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500-Euro-Bonus für Personenbetreuerinnen

Anfang April gab es eine österreichweite Vereinbarung mit dem Sozialministerium für eine Prämienzahlung an selbstständige Personenbetreuerinnen aus dem Ausland, die wegen der Corona-Pandemie ihren Turnus in Österreich um mindestens vier Wochen verlängert und damit die Versorgung Betreuungsbedürftiger gesichert haben.

Personenbetreuerinnen, die ihren Dienst verlängert haben, erhalten jetzt einen Bonus.
© Photographee.eu/Fotolia Personenbetreuerinnen, die ihren Dienst verlängert haben, erhalten jetzt einen Bonus.

Anfang der Woche gaben Wirtschaftskammer Wien und Stadt Wien nun den Startschuss für die Beantragung des 500-Euro-Bonus in Wien. „Das Geld kommt Betreuerinnen zugute, die in einer schwierigen Situation nicht nach Hause zu ihren Familien konnten”, so Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Die Prämie sei ein wichtiges Zeichen der Anerkennung, sagt WK Wien-Präsident Walter Ruck.

„Tausende ausländische Betreuungskräfte kümmern sich um unsere Senioren und sind ein wichtiges Rad in der Wiener Gesundheitsversorgung.”
Walter Ruck

In Summe werden drei Millionen Euro bereitgestellt. Abgewickelt werden die Bonuszahlungen über die WK Wien. Das Antragsformular gibt es online in den Sprachen Deutsch, Rumänisch und Slowakisch

Austausch rumänischer Betreuerinnen per Zug geplant

Die Bundesregierung plant weiters, ab Mai einen Wechsel von Betreuungskräften aus Rumänien durch die Einrichtung eines Sonderzugs für Personenbetreuerinnen zu ermöglichen. Er soll zwischen Wien und der rumänischen Stadt Timisoara verkehren. Bis vor kurzem konnten rumänische Pflegekräfte als Schlüsselarbeitskräfte ihr Land nicht verlassen, außerdem ist der Transit durch Ungarn Corona-bedingt kaum möglich. Laut APA (Austria Presse Agentur) arbeitet die Regierung derzeit daran, gemeinsam mit der rumänischen Regierung die operativen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Sonderzug festzulegen. Details soll es demnächst geben. 

Für das heimische Pflegesystem wäre die Verbindung ein wichtiger Schritt. Denn ein großer Teil der 66.000 in Österreich arbeitenden Personenbetreuerinnen stammt aus Rumänien. Sie sitzen seit Wochen zum Teil in Österreich und zum Teil in ihrem Heimatland fest. (Info-Stand: 29. April, 12 Uhr).

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