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Biotechnologie – Einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Österreichs

Eine Branche auf dem Vormarsch: Biotechnologie trägt maßgeblich zum Erfolg Österreichs bei. Insbesondere Wien hat als beliebter Standort für Unternehmen in diesem Bereich einen hohen internationalen Stellenwert.

Die bedeutung von Biotechnolgie in Österreich wächst.
© WKW Die bedeutung von Biotechnolgie in Österreich wächst.

Die Biotechnologie umfasst eine  unüberschaubare Vielzahl von Verfahren, Produkten und Methoden.  Zum Einsatz kommt es am häufigsten in der Landwirtschaft,  aber auch in der Medizin, der Pharmazeutik und in der Industrie ist sie von großer Bedeutung.

Biotechnologie ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Österreich  geworden.  Vorwiegend wird dieser Einfluss von dem Gesundheitssektor geprägt. Der Wirtschaftsfaktor Gesundheit nimmt immer mehr an Bedeutung für den Mensch zu, jedoch wird dieser auch heutzutage immer noch vorwiegend als ein hoher  "Kostenfaktor" wahrgenommen. Das Biopatent Monitoring Komitee konstatierte das Österreich rund 11% seines BIP für das Gesundheitswesen pro Jahr aufwendet.

Mehr als 10% der österreichischen Wertschöpfung entstehen direkt in der Gesundheitswirtschaft. Mit den Verflechtungseffekten werden sogar mehr als 16% der österreichischen Wertschöpfung direkt, indirekt oder induziert durch Nachfrage in diesem Bereich geschaffen.

Immer mehr Bedeutung in Österreich

Durch das wachsende Ansehen der Biotechnologie in Österreich, siedeln sich auch immer mehr Unternehmen in Österreich an. Die Beschäftigungsintensität in dem Bereich stieg in den letzten Jahren stetig an. In Österreich sind 20% der Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft oder in den von ihr angestoßenen Wirtschaftsbereichen tätig. Alleine im Beobachtungszeitraum 2015 bis 2017 wurden vom Österreichischen Patentamt 14 Patente mit biotechnologischem Bezug erteilt. Die wesentlichen Themenbereiche waren dabei die Medizin, wo Patente zur Impfstoffentwicklung und zu immunologischen Testsystemen registriert wurden, die Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt der Futtermittelforschung, sowie die Synthesechemie. Der gesamte Gesundheitssektor wird von dem Life Sciences Sektor geprägt obwohl dieser nur einen  kleinen Anteil umfasst, zieht dieser jedoch einen beachtlichen ökonomischen Impact mit sich. Am besten ist der direkten Effekte auf die Wertschöpfung in der Pharmabranche bei 4,7 Mrd. € zu erkennen und übertrifft so die in Österreich wichtigsten Brachen  wie die Hotellerie und  Gastronomie.

Der Life Sciences Sektor wächst stetig an und stellt ein wachsendes Wirtschaftssegment dar und trägt mit 2,8% des BIP maßgeblich zur nationalen Wertschöpfung bei. Dieser  gilt auch als einer der innovationsfreudigsten Bereiche, der zudem mit 14,4% die höchste Forschungsquote aufweist. Heimische Life Science-Unternehmen investieren jährlich fast 1 Mrd. € in Forschung und Entwicklung. Die Hauptstandorte des Biotechnologie und Pharmasektors entsprechend der Umsatzzahlen sind Wien, gefolgt von Oberösterreich, Tirol und der Steiermark.

Speziell in Wien hat die medizinische Forschung dank ihrer langjährigen Tradition einen sehr hohen wirtschaftlichen Stellenwert.  Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen dabei Semmelweis, Billroth und Landsteiner. Das Wachstum der Branche spiegelt sich in den 480 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere relevante Organisationen wieder, welche über 35.730 Personen in den Life Sciences in Wien beschäftigen. 

Top 5 der Pharma-Branche siedelten sich in Wien an

Ein weiterer Grund für das Wachstum könnte die herausragende geographische Position und die Bewertung als Stadt mit der weltweit besten Lebensqualität macht Wien zu einem idealen Standort, um Produkte in ganz Europa zu vermarkten.  Alle pharmazeutischen Großunternehmen und alle führenden Medizinprodukte-Unternehmen, die aufgrund ihrer Jahresumsätze zu den Top 5 weltweit zählen, haben sich mittlerweile in Wien angesiedelt. Zusätzlich zu den internationalen Firmen steigt seit den 1990er dynamisch die Anzahl der Start- up an.

Alleine 434 Biotechnologie-Unternehmen, pharmazeutische Betriebe und Medizinprodukte-Unternehmen produzieren oder entwickeln Produkte oder Prozesse oder sind als Zulieferer, Dienstleister oder im Vertrieb sind in Wien aktiv.

Laut dem Vienna Life Science Report 2015/16 (Daten:2014)  beschäftigen diese Unternehmen mehr als 22.120 Personen und generierten nahezu 10 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Ein Drittel der Firmen betreiben Forschung, Entwicklung oder stellen innovative Produkte her.

In den letzten Jahren wurden vermehrt Ausbildungen in den Bereichen Life Sciences, Medizin und Gesundheitswesen angeboten. Der herausragende Ruf der historischen Wiener medizinischen Schulen findet heutzutage eine Fortsetzung im gesamten akademischen und wirtschaftlichen Bereich.  Dies hat auch einen wesentlichen  Einflussfaktor für den Biotechnologie-Standort Österreich bedeutet. Rund 8.000 Studienabschlüsse pro Jahr stellen im internationalen Vergleich eine enorm hohe Zahl an AbsolventInnen dar, welche die Basis für Forschung, Innovation, Wirtschaft und Dienstleistung in den Life Sciences und dem Gesundheitswesen bilden. 

Der Unternehmenssektor in Österreich

Für den Bereich der europäischen Life Sciences ist Österreich dank seinem Standort im Herzen Europas, international einer der wichtigen Quellen für Arzneimittel, Produkte, Technologien und Dienstleistungen geworden. Kleine und große Unternehmen sowie eine Reihe multinationaler Konzerne, haben ihren Hauptsitz oder ihre Produktionsstandorte nach Österreich verlagert.

Die Umsatzzahlen und die große Zahl an hoch qualifizierten Arbeitsplätzen unterstreichen die volkswirtschaftliche und sozioökonomische Relevanz des Life Sciences Unternehmenssektors, der sich auch international entgegen den Trends anderer Sektoren überdurchschnittlich und auf hohem Niveau entwickelt und ein bedeutendes Zukunftsfeld darstellt.  Im dem Zeitraum 2012 – 2014 war der Anstieg der Entwicklungen im österreichischen Life Sciences Unternehmenssektors bei der Anzahl der  Biotechnologieunternehmen am größten, während der Subsektor Biotech & Pharma das höchste Wachstum hinsichtlich des Umsatzes hatte.

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