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Aktuelle Gastro-Umfrage zur Wiedereröffnung am 15. Mai

Online-Gästebefragung der Wirtschaftskammer Wien zeigt Zuspruch für Wiedereröffnung der Wiener Gastronomie und Kaffeehäuser – Lieferservice alleine reicht den Konsumenten nicht – Akzeptanz zu Preissteigerungen von Konsumentenseite gegeben

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© HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

„Wienerinnen und Wiener freuen sich auf die Gastronomie- und Kaffeehäuser-Wiederauferstehung am 15. Mai, das macht uns wirklich glücklich", freut sich Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie. Gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Binder, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser der Wirtschaftskammer Wien, hat Dobcak eine Onlinebefragung der Gäste zur Wiedereröffnung der Gastronomie in Auftrag gegeben, die interessante Ergebnisse aufweist. 

Hier die zentralen Befragungsergebnisse

  • Lieferservice – besser als nichts, aber nicht genug um zu überleben: Nur 10 Prozent der Gäste nutzen Liefer- & Abholservices „mehrmals pro Woche".
  • Freude über Rückkehr der Gastronomie: 70 Prozent der Gäste wünschen sich eine rasche Wiederöffnung der Gastronomie und Kaffeehäuser, obwohl 80 Prozent der Gäste die Notwendigkeit der Betriebsschließungen verstanden haben.
  •  Solidarität wird großgeschrieben: 80 Prozent der Gäste wollen die Branche mit ihren Besuchen unterstützen.
  •  Sorge um Gastronomen: 70 Prozent der Gäste befürchten ein Gastronomie-Sterben.
  •  Ja, aber weniger: 66 Prozent bekunden gedämpfte Besuchsabsichten, bestenfalls „mehrmals pro Monat".
  •  Preiserhöhungen werden akzeptiert: Fast 75 Prozent haben Verständnis für notwendige Preiserhöhungen. 
  •  Regionalität & besseres Online-Service: Gäste wünschen sich vor allem mehr Regionalität & Saisonalität bei Speis‘ und Trank, bessere Online-Services (Reservierung, Bestellung, etc.) und einen Ausbau von Liefer- und Abholservices. Es besteht aber kein Wunsch nach Ausweitung von Selbstbedienungs-Services und Aufhebung des Rauchverbotes

Das braucht die Gastronomie, um wieder erfolgreich durchstarten zu können

Die Ergebnisse sind einerseits erfreulich, andererseits machen sie deutlich, wie notwendig weitere Maßnahmen zur kurz- & langfristigen Verbesserung der Situation benötigt werden. „Unsere Betriebe müssen dringend entlastet werden. Eine Senkung der Lohnnebenkosten wäre ein wichtiges Signal der Regierung. Unsere Branche braucht - auch finanziell - Luft zum Atmen", fordert Kaffeesieder Wolfgang Binder. Aber auch an die Branche gibt es von den Gastrovertretern Appelle. „Kein Preiskampf, sondern differenzierte Strategien für gastronomieaffine Kunden und Gelegenheitsgäste müssen erarbeitet werden", so Gastronomievertreter Peter Dobcak. Ebenfalls zentrale Anliegen der Branchenvertreter: Eine 100-prozentige Absetzbarkeit von Geschäftsessen sollte dringend wieder einführt werden, und auch die Einführung eines 500 Euro-Absetzbetrags für Gastronomiekonsumationen pro Jahr von Privatpersonen wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Weitere Forderungen

  • Förderung des Kleinkunstgewerbes durch abgabenfreie Live-Auftrittsmöglichkeiten in Gastronomiebetrieben
  • staatliche Förderung von Investitionen in betriebseigene Online-, Abhol- und Lieferservices und Maßnahmen zur Steigerung der direkten „Nahversorgung beim Wirten"
  • Maßnahmen zur branchenübergreifenden Förderung von Regionalitäts- & Saisonalitätsangeboten – z.B. Wirt & Bauer, Wirt & Winzer, Wirt & Fleischer
  • Etablierung eines Wiener „Gastronomie-Gütesiegels" inkl. gemeinsamer Marketing-Plattform 


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