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Aufregerthema: Immobilienbranche will Provisionsdebatte versachlichen

Wiener Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder arbeitet gemeinsam mit Fachverband an Vorschlag, der die Anliegen aller Seiten – Vermieter, Mieter, Immobilienbesitzer – berücksichtigt

Michael Pisecky, Obmann der Wiener Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
© Foto Weinwurm

Viel wurde in den vergangenen Tagen über Maklerprovisionen diskutiert. Unberücksichtigt blieb dabei allerdings, dass die Einführung des so genannten Bestellerprinzips für Makler aber auch Vermieter bzw. Immobilienbesitzer deutliche Nachteile bringen würde. Eine solche Neuregelung der Provision für Immobilienmakler im Bereich der Mietwohnungsvermittlung sieht nämlich vor, dass Vermittler von Mietwohnungen von denjenigen bezahlt werden, die die Leistung eines Maklers bestellen – also in den meisten Fällen der Vermieter. Durch das Bestellerprinzip verliert der Mieter darüber hinaus die Schutzfunktion, die sich aus der Haftung des Maklers gegenüber dem Mieter ergibt. Denn der Makler hat durch das Doppelmaklerprinzip über die Jahre vom Gesetzgeber jede Menge Auflagen - wie die Informationspflicht - zum Schutz der Mieter festgeschrieben bekommen. Das würde dann wegfallen, warnt Michael Pisecky, Obmann der Wiener Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

Bestellerprinzip ist  keine geeignete Maßnahme, um Wohnkosten zu dämpfen

Wie die Erfahrungen aus Deutschland zeigen - wo das Bestellerprinzip 2015 eingeführt wurde – ist dies keine geeignete Maßnahme, um Wohnkosten zu dämpfen. Vielmehr steigen die Mieten durch Einrechnung der Vermittlungspreise stärker. Ein positiver Effekt für einzelne Mieter führt damit zu einer Gesamtsteigerung der Mietpreise. Gleichzeitig schrumpft der Wohnungsmarkt, wie sich in Deutschland auch herausgestellt habe. Die Wiener Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder arbeitet daher bereits gemeinsam mit dem Fachverband an einem Vorschlag, der die Anliegen aller Seiten – Vermieter, Mieter, Immobilienbesitzer – berücksichtigt.

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