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Auszeichnung für herausragend sanierte Bauwerke mit Geschichte

Die Wiener Bauinnung zeichnete heuer drei beeindruckend sanierte Bauwerke im 14. und im 15. Bezirk aus. Einen Sonderpreis gab es für Revitalisierung der Wiener Secession.

Im 15. Bezirk wurde ein ganzer Block von Gründerzeithäusern gemeinsam saniert. Die größte Herausforderung dabei war, eine durchgehend hohe Wohnqualität zu erreichen. Technisch besonders aufwändig war die durchgehende Aufstockung im Dachgeschoß
© Imagina-VisualCollaboration Im 15. Bezirk wurde ein ganzer Block von Gründerzeithäusern gemeinsam saniert. Die größte Herausforderung dabei war, eine durchgehend hohe Wohnqualität zu erreichen. Technisch besonders aufwändig war die durchgehende Aufstockung im Dachgeschoß

Ein rundum sanierter, modernisierter und aufgestockter Wohnblock aus mehreren Gründerzeithäusern, eine neue Schule, in die denkmalgeschützte Kasernenrelikte  eingebunden wurden, ein früherer, ebenfalls denkmalgeschützter Betriebsstandort, der nun Platz für moderne Büros bietet, und die rundum erneuerte Wiener Secession als Ausstellungsort für moderne Kunst: Das sind die Gewinner des Wiener Stadterneuerungspreises, den die Wiener Bauinnung heuer zum bereits 34. Mal verliehen hat - vorigen Dienstag im Kursalon Hübner. Die Baubranche will mit dem Preis auf ihre Leistungen bei der Verbesserung des Stadtbildes hinweisen - was auch dazu beiträgt, dass Wien eine der lebenswertesten Städte der Welt ist. „Unsere Baumeister und ihre Partner erwecken in die Jahre gekommene Gebäude aus dem Dornröschen-Schlaf und verschönern mit viel Fachwissen auch Touristenmagnete wie die Secession. Deshalb holen wir sie vor den Vorhang”, so Innungsmeister Rainer Pawlick. „Sie machen das schöne Wien noch ein bisschen schöner, ersparen den Bewohnern durch thermische Sanierungen viel Geld und schaffen gleichzeitig qualifizierte Arbeitsplätze”, bedankte sich auch Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, bei den Baufirmen und ihren Partnern. 29 Objekte wurden heuer für den Stadterneuerungspreis eingereicht. Die Siegerprojekte decken ganz verschiedene Bereiche ab: Wohnen, Bildung, Arbeiten und Kunst - jeder für sich ein wesentlicher Bestandteil des städtischen Lebens.

Sanierter Wohnblock und Schule am früheren Kasernengelände

Den ersten Preis erhielt eine Blocksanierung in Rudolfsheim-Fünfhaus - neun Gründerzeitbauten, die auf durchgehend hohe Wohnqualität gebracht wurden. Zwei Innenhöfe wurden entkernt und begrünt, die Dachgeschoße aufgestockt. Eine Tiefgarage mit Gründach wurde errichtet. Die Fenster wurden getauscht, Fassaden gedämmt, alle Allgemeinflächen behindertengerecht  zugänglich gemacht. Insgesamt entstanden 142 Wohnungen, drei Geschäftslokale und ein Büro. Bemerkenswert ist, dass die gesamte Sanierung unter aufrechter Nutzung einiger Altmieter durchgeführt wurde und die Miete trotz aufwändiger Maßnahmen leistbar blieb, so die Begründung der Jury. Auch die Baustellenabwicklung war aufgrund der Nähe zum Gürtel und starkem Individualverkehr eine Herausforderung. ,Den zweiten Platz belegte die neue AHS Wien-West in Penzing. Auf dem Gelände der ehemaligen Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne entstand eine moderne Schule. Zwei denkmalgeschützte Gebäude - das ehemalige Mannschaftsgebäude und die frühere Reithalle - wurden dafür funktionell und architektonisch mit einem dreigeschoßigen Neubau verbunden. Die alten Fassaden wurden straßenseitig erhalten, die Reithalle zu zwei Turnsälen umfunktioniert. Das Gebäude verfügt auch über einen Innenhof mit Grünflächen. Die Schule ist seit September 2018 in Betrieb. Den dritten Preis holte eine ehemalige Zweigstelle des Auktionshauses Dorotheum, wie das Siegerprojekt in Rudolfsheim-Fünfhaus angesiedelt. Das Gebäude wurde 1926 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Ziel der Sanierung war, moderne Bürolofts für Start-ups zu schaffen und gleichzeitig die Charakteristik des Gebäudes zu erhalten. Unter anderem wurde die markante Stahlkonstruktion fast unsichtbar verstärkt.

In enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt

Um die denkmalgeschützte Außenfassade zu erhalten, erfolgte die thermische Sanierung mittels Innendämmung und hinterlüftetem Doppelfassadensystem. Die Verbesserung des Grundrisses, Schaffung von Barrierefreiheit und Grünflächen sowie die Wiederverwendung von Abbruchmaterial und der Einsatz nachhaltiger Baumaterialien sind weitere Meilensteine der gelungenen Sanierung. Einen Sonderpreis erhielt heuer die Wiener Secession. Das 1898 von Joseph Maria Olbrich errichtete Jugendstil-Bauwerk ist von großer Bedeutung für die heimische Kunst- und Kulturlandschaft und den Tourismus. Zu seinem 120-Jahr-Jubiläum im Jahr 2018 wurde die Secession rundum erneuert - in nur sechs Monaten und bei vollem Betrieb. Die komplette Fassade und das undichte Glasdach wurden saniert, ebenso die markante Kuppel, deren 2500 Blätter und 311 Lorbeeren auch neu vergoldet wurden. Das Beethovenfries ist dank Einbau eines Aufzugs nun barrierefrei zugänglich. Auch die Ausstellungsräume wurden adaptiert, ein neues LED-Lichtsystem und eine Klimaanlage installiert und ein zusätzlicher Veranstaltungs- und Ausstellungsraum im Untergeschoß geschaffen. Alle Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt.


Die Sieger

1. Platz: 15., Goldschlagstraße 2-4

Ausführende:  Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG

Planer:  Praschl-Goodarzi Architekten ZT-GmbH

Bauherr:  Premium Bauträger GmbH

2. Platz: 14., Steinbruchstraße 33

Ausführende:  Steiner Bau GmbH

Planer:  Arge AHS Wien West, F+P Architekten ZT GmbH, Shibukawa Eder Architects ZT GmbH

Bauherr: Bundesimmobiliengesellschaft

3. Platz: 15., Schanzstraße 14

Ausführende:  Jäger Gesellschaft m.b.H.

Planer:  ostertag Architects ZT GmbH

Bauherr:  Fünfhauslofts GmbH

Sonderpreis: 1., Wiener Secession

Ausführende:  Ing. Felix Novotny BaugmbH

Planer:  Architekt Krischanitz ZT GmbH

Bauherr:  Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession


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