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Abbiegeassistent: Bei Abbiegeverbot muss Stadt die Nachrüstung fördern

Bund fördert seit 1. September die freiwillige Nachrüstung mit Assistenzsystemen mit maximal 900 Euro pro Lkw (für bis zu fünf Lkw pro Unternehmen)

Abbiegeassistent
© Thaut Images/Fotolia

„Es ist zu begrüßen, dass eine weitgehende Maßnahme wie ein Rechtsabbiegeverbot für schwere Lkw ohne Abbiegeassistent vorab eingehend geprüft wird”, sagte Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, zu den Plänen von Wiens Vizebürgermeisterin Birgit Hebein. Diese hatte vorige Woche angekündigt, ein Ermittlungsverfahren zur Einführung eines Rechtsabbiegeverbots für schwere Lastkraftwagen (Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen Nutzlast) ohne Abbiegeassistenten durchzuführen. Dabei sollen alle Stakeholder einbezogen werden - auch die Wirtschaftskammer Wien. Münden könnte das Ermittlungsverfahren in einem Abbiegeverbot für Lkw ohne Abbiegeassistenten, was de facto einem Fahrverbot in Wien gleichkommen würde. Gelten könnte es bereits ab 2021. Aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit sei eine solche Maßnahme verständlich, so Ruck. In den letzten Jahren gab es mehrere schwere Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern beim Rechtsabbiegen von Lkw, leider auch mit tödlichem Ausgang.

„Sollte ein Rechtsabbiegeverbot beschlossen werden, ist aber auch klar, dass damit die Voraussetzungen für eine Förderung der Nachrüstung von Lkw mit dem Abbiegeassistenten durch die Stadt gegeben sind"
Walter Ruck

Bundesförderung durch Landesförderung ergänzen

Diese Meinung teilt auch der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr, Alexander Klacska. Auch er forderte die Stadt Wien auf, die Bundesförderung wie versprochen durch eine Wiener Landesförderung zu ergänzen. Der Bund fördert seit 1. September die freiwillige Nachrüstung mit Assistenzsystemen mit maximal 900 Euro pro Lkw (für bis zu fünf Lkw pro Unternehmen). Auf Europäischer Ebene wurde beschlossen, dass neue Fahrzeugtypen ab 2022 verpflichtend mit Abbiegesystemen ausgestattet sein müssen, ab 2024 alle neu zugelassenen Lkw und Busse.

Auch Baumaßnahmen und mehr Bewusstseinsbildung gefordert

Klacska betonte weiters, dass es neben der Förderung auch bauliche Maßnahmen brauche. So dürften Ampelschaltungen vor Schulen beispielsweise nicht gleichzeitig grün für Fahrzeuge und Fußgänger zeigen, und Zebrastreifen sollten aus gefährlichen Kreuzungsbereichen verlegt werden. Für mehr Bewusstseinsbildung bei Schülern müsse man im Verkehrsunterricht verstärkt auf die Gefahren des toten Winkels hinweisen. Auch Assistenzspiegel, die unkompliziert an Kreuzungen montiert werden können und in Deutschland bereits beste Ergebnisse geliefert hätten, finde man in Wien nach wie vor nicht, kritisierte Klacska.


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