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Bezirksobleute wissen, was Betriebe brauchen

Jeder Bezirk hat seine Eigenheiten. Dementsprechend sind die Themen der Unternehmer vor Ort individuell. Mit 23 Bezirksobleuten hat die WK Wien Ansprechpartner installiert, die ein offenes Ohr für die Betriebe haben und sich für deren Anliegen einsetzen.

wko im Bezirk
© wkw

Auch im digitalen Zeitalter gilt: Durch’s Reden kommen die Leut’ zusammen. Wer mit seinen Nachbarn redet, erfährt, was läuft. „Mit WKOimBezirk ist die Stimme der Wirtschaft in den Bezirken deutlich spürbar geworden und hat mehr Kraft bekommen. Unsere Bezirksobleute sind die starke Interessenvertretung vor Ort. Als erfahrene Unternehmer kennen sie die Probleme und helfen dabei, Wege zur Lösung aufzuzeigen“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Nahe am Geschehen, können die Bezirksobleute schon intervenieren, bevor eine Krise eintritt. So wie beim U-Bahnbau, wo schon jetzt Förderungen für Betroffene bereitstehen. Unterstützt von einem Expertenteam der WK Wien, organisieren Bezirksobleute Fachvorträge, informieren über Themen, die gerade im Bezirk Wellen schlagen, und verschaffen Unternehmern so einen Informationsvorsprung. Oft erreicht sie eine Bitte um Unterstützung bei Betriebsanlagengenehmigungen, Ladezonenproblemen, Baustellenmanagement, Schanigärten, aber auch spezielle Fragen zu Finanzierung und Förderungen oder zum Export. Die Erfahrung aller Bezirksobleute zeigt, dass Unternehmer sehr froh über die Treffen mit anderen Betrieben in ihrer Umgebung sind und sie möchten sie gerne weiterführen.

Baustellen

  • Langjährige Belastung durch die U2/U5
    Vom Bau der U-Bahnlinien U2/U5 sind sechs Bezirke betroffen. Die lange Bauzeit und die vielen Beeinträchtigungen werden für die ansässigen Betriebe eine große Belastung sein. Das wurde auch in den Gesprächen der Bezirksobleute mit den Unternehmern immer wieder thematisiert. Nun werden die WK Wien und die Wirtschaftsagentur die bisher größte U-Bahn-Bau-Soforthilfe Wiens für betroffene Betriebe bereitstellen. Zusätzlich zu finanzieller Soforthilfe arbeitet WKOimBezirk allgemeine verkaufsfördernde Marketing-Maßnahmen aus, um Kunden zu signalisieren, dass die Unternehmer für sie da sind - trotz Baustelle.

  • Informieren und Vernetzen 
    Zur Zeit finden in den sechs Bezirken Info-Veranstaltungen statt, die über die Pläne zum Bau und die Förderung Auskunft geben. Barbara Sickenberg hat ein Fachgeschäft für Geschirr in der Kirchengasse. Sie besuchte die Info-Veranstaltung im 7. Bezirk, die WK Wien-Bezirksobmann Rainer Newald organisierte. Newald lud die Unternehmer ein, Vorschläge für Marketing-Maßnahmen zu machen, die in das Konzept einfließen können: „Eine Möglichkeit wäre, größere Flächen anzumieten und dort Verkaufsraum für einige Zeit zur Verfügung zu stellen”, sagt Newald. „Die Infos waren sehr aufschlussreich und verständlich. Ich würde mich freuen, wenn einige von uns Kaufleuten auch Ideen zum Marketing-Konzept liefern, denn in jedem Grätzel funktioniert etwas anderes. Ich vermittle meinen Kunden schon jetzt, dass wir zu 110 Prozent während und auch nach der Baustelle noch da sein werden”, so Sickenberg. Gerald Schnepf vom Berufsbekleidungsgeschäft, ebenfalls aus der Kirchengasse, ergänzt: „Bei der Veranstaltung wurden einige Punkte klargestellt, die vorher noch nicht so klar waren.” Beide Unternehmer werden um die Förderung bei der Wirtschaftsagentur einreichen. Gefördert werden klassische Geschäftslokale, die nicht mehr als 50 Mitarbeiter haben. Entgegen sonstiger Förderungen ist kein Nachweis eines Umsatzrückgangs nötig. Zur genauen Abwicklung kann man sich bereits jetzt beim Förderreferat der WK Wien beraten lassen. Ab 1. November kann man online bei der Wirtschaftsagentur Wien den Antrag einreichen.

  • Währing: Baustelle im Sommer beendet
    Nicht nur die U-Bahn, auch andere Baustellen stellen die Betriebe immer wieder vor große Herausforderungen. In Währing wurde eine monatelange Baustelle gerade beendet. WK Wien-Bezirksobmann Walter Seemann informierte die Unternehmer vor Beginn der Baustelle und holte danach Berichte ein, wie es ihnen ergangen ist: „Einige Kaufleute verzeichneten bis zu 50 Prozent Umsatzeinbußen, sie machten dafür nicht nur die Baustelle, sondern auch die Hitze verantwortlich. Andere wiederum hatten weniger zu kämpfen und sind mit der Straße, wie sie jetzt ist, sehr zufrieden. Ob Beeinträchtigung oder nicht, ist offenbar stark vom konkreten Standort abhängig”, so Seemann. „Die rechtzeitige Info an die Unternehmer ist aber äußerst wichtig. Sie können sich darauf einstellen und den Wareneinkauf besser planen oder ihre Kunden vorab informieren”, ergänzt Beate Marx vom Währinger Wirtschaftsverein. Im Dörflkurier vom Verein Kutschkerdörfl informierte Obfrau Ingrid Jung-Blaha die Kunden laufend zur Baustelle.

Öffentlicher Raum

  • Rotenturmstraße
    Die Rotenturmstraße soll umgebaut werden. Wie, steht noch nicht fest, denn derzeit rittern Architekten um den Auftrag. Die Unternehmer wollen ein Mitspracherecht bei der Planung. Dieter Steup, WK Wien-Bezirksobmann für den 1. Bezirk, sagt: „Wir sind für die Umgestaltung, aber die Anliegen der Unternehmer müssen berücksichtigt werden.” Er hat deshalb gemeinsam mit der Verkehrsabteilung der WK Wien einen Forderungskatalog erstellt. Dieser beinhaltet unter anderem, dass die Verkehrsführung beibehalten wird, die Taxistandplätze und so viele Parkplätze wie möglich erhalten bleiben. Die Ladezonen sollen zu größeren und räumlich optimierten Zonen zusammengefasst werden, für die 24 Schanigärten soll es einheitliche Regeln geben. 

  • Unmut über Alkohol
    Andere Themen des öffentlichen Raums betreffen die Leopoldstadt. Der illegale Spirituosenverkauf am Donaukanal war ein Ärgernis für die ansässigen Lokale. Darüber hinaus wurden Sitzbänke in der Praterstraße von Menschen belagert, die am Praterstern keinen Alkohol mehr konsumieren dürfen. WK Wien-Bezirksobmann Martin Schöfbeck kennt die Probleme: „Ich mache regelmäßig meine Besuche bei Betrieben. Jedem Unternehmer, der zu mir kommt, versuche ich umgehend zu helfen, ohne die Dinge unnötig aufzubauschen. Durch Schwerpunktaktionen der zuständigen Stellen wurde der illegale Alkoholverkauf eingedämmt. Die okkupierten Bänke sind bereits wegeräumt. In letzter Zeit sind zu beiden Themen keine Beschwerden mehr eingelangt”, so Schöfbeck.

Sicherheit

  • Kooperation mit Polizei
    Die Polizei sucht mit der Initiative Gemeinsam.Sicher das direkte Gespräch mit der Bevölkerung. Die Bezirksobleute machen Unternehmer darauf aufmerksam. So auch die WK Wien-Bezirksobfrau Martina Pfluger, die mit Kontrollinspektor Siegfried Lachner die Betriebe in Hernals informierte: „Ich finde es wichtig, dass wir über diese Initiative Bescheid wissen. Jetzt haben wir Unternehmer einen Ansprechpartner, an den wir uns wenden können, wenn sie einen Missstand wahrnehmen”, so Pfluger. „Wenn ich von Unternehmern über Probleme früh informiert werde, kann ich einiges bereits im Keim ersticken”, sagt Lachner.

Parken

  • Kurzparkzone bleibt, Kunden finden Parkplatz
    Parkplätze sind in Wien an vielen Stellen Mangelware. Viele Kunden kommen aber mit dem Auto zu den Betrieben. So auch zu Schlossermeister Georg Senft: „Nicht alle Produkte, die hier gekauft werden, können weggetragen werden. Ein Tresor zum Beispiel wiegt 150 Kilogramm. Da braucht man schon ein Auto”, so Senft. Daher waren viele Kaufleute nicht glücklich, als der Bezirk einen Antrag stellte, die Kurzparkregelung der gesamten Josefstädterstraße während des jahrelangen U-Bahn-Baus aufzuheben, damit Anrainer mit Parkkleber dort ohne Zeitbeschränkung parken können. Die WK Wien konnte das mit einer schlüssigen Argumentationskette verhindern. „Die Regelung für die ganze Straße auf einmal aufzuheben, wäre eine erhebliche Verschlechterung gewesen. Ich bin froh, dass auf einer sachlichen Ebene ohne böse Worte diskutiert wurde”, freut sich WK Wien-Bezirksobmann Wolfgang Primisser.


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