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Abschied von einem großen Interessenvertreter

Walter Nettig, ehemaliger Präsident der Wirtschaftskammer Wien, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Jahrzehntelang prägte er die Wiener Interessenvertretung und Stadtpolitik. Ein Nachruf.

Walter Nettig
© Votava Walter Nettig (hier auf einem Foto aus dem Jahr 2004) ist tot. Bis Ende Jänner 2013 arbeitete er noch als Sonderbeauftragter der Stadt für Außenwirtschaft. Der Wiener Unternehmerschaft blieb er bis zuletzt verbunden. Nettig wurde 85 Jahre alt.
„Ich bin 1992 mit dem Vorsatz angetreten, die Rahmenbedingungen für die Wiener Unternehmen zu verbessern und den Schritt in die Selbständigkeit attraktiver zu machen. Der Vergleich einiger relevanter Daten zeigt, dass dies gelungen ist”
Walter Nettig in seinem letzten Interview mit der WIENER WIRTSCHAFT als Präsident der Wirtschaftskammer Wien im November 2004.

Zwölf Jahre lang war Walter Nettig an der Spitze der Wiener Interessenvertretung gestanden und hatte dabei Leuchtturmprojekte umgesetzt, die bis heute Bestand haben. So initiierte Nettig die Gründung der Wiener Einkaufsstraßen als geförderte Marketingplattform, um die Nahversorgung in der Stadt zu stärken und den Kaufkraftabfluss in die wachsenden Einkaufszentren außerhalb Wiens zu stoppen. Heute gibt es in Wien 76 höchst aktive Einkaufsstraßenvereine. Um die Wiener Handwerksqualität im Ausland besser zu vermarkten, gründete er die Dachmarke WIEN PRODUCTS, die bis heute auf Messen in Ländern wie Japan, China und den USA für Aufsehen sorgt. Nettig baute den Service und das Info-Angebot der WK Wien für Betriebe massiv aus und senkte die Kammerumlage um 28 Prozent.

Wichtige Reformen gingen auf Nettigs Initiative zurück

Während seiner Präsidentschaft stieg die Zahl der neugegründeten Unternehmen in Wien um mehr als 80 Prozent, unter seiner Führung begleitete die WK Wien die Wiener Unternehmen beim Beitritt zur Europäischen Union, bei der Euro-Einführung, bei der ersten Welle der Osterweiterung und beim Sprung ins digitale Zeitalter. Wichtige Reformen dieser Zeit, etwa im Steuer- oder Verwaltungsbereich, gingen auf Nettigs Initiative und gute Kontakte zur Politik zurück.

Erfülltes Leben

Nettig wurde 1935 in Wien geboren, lernte Fotokaufmann und sammelte Berufserfahrung in den USA und Australien. Zurück in Wien baute er ab 1958 sein eigenes Unternehmen auf. „Foto Nettig” wuchs bis zu seinem Verkauf an den Mitbewerber Niedermeyer Anfang der 1990er Jahre auf 27 Filialen an. Parallel zu seiner Arbeit als erfolgreicher Unternehmer engagierte sich der „Self-made-man” als Interessenvertreter, zunächst als Handelsobmann und Präsident der Wiener Kaufmannschaft, dann als Präsident der WK Wien. Zusätzlich war er auch mehrere Jahre lang Wiener Gemeinderat und Stadtrat. Zur Wiener Stadtregierung pflegte er stets intensiven Kontakt. Nach seinem Ausscheiden aus der WK Wien bestellte der damalige Wiener Bürgermeister Michael Häupl Nettig zum Sonderbeauftragten der Stadt für Außenwirtschaft; in dieser Funktion setzte Nettig bis Ende Jänner 2013 sein internationales Netzwerk für die Wiener Exportwirtschaft ein und beriet die Wiener Stadtregierung. 2008 wurde er zudem Präsident der Wiener Sängerknaben, denen er schon als Kind angehört hatte.

Tiefe Trauer

Zahlreiche Wegbegleiter reagierten am Dienstag mit tiefer Trauer auf das Ableben Nettigs. „Er war ein Sozialpartner bester Schule, ein großer Interessenvertreter, ein Verbinder über die Parteigrenzen hinweg und ein Mann der klaren Worte mit Handschlagqualität”, sagt WK Wien-Präsident Walter Ruck, der gemeinsam mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig das Ableben Nettigs bekanntgab. Ludwig würdigte Nettig als „große Persönlichkeit unserer Stadt” und als „durchsetzungsstarken Interessenvertreter”.

 

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