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Batterien: Kein Stoff für die Tonne

Derzeit wird in Österreich nur jede zweite Batterie fachgerecht entsorgt. Österreich will deshalb seine Sammelquote steigern - der Umwelt und der Sicherheit zuliebe.

Batterien
© Syda Productions/Shutterstock

Rund 4000 Tonnen an Gerätebatterien werden laut offiziellen Zahlen in Österreich jährlich verkauft - Fahrzeug- und Industriebatterien nicht miteingerechnet. Aber nur etwa die Hälfte davon landet am Ende ihrer Lebenszeit dort, wo sie hingehört - in der Sammelbox im Handel oder im Altstoffzentrum. Die andere Hälfte landet vermutlich zu einem Großteil im Restmüll. Problematisch ist das aus zweierlei Gründen. Einerseits bedeutet die falsche Entsorgung von leeren Batterien und Akkus eine Verschwendung von Ressourcen.

„Im Restmüll haben Lithium-Ionen- Batterien definitiv nichts verloren, selbst am Ende ihrer Lebensdauer müssen sie fachgerecht behandelt und gelagert werden“
Helmut Ogulin, Branchensprecher der heimischen Entsorgungsbetriebe auf Bundes-und auf Wiener Ebene.

In ihnen stecken wertvolle Rohstoffe - je nach Bauart Zink, Mangan, Kobalt, Kupfer, Plastik, Lithium und andere. Diese Stoffe können bei fachgerechtem Recyclingherausgefiltert und wiederverwendet werden. „Batterien sind bis zu 75 Prozent recycelbar”, betont Helmut Ogulin, Branchensprecher der heimischen Entsorgungsbetriebe auf Bundes- und auf Wiener Ebene.

Falsches Entsorgen ist gefährlich

Weil etliche der in Batterien enthaltenen Stoffe giftig sind, birgt ihre unsachgemäße Behandlung auch Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt. Das gilt besonders für Lithium-Ionen- Batterien, die wegen ihrer hohen Energiedichte in immer mehr Alltagsgeräten eingesetzt werden - von Smartphones, Laptops, Spielzeug und Haushaltsgeräten bis hin zu E-Fahrzeugen. Lithium ist ein feuergefährliches Leichtmetall. Im Restmüll haben solche Batterien definitiv nichts verloren, selbst am Ende ihrer Lebensdauer müssen sie fachgerecht behandelt und gelagert werden, betont Ogulin. Eine Studie der Montanuniversität Leoben aus 2018 bestätigt, dass Lithium-Batterien und -Akkus im Restmüll die Hauptursache für Brände in Abfallbehandlungsanlagen sind. Schon jetzt sind 40 Prozent aller verkauften Batterien Lithium-Batterien, bis 2031 werde sich die verkaufte Menge verachtfachen, meint Ogulin. Noch ist ihr Anteil an der Sammelmenge gering, daher gebe es erst wenige Recyclinganlagen dafür. Die Recyclingbetriebe stelle jedoch die große Vielfalt bei Lithiumbatterien vor Herausforderungen. Denn je nach Bauart schwanken Behandlungsaufwand und Entsorgungskosten, es brauche auch speziell ausgebildetes Personal. „Dennoch wird die Bedeutung des Batterienrecyclings stark zunehmen”, ist der Branchenobmann sicher.

Die Sammelmoral muss steigen

Auch die EU will in diese Richtung und peilt eine Erhöhung der Mindestsammelquote bei Gerätebatterien von derzeit 45 auf bis zu 75 Prozent an. Österreich gehört zwar zu den engagierteren Batterie-Sammlern in Europa, muss aber seine Quote weiter steigern, um die Vorgaben auch künftig zu erreichen. Denn die Menge an verkauften Batterien und Akkus ist zuletzt stärker gestiegen als das Sammelvolumen. Die Wirtschaft initiierte jüngst mit der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle die Info-Kampagne „Her mit Leer”, um die Sammelmoral der Bevölkerung zu erhöhen. Die Wiener Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement wiederum setzt besonders auf das Thema Lithiumbatterien und informiert auf einer eigenen Website über Umgang, Lagerung und richtige Entsorgung.


Batterien richtig entsorgen

  • Betriebe, die lose Gerätebatterien und-Akkus verkaufen, müssen diese auch zurücknehmen - unabhängig von einem Neukauf. Im Einzelhandel findet man dafür oft eigene Sammelboxen. Elektro-Altgeräte mit fix verbauten Batterien oder Akkus wie ausgediente Smartphones muss der Handel prinzipiell dann zurücknehmen, wenn der Kunde ein gleichwertiges Neuprodukt kauft.
  • Batterien und Altgeräte können auch bei den Sammelstellen der Gemeinden und Städte zur fachgerechten Entsorgung abgegeben werden. Die gesammelten Altbatterien werden von Entsorgungsbetrieben recycelt, die daraus gewonnenen Stoffe - z.B. Nickel, Lithium, Kobalt, Kupfer und andere - finden als Sekundärrohstoffe erneut Eingang in den Produktionsprozess.


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