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Betriebe entlasten, um Konjunktur anzukurbeln

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer

Walter Ruck
© ian ehm

Ein schwacher Welthandel, Handelsstreitigkeiten zwischen den Kontinenten und ein bevorstehender Austritt Großbritanniens aus der EU - all das geht auch an der österreichischen Wirtschaft nicht spurlos vorüber. Zwar läuft unsere Wirtschaft im Vergleich zur deutschen immer noch relativ rund. Doch auch bei uns mehren sich die Anzeichen einer schwächer werdenden Wirtschaftskraft, etwa am Arbeitsmarkt. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um gegenzusteuern.

Das Wichtigste ist nun Entlastung - und zwar in mehrfacher Hinsicht. Einerseits steuerlich durch die Umsetzung der nächsten Etappen der Steuerreform; mit ihnen müssen insbesondere die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer (KöSt) gesenkt werden. Andererseits braucht es auch Entlastung bei der Bürokratie, der Unternehmen ausgesetzt sind.
Walter Ruck

Es ist nicht notwendig, dass eine Flut an Vorschriften jedes Detail der unternehmerischen Arbeit regelt. Die Wirtschaftstreibenden kostet das extrem viel Zeit, Geld und Nerven. Ich bin davon überzeugt, dass viele Regeln durch den gesunden Menschenverstand und Grundsatzziele ersetzbar sind. Nicht zuletzt müssen die Anstrengungen im Kampf gegen den Fachkräftemangel deutlich ausgeweitet werden. In vielen Branchen gibt es einfach nicht genug Bewerber. Die Gründe dafür sind in den einzelnen Berufen sehr unterschiedlich. Doch sie lassen sich feststellen - und beheben. Mit einer klugen, zukunftsorientierten Politik.

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