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Bitte ohne Kristallkugel

Die EU-Vorgaben für Abbiegeassistenten sind noch nicht fixiert. In Wien muss trotzdem jetzt schon umgebaut werden. Unternehmer sind aber keine Wahrsager, sagt Wolfgang Böhm, Fachgruppenobmann der Wiener Transporteure.

Wolfgang Böhm
© Foto Weinwurm

Auf EU-Ebene ist beschlossen, dass neu zugelassene Fahrzeuge ab 2024 verpflichtend Abbiegeassistenzsysteme eingebaut haben müssen. Die technischen Standards dafür sind aber noch nicht fixiert. „Wien prescht nach Vorne und will ein Rechtsabbiegeverbot für Lkw ohne solche Assistenten bereits ab April 2020. Ohne genaue EU-Vorgaben müssten wir die Assistenten auf gut Glück einbauen. Wir sind aber Unternehmer und keine Wahrsager”, sagt Wolfgang Böhm, Fachgruppenobmann der Wiener Transporteure.

„Unternehmer sind keine Wahrsager. Aktuell müssten wir die Assistenten auf gut Glück einbauen.”
Wolfgang Böhm, Transporteur-Obmann

„Ich persönlich würde lieber auf tatsächlich niedergeschriebene Vorgaben vertrauen - und nicht auf Tarot-Karten. Im schlimmsten Fall bauen wir jetzt Geräte ein, die wir dann wieder ausbauen müssen.” Sicherheit auf den Straßen - insbesondere für Kinder - stehe für die Wiener Transporteure natürlich an oberster Stelle, so Böhm, danach würden aber Rechtssicherheit und auch Versorgungssicherheit in der Stadt folgen.

De-facto-Fahrverbot

Denn wofür man keine Kristallkugel braucht, ist die Prognose für eine Stadt ohne Lkw: Leere Regale im Supermarkt, keine Tageszeitungen und schließlich das Fehlen von lebenswichtigen Medikamenten. Wenn in einer Stadt keine Lkw fahren dürfen, kommt es bereits nach zwei Tagen zu eklatanten Verschlechterungen der Lebensumstände - und in drei Tagen steht ganz Wien. Das Rechtsabbiegeverbot für Lkw ohne Assistenzsysteme in Wien komme aber einem De-facto-Fahrverbot gleich und gefährde in den ersten Monaten eben diese Versorgung. „Das liegt aber nicht am Wollen der Transportunternehmen, sondern an der Umsetzbarkeit der Verordnung”, so Böhm.

Wir brauchen Fristen, die einhaltbar sind

Die angedachten Fristen für den Umbau seien zu kurz. Rund 15 Wiener Werkstätten könnten nicht 18.000 Lkw, die im Wiener Raum unterwegs sind, innerhalb nur eines Jahres umbauen. „Wir brauchen Fristen, die einhaltbar sind. Wichtig ist aber, dass man diese Fristen erst vorgeben kann, nachdem die EU-Vorgaben klar definiert worden sind. Eine längere Umbauphase hilft nämlich auch nichts, wenn man nicht weiß, was man überhaupt einbauen soll”, resümiert Böhm.

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