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Brexit: Was gilt ab Februar? Sie fragen, wir antworten.

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein Auszug der aktuellen Fragen.

Jetzt ist es fix. Die Briten verlassen morgen die Europäische Union. Die Austrittsverhandlungen laufen aber noch bis Ende des Jahres - mindestens.
© ptystockphoto/Shutterstock Jetzt ist es fix. Die Briten verlassen morgen die Europäische Union. Die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen laufen aber noch bis Ende des Jahres - mindestens.

Mit Ende Jänner vollzieht das Vereinigte Königreich formell den Ausstieg aus der Europäischen Union. Doch direkte Folgen hat das keine. Durch den Austrittsvertrag, der eine Übergangsfrist bis Ende 2020 vorsieht, bleiben die bisherigen Freiheiten des Personen-, Waren-, Geld- und Dienstleistungsverkehrs aufrecht. Wie das endgültige Abkommen über die Beziehungen zwischen Vereinigtem Königreich und der Europäischen Union (EU) aussehen werden, ist aber noch nicht absehbar. Dennoch gibt es schon jetzt wichtige Fragen.

Anstellungsverhältnisse

  • Ich habe eine Bewerbung eines britischen Staatsbürgers. Kann ich ihn noch einstellen?
    Ja, alle Anstellungen bis zum Jahresende fallen noch unter das Austrittsabkommen und bleiben auch von künftigen Verhandlungen unbeeinflusst. Ein neues Anstellungsverhältnis mit einem britischen Staatsbürger ist also unproblematisch.

Zweigstellen

  • Ich habe ein Büro in London. Wenn ich meine Angestellten dorthin entsende ändert sich etwas?
    Nein, auch für Entsendungen gelten - zumindest bis zum Jahresende - die gleichen Regeln wie bisher, sie sind also weiterhin unter den gleichen Rahmenbedingungen möglich. Wie es nach dem Auslaufen der Übergangsfrist aussieht, ist derzeit jedoch offen und kommt auf den Ausgang der Verhandlungen an.

Reisen

  • Meine Tochter studiert im Rahmen des Erasmus-Programms in London. Muss ich wegen ihres Aufenthalts etwas beachten?
    Derzeit nicht, in der Übergangsperiode, die bis Ende des Jahres andauert und einmal verlängert werden kann, bleiben die Rahmenbedingungen gleich. Wie es danach aussieht ist offen. Je nach künftigen Vereinbarungen könnte das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil der EU-Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps sein. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass das Vereinigte Königreich als Nicht-Mitglied der EU (genauso wie zum Beispiel Norwegen oder die Türkei) Teil dieser EU-Programme wird.

Export

  • Ich importiere viele Waren aus England. Werden sie teurer?
    Nein, bis zum Ende des Jahres und je nach Verhandlungsergebnis darüber hinaus, sollten die Preise weitgehend stabil bleiben und den üblichen Schwankungen und Steigerungen unterliegen. Das Verhandlungsergebnis über die künftigen Beziehungen zwischen UK und EU könnte aber auch die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und dem britischen Pfund beeinflussen.

  • Ich exportiere Waren in das Vereinigte Königreich. Worauf muss ich achten?
    Vorläufig muss auch im Export nichts geändert werden, es gelten zumindest bis Jahresende dieselben Regeln wie bisher. Auch die UID-Nummern und deren Handhabe bleiben unverändert.

  • Ich exportiere Waren, die im UK produziert oder veredelt wurden in Drittländer. Ändert sich etwas? Ich exportiere Waren die im UK gefertigt oder veredelt wurden. Was muss ich beachten?
    Die EU hat alle Handelspartner-Länder informiert, dass aus ihrer Sicht das Vereinigte Königreich zumindest bis zum Jahresende wie ein EU-Land zu behandeln ist. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es jedoch nicht.

Finanzen

  • Wenn ich Geld nach London überweisen will, ändert sich etwas?
    Nein, zwischen EU und dem Vereinigten Königreich gilt auch nach dem 31. Jänner der freie Geldverkehr, auch ist England weiterhin Mitglied des SEPA-Zahlungsraumes - für Überwiesungen ändert sich also nichts, auch die Buchungsdauer wird sich nicht erhöhen.

  • Ich habe Konten und finanzielle Mittel in englischen Banken. Was muss ich beachten?
    Derzeit gar nichts, die Regeln für den freien Geldverkehr bleiben zumindest bis Jahresende aufrecht. Wie es nach Ende der Übergangsregelung ausssieht, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

 

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