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Bis zur Sonne und wieder zurück

Die RUAG Space Austria GmbH ist Österreichs größter Weltraumzulieferer. Von robuster Elektronik über hochpräzise Navigationssysteme, bis zur Thermalisolation von Raketen und Satelliten, bringt das Unternehmen Spitzentechnologien aus Wien in den Weltraum.

Die RUAG Space Austria entwickelt und produziert hochpräzise Weltraumtechnologien.
© RUAG Space/Martin Steiger Die RUAG Space Austria entwickelt und produziert hochpräzise Weltraumtechnologien.

Navigationssysteme wie GPS, Wettervorhersagen, Beobachtungen zum Klimawandel, Live-Übertragungen der Fußball-WM, Video-Konferenzen im Home-Office oder ein kurzer Anruf aus dem Urlaub am Kreuzfahrtschiff: „Viele wissen gar nicht, wie oft sie in ihrem Alltag eigentlich mit Weltraumtechnik zu tun haben”, beginnt Andreas Buhl, RUAG Space Austria-Geschäftsführer zu erzählen. Das Unternehmen, das seinen Sitz in Wien-Meidling hat und österreichweit rund 250 Mitarbeiter beschäftigt, ist Österreichs größter Weltraumzulieferer und in zwei wesentlichen Bereichen weltweiter Spitzenreiter: Weltraumelektronik (Navigation) und Thermalisolation. „Weltraumelektronik muss sehr belastbar und gleichzeitig hochpräzise sein”, schildert Buhl. „Ein Satellit muss im All Temperaturschwankungen von durchschnittlich plus 200 bis minus 200 Grad standhalten”, erklärt der Experte. Hier kommt die RUAG Space Austria ins Spiel: Bei der Isolierung dieser Spitzentechnologie vor den extremen Temperaturen. Und bei der Entwicklung einer robusten Elektronik. Dabei handelt es sich etwa um Navigationssysteme zur präzisen Positionsbestimmung des Satelliten im Weltall. „Zudem sorgen wir mit speziellen Containern auch dafür, dass die Satelliten auf der Erde sicher und unversehrt transportiert werden können”, fügt Buhl noch hinzu.

Andreas Buhl führt das Unternehmen.
© RUAG Space/Anna Rauchenberger Andreas Buhl führt das Unternehmen.

Zu Sonne, Merkur oder in eine weit, weit entfernte Galaxie

Zum Einsatz kommt die Technologie der RUAG Space, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 45 Millionen Euro machte, unter anderem bei Expeditionen der ESA (European Space Agency) oder der NASA (National Aeronautics and Space Administration): „Unsere Thermalisolation wird derzeit etwa auch bei der Merkursonde der europäisch-japanischen ,BepiColombo-Mission’ oder der Sonnenmission ‚SolarOrbiter‘ verwendet, unsere Navigationsempfänger kommen bei den Klimaschutz-Satelliten ,Sentinel’ zum Einsatz und bei der europäischen Trägerrakete ,Ariane 6’ arbeiten wir derzeit auch mit”, zählt Buhl einige laufende Projekte auf. Das sei aber nur ein Teil der Aufträge, so der RUAG Space Austria-Geschäftsführer. Ein weiterer Teil komme aus dem privaten Sektor, „zum Beispiel von Kunden im Telekommunikationsbereich, die mittels Satellitentechnik das Internet in entlegene Regionen der Welt bringen möchten”, sagt er und verweist auf den wachsenden kommerziellen Raumfahrtmarkt und dem damit einhergehenden technischen und finanziellen Druck.

Nächster Start in 3, 2, 1,...

Bis es diese hochpräzisen Technologien nämlich tatsächlich in den Weltraum schaffen, dauert es oft Jahrzehnte, weiß der Experte: „Alleine die umfangreiche Forschung, die hinter einem solchen Projekt steht ist enorm - das schlägt sich natürlich auch in der Finanzierung solcher Projekte zu Buche”, erklärt Buhl und gibt einen kleinen Einblick in die Kosten: „Bei einem Hitzeschutz für einen Satelliten befinden wir uns zirka bei einer Größenordnung von 200.000 bis zehn Millionen Euro - je nach Umfang des Projekts.”

Nichts destotrotz, startet am 10. November schon der nächste (Umwelt-)Satellit mit Produkten der RUAG Space ins All.


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