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Achtung: Rechnungsschwindel!

Zurzeit sind irreführende Zahlungsmitteilungen für den Handelsregistereintrag im Umlauf. Das Schreiben hat jedoch nichts mit dem offiziellen Firmenbuch zu tun

© TZIDO SUN/Shutterstock

Gesellschaften wie GmbHs aus Österreich erhalten laut Informationen des Schutzverbands gegen unlauteren Wettbewerb (www.schutzverband.at) derzeit bei einer Neueintragung oder Änderung im Firmenbuch amtlich wirkende Zahlungsaufforderungen, bei denen zu einer Überweisung von 492,50 Euro auf ein slowenisches Konto (IBAN beginnend mit SI) aufgefordert wird. Diese haben aber mit dem offiziellen Firmenbuch überhaupt nichts zu tun. Die Spuren führen nach Slowenien, wo sich zumindest das angegebene Konto und möglicherweise auch der Firmensitz des Absenders befindet.

Schreiben wirkt wie amtliche Aussendung

Diese besonders täuschend gestaltete Aussendung trägt die Überschrift „Handelsregistereintrag” und erweckt mit der optischen Gestaltung wie eine Wiedergabe des Firmenbucheintrags und Begriffen wie „Kostennachricht”, „Gebühr”, „Firmeneintrag” oder einer Bearbeitungsnummer einen klar amtlichen Eindruck. Ein Hinweis darauf, dass es sich hier um kein offizielles Firmenregister, sondern um ein rein privates Veröffentlichungsangebot handelt, fehlt fast völlig. Nur zum Schluss findet sich im Fließtext der Satz: „Es handelt sich lediglich um eine Mitteilung und ein Vertragsangebot”. Die Website „handelsregistereintrag.at” steht aber in keiner Verbindung zum österreichischen Handelsregister (www.firmenbuch.at), sondern lautet auf Darko Milcevic mit angeblichem Wohnsitz in Wien. Dieser wurde wettbewerbsrechtlich aufgrund von Klagen des Schutzverbands bereits mehrfach verurteilt. Zuletzt wurde eine slowakische Firma zur Unterlassung solcher Aussendungen nach Österreich nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verurteilt. Der Schutzverband wird hier neuerlich intervenieren und gegen die Firma in Slowenien vorgehen.

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