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Alle Infos zum Covid19 Umsatzersatz

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein Auszug der aktuellen Fragen.

Wer bekommt den Lockdown-Umsatzersatz? Was sind die Bedingungen und wann wird er ausbezahlt? Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Umsatzersatz.
© DesignRage/Shutterstock Wer bekommt den Lockdown-Umsatzersatz? Was sind die Bedingungen und wann wird er ausbezahlt? Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Umsatzersatz.

Wer hat Anspruch auf den Umsatzersatz?

Unternehmen, die von der Verordnung Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung - Covid-19-SchuMaV vom 2. November 2020 direkt betroffen sind und deren Branche (Definition ÖNACE umsatzersatz.at/oenace) direkt von dieser Verordnung betroffen ist.

Welche weiteren Voraussetzungen gelten?

Weitere Voraussetzungen sind der Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich und dass eine operative Tätigkeit in Österreich ausgeübt wird, die zu Einkünften aus selbstständiger Arbeit (§§ 22 EStG) oder Gewerbebetrieb (§ 23 EStG) führt. Das Unternehmen muss ein operativ tätiges Unternehmen sein und daher vor dem 1. November 2020 Umsätze erzielt haben. Außerdem ist der Erhalt von Arbeitsplätzen eine Grundvoraussetzung. Unternehmen, die zwischen 3. November 2020 und  30. November 2020 gegenüber Mitarbeitern eine Kündigung aussprechen, sind vom Umsatzersatz ausgeschlossen.

Ab wann ist der Antrag möglich?

Der Umsatzersatz kann seit 6. November 2020 auf der Plattform FinanzOnline beantragt werden. Der Antrag ist spätestens bis 15. Dezember 2020 einzubringen.

Wie hoch ist der Umsatzersatz?

Der Umsatzersatz beträgt pro Unternehmen 80 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum. Zudem ist er, mit einem Maximalbetrag von 800.000 Euro pro Unternehmen gedeckelt, beträgt aber zumindest 2300 Euro.

Müssen die Umsätze zur Gänze ausfallen oder reicht es, wenn sie teilweise ausfallen?

Unternehmen, die Umsätze durch Erweiterung ihrer Geschäftstätigkeit erzielen, sind anspruchsberechtigt. Umsätze, die von einem direkt betroffenen Unternehmen innerhalb einer direkt betroffenen Branche weiter erwirtschaftet werden, sind nicht schädlich, werden nicht gegengerechnet und reduzieren den Umsatzersatz nicht.

Was ist, wenn ich im Vergleichszeitraum 2019 etwa wegen eines Umbaus keine Umsätze hatte?

Der pauschale Umsatzersatz stellt auf November 2019 ab. Wenn keine Umsätze im November 2019 getätigt wurden, steht dem betroffenen Unternehmen der Minimalbetrag (2300 Euro) zu.

Was gilt für Mischbetriebe?

Ist der Unternehmer direkt betroffen und erzielt im Rahmen seiner betrieblichen Tätigkeit sowohl Umsätze in einer Branche, die nach den Kriterien in der Verordnung direkt von den Einschränkungen des Lockdowns betroffen ist, als auch Umsätze in einer Branche, die nicht betroffen ist, so bekommt er jene Branchenanteile, die direkt betroffen sind, zu 80 Prozent ersetzt. Der Antragsteller hat mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers den Prozentsatz zu schätzen, wieviel auf die betroffene Branche entfällt.

Bekomme ich den Zuschuss auch, wenn ich mein Personal in Kurzarbeit schicke?

Ja. Kurzarbeit und Umsatzersatz können kombiniert werden. Diese Regelung gilt unabhängig von der Mitarbeiteranzahl und Unternehmensgröße.

Werden bisher erhaltene Förderungen gegengerechnet?

Grundsätzlich muss erst ab dem Erreichen der Obergrenze von 800.000 Euro gegengerechnet werden. Das betrifft folgende Förderungen:

  • Covid-19-Kredithaftungen im Ausmaß von 100 Prozent, die noch nicht zurückbezahlt wurden.
  • Covid-19-Zuwendungen von Bundesländern, Gemeinden oder regionalen Wirtschafts- und Tourismusfonds.
  • Bestimmte Covid-19-Zuschüsse aus dem Non-Profit-Organisationen Unterstützungsfonds.
  • Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss sowie
    Corona-Kurzarbeit müssen nicht gegengerechnet werden.

Wann erfolgt die Auszahlung?

In der Regel dauert die Bearbeitung cirka zwei Wochen, in der Anfangsphase kann die Bearbeitung der Anträge etwas länger dauern.


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