Datenbanken. Voraussetzung für den urheberrechtlichen Schutz solcher Werke ist, dass diese eigene geistige Schöpfungen ihrer Urheber sind. Dabei müssen durch freie kreative Entscheidungen deren Persönlichkeiten zum Ausdruck kommen. Aber auch wenn die fremden Inhalte nicht urheberrechtlich geschützt sind, kann deren Übernahme rechtswidrig sein, wenn z.B. ein passender Text kopiert wird. Denn eine solche Übernahme von fremden Inhalten kann eine unbefugte Nachahmung sein, was einen unlauteren Wettbewerb darstellt, da durch die Arbeitsersparnis ein ungerechtfertigter Wettbewerbsvorteil verschafft wird.

Auch Layouts können geschützt sein

Auch ein Layout kann geschützt sein, wenn es sich nicht bloß um ein Standardlayout (z.B. einer Erstellungssoftware) handelt, ohne dass individuelle Gestaltungselemente eingesetzt werden. Die konkrete Ausgestaltung oder wesentliche Elemente des Layouts einer bereits bestehenden Website sollten deshalb nicht einfach übernommen werden.

Welche Fotografien geschützt sind

Bei Fotografien besteht nicht nur ein Schutz für urheberrechtliche Werke, sondern auch für jede andere Art von Fotografien. Bei solchen wird der Hersteller der Fotografien geschützt. Es darf keine Fotografie ohne Zustimmung des Fotografen auf dem eigenen Server abgespeichert werden, um im Internet zur Verfügung gestellt zu werden. Aber auch wenn die Zustimmung vorliegt, ist idR der Name des Fotografen anzugeben. Neben den schon erwähnten Rechten des Fotografen ist bei der Abbildung von fremden Personen Folgendes zu beachten: Bilder von Personen dürfen ohne deren Zustimmung nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht oder verbreitet werden, wenn dadurch berechtigte Interessen des Abgebildeten oder, falls die betroffene Person verstorben ist, eines nahen Angehörigen verletzt würden. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Bild für werbliche Zwecke genutzt wird. Unabhängig davon werden auf Fotografien von Personen in der Regel auch personenbezogene Daten wiedergegeben. Daher sind datenschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten. Im Zweifel ist eine Einwilligung der abgebildeten Personen sinnvoll. Auf der Fotografie können aber auch andere Werke abgebildet werden, dies stellt eine Vervielfältigung dieser anderen Werke dar und ist daher nur mit der Zustimmung der Rechteinhaber zulässig.

Vorsicht auch bei Verlinkungen

Links sind zulässig, wenn die verlinkten urheberrechtlich geschützten Werke nicht einem neuen Publikum zugänglich gemacht werden. Wurden die Inhalte mit der Zustimmung der Rechteinhaber ins Netz gestellt, ist dies zulässig. Umgekehrt, wenn die Inhalte ohne Zustimmung der Rechteinhaber ins Netz gestellt wurden, ist die Verlinkung unzulässig. Unzulässig sind auch solche Links, durch welche mit technischen Maßnahmen geschützte Inhalte zugänglich werden (z.B. Inhalte einer entgeltlichen Website, bei der man sich einloggen muss, hier wird ein neues Publikum erschlossen). Ganz allgemein kann eine Verlinkung auf eine Website grundsätzlich verboten sein, wenn ein berücksichtigungswürdiger Grund vorliegt (z.B. Ehrenbeleidigung oder Verleumdung), eine Verlinkung zu unterlassen oder einen Link zu entfernen. Ein solcher Grund wäre z.B., dass durch eine Verlinkung der Eindruck einer unerwünschten Nahebeziehung zwischen zwei Betreibern von Websites erweckt wird.

 

Checkliste für den Webauftritt

  • Stammen alle Inhalte der Website (z.B. Grafiken, Texte, Bilder) von Mitarbeitern des Unternehmens?
  • Wenn nicht: Wurden entsprechende Werknutzungsverträge (inkl. Verwendung im Internet) mit den Urhebern geschlossen?
  • Sichern Sie sich von der Werbeagentur die Möglichkeit, Werbemittel auch im Internet zu nutzen.
  • Wenn Sie Werbeunterlagen erstellt haben, die Sie nun im Internet verwenden wollen, überprüfen Sie, ob Sie sich bei der damaligen Gestaltung das Zurverfügungsstellungsrecht einräumen haben lassen.
  • Verweisen Links nur auf legale Inhalte, die mit Zustimmung der Rechteinhaber ins Internet gestellt wurden?
  • Klären Sie, ob der Fotograf die Nennung seines Namens wünscht.


Das könnte Sie auch interessieren

Entsendung

Mitarbeiter ins Ausland senden

Die Europäische Union fördert mit ihrem neuen Programm „MobiliseSME” die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland für bis zu sechs Monate. mehr

Stolz auf Wien

Eigenkapitalspritze „Stolz auf Wien” für Betriebe

40 Millionen Euro stehen insgesamt zu Verfügung, um Betrieben, die Teil der Wiener Identität sind, in der Corona-Krise zu helfen. mehr