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8. Dezember: Arbeiten am Feiertag

Handelsbetriebe, die am 8. Dezember geöffnet haben und Mitarbeiter beschäftigen wollen, haben dies bis spätestens Freitag, 10. November, dem Mitarbeiter mitzuteilen.

Wer am starken Einkaufsfeiertag im Handel Mitarbeiter einsetzen will, muss sie rechtzeitig darüber informieren.
© Africa Studio/Shutterstock Wer am starken Einkaufsfeiertag im Handel Mitarbeiter einsetzen will, muss sie rechtzeitig darüber informieren.

Am Feiertag Mariä Empfängnis dürfen Handelsbetriebe Angestellte, Arbeiter und Lehrlinge mit folgenden Tätigkeiten beschäftigen:

  • Tätigkeiten zur Beratung und Betreuung
  • von Kunden,
  • Tätigkeiten im Warenverkauf,
  • Tätigkeiten, die mit diesen in unmittelbarem Zusammenhang stehen oder ohne diese nicht durchführbar wären,
  • sonstige Tätigkeiten, die vom Arbeitgeber im Zusammenhang mit den obenstehenden Tätigkeiten verlangt werden.

Dabei sind ein bestimmtes Verfahren und eine gesonderte Entlohnung zu beachten: Handelsbetriebe, die am 8. Dezember ihre Verkaufsstelle geöffnet haben und Mitarbeiter beschäftigen wollen, haben dies bis spätestens Samstag, 10. November dem Mitarbeiter mitzuteilen. Der betroffene Mitarbeiter hat das Recht, binnen einer Woche nach Erhalt dieser Aufforderung zur Arbeitsleistung die Beschäftigung am 8. Dezember abzulehnen. Kein Arbeitnehmer darf wegen seiner Weigerung benachteiligt werden.

Bezahlung der Mitarbeiter

Die am 8. Dezember geleisteten Arbeitsstunden müssen zusätzlich mit dem Normalstundensatz bezahlt werden. Leistet der Mitarbeiter allerdings mehr als die normalerweise für diesen Wochentag vorgesehene Arbeitszeit, sind dies Überstunden. Überstunden am Feiertag sind im Handel mit einem Zuschlag von 100 Prozent zu vergüten.

Arbeitszeit und Freizeitausgleich

Arbeitnehmer können zu Verkaufszwecken in der Zeit von 10 bis 18 Uhr und über diesen Zeitraum hinaus zu Vor- und Abschlussarbeiten im unbedingt erforderlichen Ausmaß herangezogen werden. Für die am 8. Dezember erbrachte Arbeitsleistung ist zusätzliche Freizeit zu gewähren, die auf die wöchentliche Normalarbeitszeit des Arbeitnehmers anzurechnen ist. Der Verbrauch dieser Freizeit ist einvernehmlich unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse sowie unter Bedachtnahme auf persönliche Interessen des Arbeitnehmers zu vereinbaren und bis 31. März des Folgejahres unter Fortzahlung des Entgeltes zu verbrauchen. Arbeitnehmer, die bis zu vier Stunden arbeiten, erhalten vier Stunden Freizeit, Arbeitnehmer, die mehr als vier Stunden arbeiten, erhalten acht Stunden Freizeit. Diese Regelung gilt auch für Teilzeitbeschäftigte. Eine monetäre Abgeltung ist bei aufrechtem Arbeitsverhältnis unzulässig.

Beschäftigung auf ständigen Märkten

Die Beschäftigung von Mitarbeitern auf ständigen Märkten ist am 8. Dezember von 10 bis 18 Uhr aufgrund einer kollektivvertraglichen Regelung zulässig.

Bezahlung von Lehrlingen

Berechnungsgrundlage der Vergütung von Arbeitsleistungen eines Lehrlings am 8.Dezember ist der Stundensatz der Beschäftigungsgruppe zwei im ersten Berufsjahr. Unterliegt ein Lehrling beispielsweise der Gehaltstafel A (Allgemeiner Groß- und Kleinhandel) des Kollektivvertrags für Handelsangestellte, erhält er pro geleistete Arbeitsstunde ein Entgelt von 9,51 Euro brutto.



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