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635 neue Meister für das Wiener Handwerk und Gewerbe

Wirtschaftskammer Wien ehrte Absolventen bereits zum 13. Mal

EuroSkills Teilnehmer Johannes BURCHARD (Silber in Hotel Rezeption), Georg Engelbrecht & Daniel Mühlbacher (Gold in Betonbau) mit WK Spartenobfrau für Gewerbe und Handwerk Maria Smodics-Neumann
© Florian Wieser EuroSkills Teilnehmer Johannes BURCHARD (Silber in Hotel Rezeption), Georg Engelbrecht & Daniel Mühlbacher (Gold in Betonbau) mit WK Spartenobfrau für Gewerbe und Handwerk Maria Smodics-Neumann

Unter Einhaltung strenger Corona-Regeln ehrte die Wiener Spartenobfrau für Gewerbe und Handwerk, Maria Smodics-Neumann, die neuen Nachwuchsmeister. Ausgezeichnet wurden Absolventinnen und Absolventen der Jahrgänge 2019 und 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte im vergangenen Jahr keine Meisterfeier stattfinden. Den Meistertitel kann man sich seit kurzem als Teil des Namens wie einen akademischen Titel eintragen lassen.

„Im Gewerbe und Handwerk ist die Qualifizierung zum Meister die wichtigste Form der beruflichen Weiterentwicklung. Ich freue mich, dass wir trotz der Pandemie so viele Meisterbriefe vergeben konnten. Das zeigt, wie krisensicher das Gewerbe und Handwerk ist.“
Maria Smodics-Neumann

Insgesamt 635 Absolventen der Meister- und Befähigungsprüfung zählte das Wiener Gewerbe und Handwerk aus beiden Jahrgängen. In 2019 absolvierten 341 die Meisterprüfung, während in 2020 294 ihre Ausbildung erfolgreich abschlossen. Unter den „Top 5“ finden sich Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung mit 93 Absolventen, es folgen Friseur und Perückenmacher (54), Kraftfahrzeugtechnik (31), Damenkleidermacher (19) und Arbeitskräfteüberlasser (30).

Das Wiener Gewerbe und Handwerk feierte seinen Nachwuchs

Die Sparte der Wirtschaftskammer Wien veranstaltete diese Feier heuer zum 13. Mal. „Die Meisterprüfung steht für eine hochwertige Ausbildung, Qualität, Kundenorientierung und Zuverlässigkeit. Diese Eigenschaften sind immer gefragt und setzen sich durch. Die Absolventen und die Betriebe sichern mit gemeinsamer Kraft die Zukunft von Gewerbe und Handwerk“, betont Smodics-Neumann.

Top-Qualifizierung entscheidend für Aufstieg

In Österreich hat die Meisterprüfung einen hohen Stellenwert. Sie gilt als Gütesiegel für Konsumenten. In diese Form der beruflichen Weiterbildung zu investieren, macht sich bezahlt. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist fachliche und kaufmännische Top-Qualifizierung entscheidend für Aufstieg und unternehmerischen Erfolg. Seit dem 21. August 2020 können alle Personen, die eine Meisterprüfung abgelegt haben, den Titel „Meisterin” oder „Meister” offiziell vor ihrem Namen führen, um die erworbenen Qualifikationen sichtbar zu machen. Der Titel kann in vollem Wortlaut dem Namen vorangestellt werden, oder auch als Abkürzung: „Mst.” für Meister, „Mst.in” bzw. „Mstin” für Meisterin. Dieses Recht hat jeder, der die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hat - direkt aufgrund der Gewerbeordnung.

Fakten zur Meisterprüfung

  • Die Meisterprüfung besteht aus fünf Modulen inklusive Unternehmer- und Ausbilderprüfung.
  • In 81 Gewerben – davon werden mehr als 40 meist traditionelle Branchen als Handwerke bezeichnet – stellt die Meister- bzw. Befähigungsprüfung die Zugangsvoraussetzung für die Selbstständigkeit dar.
  • Darüber hinaus sind Meisterbrief und Befähigungsurkunde bei Kunden anerkannte Qualitätsnachweise.
  • Der Großteil der Absolventen geht in die Selbstständigkeit und trägt so dazu bei, dass der Wirtschaftsstandort Wien stark bleibt.

Ehrengäste EuroSkills-Teilnehmer

Ein besonderer Programmpunkt der Feier war die Begrüßung der Wiener EuroSkills-Teilnehmer. Von 22. bis 26. September fanden heuer die europäischen Berufsmeisterschaften, die EuroSkills, in Graz statt. Rund 400 junge Fachkräfte aus ganz Europa traten in 48 Berufen gegeneinander an. Österreich war mit seinem historisch größten Team vor Ort vertreten und konnte sich damit Platz 2 im Medaillenranking hinter der Russischen Föderation sichern.Insgesamt nahmen heuer 54 heimische Kandidatinnen und Kandidaten in Graz teil und bewiesen ihr fachliches Können in diversen Wettbewerben. Für Wien gingen sechs Teilnehmer in vier Berufen – davon drei Teamberufe - an den Start: Bernhard Gabrle und Felix Janisch (Gartengestaltung), Robin Löhr und Julian Wissmann (Industrie 4.0) sowie Nikolaus Walther und Klarissa Wimmer (Netzwerktechnik).



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