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Alles ist gut, was den Verkauf belebt

Die Branche muss um die Aufmerksamkeit der Kunden kämpfen, sagt Gremialobmann des Juwelen- und Uhrenhandel Frank-Thomas Moch. Das Gremium unterstützt sie dabei mit einer Dachmarke. Auch die Abschaffung der Punzierungs-Kontrollgebühr könnte bald realisiert werden.

Moch
© Florian Weinwurm/www.fotoweinwurm.at

Als Anbieter von Luxusgütern hat es der Schmuck- und Uhrenhandel schon einmal leichter gehabt. Reisen, Ausgehen, Mode, auch die digitale Welt - all diese Bereiche buhlen um das Geld der Konsumenten, sagt Frank-Thomas Moch, Obmann des Wiener Gremiums des Juwelen- und Uhrenhandel. Damit die Branche „im Gedächtnis bleibt”, wie Moch sagt, hat das Gremium im Vorjahr die Dachmarke „Wiener Momente” kreiert. Sie soll das Produkt Schmuck emotionalisieren und in den Fokus der Konsumenten rücken - „ähnlich den Dachmarken in anderen Branchen”, sagt Moch. Jeder der 700 Wiener Juwelen- und Uhrenhändler könne sich durch die Marke als besonderer Betrieb mit besonderem Angebot positionieren. Zu den „Wiener Momenten“ gibt es auch eine Homepage und ein hochwertig produziertes Magazin, das zweimal jährlich erscheint. 

„Ich glaube an den positiven Effekt unserer Dachmarke.”
Frank-Thomas Moch

Dem Problem der sinkenden Kundenfrequenz und Konkurrenz durch den Onlinehandel - letzteres trifft laut Moch besonders den Uhrenhandel - rät der Obmann mit professioneller Beratung, Service und Liebe zum Produkt zu begegnen. „Mit Fachwissen Vertrauen schaffen”, sagt er. Auch Online präsent zu sein sei wichtig, für viele Betriebe aber eine Kostenfrage. Das Gremium hat deshalb ein Förderpaket für seine Mitglieder geschnürt, mit dem es die Erstellung und Optimierung von Websites unterstützt. Hilfe gab und gibt es auch beim Thema Sicherheit für Juweliere. Unter anderem haben intensive Präventivschulungen dazu beigetragen, dass es zuletzt weniger Überfälle auf Schmuckhändler gab. Trotzdem rät Moch, am Thema dranzubleiben. „Man muss sich darum kümmern, gut geschützt zu sein.”

Bürokratische Kontrollgebühr könnte demnächst fallen

Ein großer Erfolg scheint der Branchenvertretung auch bei der lang geforderten Abschaffung der Gebühren für die Kontrolle der Punzierungen zu gelingen, die den Edelmetall-Feingehalt angeben. Derzeit müssen Unternehmer, die Edelmetallgegenstände erzeugen oder importieren, die Richtigkeit der Punzierung selbst überprüfen und zusätzlich für die - vom Zollamt Wien stichprobenartig durchgeführten - Kontrollen eine Gebühr berappen. Der Aufwand ist enorm, dem Staat bringt die Gebühr aber weniger als eine Million Euro pro Jahr. „Der Kosten-Nutzen-Vergleich spricht eine deutliche Sprache”, sagt Moch. Derzeit ist dazu eine Gesetzesänderung in Begutachtung, die heuer noch in Kraft treten könnte. Kritisch sieht Moch die europaweit unterschiedlichen Regeln dafür, ab welchem Edelmetall-Feingehalt Schmuck als Echtschmuck bezeichnet werden darf. In Österreich ist es beispielsweise nicht erlaubt, 333er Gold als Echtschmuck zu bezeichnen, in Deutschland schon. Ein Wettbewerbsnachteil für die heimischen Betriebe, sagt Moch, der sich liberalere Regeln auch in Österreich wünscht. Schließlich sei die Kundennachfrage nach solchen Stücken vorhanden, „und alles, was den Verkauf belebt, ist zu begrüßen”, so der Obmann.


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