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Bares Geld für Corona-Verluste

Für Betriebe, die von behördlichen Betriebsschließungen direkt oder indirekt betroffen sind, gibt es staatliche Hilfen. Wichtig sind dabei die Reihenfolge der Anträge und die Fristen.

Umsatzersatz
© DesignRage/Shutterstock

Ersatz für Fixkosten

Der FKZ 800.000 ist eine Beihilfe zur Finanzierung laufender Kosten wie Geschäftsraummiete, Kreditzinsen, Absetzung für Abnutzung (AfA), Versicherungsprämien und Leasingraten, aber auch zum Wertverlust von verderblichen oder saisonalen Waren wie Wintermode sowie zu einem angemessenen Unternehmerlohn bzw. Geschäftsführerbezug und unter Umständen auch zu Personalkosten. Um den FKZ 800.000 nutzen zu können, muss der Betrieb durch die Corona-Krise mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang verzeichnen. Im Zeitraum zwischen 16. September 2020 und 30. Juni 2021 sind bis zu zehn zeitlich zusammenhängende Betrachtungszeiträume oder alternativ zwei zusammenhängende Blöcke möglich. Die anerkannten Fixkosten des Betrachtungszeitraums werden in jenem Ausmaß ersetzt, wie der Umsatz im Jahresvergleich zurückgegangen ist. Das heißt: 55 Prozent weniger Umsatz bedeuten 55 Prozent Beitrag zu den Fixkosten usw.

Ausbezahlt wird der FKZ 800.000 in zwei Tranchen. Die erste Tranche ist bis 30. Juni 2021 zu beantragen und bringt 80 Prozent des voraussichtlichen Förderbetrags. Der Antrag für die zweite Tranche muss eine Endabrechnung beinhalten und ist im zweiten Halbjahr zu stellen. Einige andere Förderungen, etwa der Umsatzersatz, sind abzuziehen.

Neu: Ersatz für Verluste

Seit kurzem können Betriebe auch einen Verlustersatz beantragen. Als Verlust gilt die Differenz zwischen den Erträgen und den damit zusammenhängenden Aufwendungen des Unternehmens. Bei Klein- oder Kleinstunternehmen werden sie mit bis zu 90 Prozent ersetzt, bei allen anderen Unternehmen mit bis zu 70 Prozent, wobei sich einige bereits erhaltene Förderungen mindernd auf die Höhe des Verlustersatzes auswirken, wie z.B. die Kurzarbeitsbeihilfe. Um einen Antrag stellen zu können, muss man u.a. mindestens 30 Prozent Umsatzausfall im Betrachtungszeitraum wegen Corona erlitten haben. Im Zeitraum von 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 können bis zu zehn zusammenhängende Monate als Betrachtungszeitraum geltend gemacht werden. Die erste Tranche ist bis 30. Juni 2021 zu beantragen, die zweite Tranche (Endabrechnung) im zweiten Halbjahr 2021. Beim Antrag zur ersten Tranche ist die Höhe des Umsatzausfalls sowie des Verlusts im Wege einer Prognoserechnung bestmöglich zu schätzen. Der Verlustersatz ist mit drei Millionen Euro pro Unternehmen gedeckelt und muss von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter bestätigt und von diesem über FinanzOnline eingebracht werden.

Umsatzersatz für indirekt betroffene Betriebe angekündigt

Im Dezember 2020 galten für zahlreiche Branchen ganz oder zeitweise behördliche Verbote - etwa für die Hotellerie, die Gastronomie, Teile des Einzelhandels, körpernahe Dienstleistungen sowie für Events. Die betroffenen Betriebe konnten deshalb einen Umsatzersatz für jene Tage zwischen 7. und 31. Dezember beantragen, in denen die Verbote galten.

Auch für indirekt betroffene Betriebe wurde ein Umsatzersatz angekündigt; dieser kann voraussichtlich ab Ende Jänner beantragt werden. Direkt betroffen ist ein Betrieb, wenn er einem behördlichen Verbot unmittelbar unterliegt, also etwa ein Kosmetikstudio, das von den Kunden nicht betreten werden darf und daher seine Dienstleistung nicht ausüben kann. Indirekt betroffen ist man, wenn man Zulieferer von direkt betroffenen Betrieben ist, damit mindestens 50 Prozent seines Umsatzes macht und im Betrachtungszeitraum mehr als 40 Prozent Umsatzrückgang im Jahresvergleich verzeichnet. Das betrifft zum Beispiel Wäschereien, die auf die Reinigung von Hotelwäsche spezialisiert sind, oder viele Gastro-Lieferanten.

Die Bemessungsgrundlage

Direkt betroffene Unternehmen erhielten grundsätzlich 50 Prozent jenes Umsatzes ersetzt, den sie im Vergleichszeitraum des Jahres 2019 erwirtschaftet hatten. Bei Handelsbetrieben war der Fördersatz geringer und mit 12,5 Prozent, 25 Prozent und 37,5 Prozent gestaffelt. Die maximale Fördersumme betrug 800.000 Euro. Musste ein Unternehmen im Dezember nur einige Tage schließen (Beispiel: Einzelhandel), dann wurde der Anspruch des Unternehmens aliquot auf die Gesamtzahl dieser Tage heruntergerechnet. Abgezogen wurden auch einige staatliche Hilfen, insbesondere zu 100 Prozent vom Staat besicherte Kredite und regionale Förderungen, nicht aber die Beihilfe zur Kurzarbeit. Nicht möglich war die Beantragung des Umsatzersatzes, wenn bereits der Fixkostenzuschuss 800.000 oder Verlustersatz (siehe Artikel rechts) beansprucht wurden. Wichtig war daher, den Umsatzersatz vor diesen Förderungen zu beantragen. Ob das vorteilhaft ist, wenn diese Förderungen bereits bezogen werden, sollte mit dem Steuerberater bzw. Bilanzbuchhalter entschieden werden.

Keine Kündigungen

Wer den Umsatzersatz in Anspruch nahm, durfte im Betrachtungszeitraum keine Mitarbeiter kündigen. Zur Senkung der Personalkosten während eines Lockdowns empfiehlt sich daher, das Corona-Kurzarbeit-Modell zu nutzen.

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